Am Lichterfelder Ring in Berlin-Marienfelde hat der Bau eines neuen Wohnquartiers begonnen. Erste Erdarbeiten markieren den Start der Umsetzung, zugleich soll das Projekt der degewo mit rund 360 Wohnungen früher fertiggestellt werden ursprünglich angekündigt.

Zu sehen ist das geräumte Grundstück mit ersten Erdarbeiten, Baumaschinen und einem Baukran in einer frühen Bauphase.

Auf dem Baufeld südlich des Lichterfelder Rings haben die vorbereitenden Arbeiten für das neue Wohnquartier begonnen. Geplant sind 267 reguläre Mietwohnungen sowie weitere Wohnungen für Geflüchtete. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung: degewo / wiechers beck architekten

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Am Lichterfelder Ring in Berlin-Marienfelde hat die Umsetzung eines neuen Wohnquartiers begonnen. Nachdem die Baustelle auf dem bislang ungenutzten Gelände eingerichtet wurde, laufen dort inzwischen erste Erdarbeiten. Eine Baugrube ist zwar noch nicht ausgehoben, doch die Aktivitäten vor Ort markieren den sichtbaren Start der Bauphase nach längerer Planungszeit.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass die rund 360 Wohnungen der degewo voraussichtlich früher fertiggestellt werden sollen als ursprünglich angekündigt. Damit konkretisiert sich das Bauvorhaben südlich des Lichterfelder Rings weiter und schreitet nun schrittweise von der Vorbereitung in die Umsetzung voran.

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Wohnungsbau in Marienfelde: Rund 360 Wohnungen entstehen am Lichterfelder Ring

Das neue Quartier entsteht in unmittelbarer Nähe zur Großwohnsiedlung Mariengrün im Süden des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Insgesamt plant die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo dort 267 reguläre Mietwohnungen. Zusätzlich entstehen zwei weitere Gebäude mit insgesamt 97 Wohnungen für geflüchtete Menschen mit Bleiberecht.

Dabei umfasst das Wohnungsangebot Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen für unterschiedliche Haushaltsgrößen. Der überwiegende Teil der Wohnungen ist barrierefrei oder barrierearm geplant. Darüber hinaus richtet die degewo im Erdgeschoss eines Hauses eine Kindertagesstätte ein.

Zeitplan für das Projekt in Tempelhof-Schöneberg angepasst: Wohnungen sollen bereits 2028 fertig sein

Ursprünglich war angekündigt worden, dass das Quartier erst bis zum Jahr 2030 fertiggestellt werden würde. Inzwischen wurde der Zeitplan angepasst. Laut degewo sollen die Wohnungen bereits im Juni 2028 bezugsfertig sein – rund zwei Jahre früher als zunächst vorgesehen.

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Damit gehört das Projekt zu den größeren aktuellen Wohnungsbauvorhaben im Süden Berlins. Gleichzeitig dürfte insbesondere der hohe Anteil geförderter Wohnungen eine wichtige Rolle spielen. Von den 267 regulären Mietwohnungen werden insgesamt 133 öffentlich gefördert. Gerade im angespannten Berliner Wohnungsmarkt gewinnt zusätzlicher bezahlbarer Wohnraum weiterhin an Bedeutung.

Das Foto zeigt die aktuelle Baustellensituation mit Erdbewegungen und vorbereiteten Flächen für die kommenden Hochbauarbeiten.

Das neue Wohnquartier in Marienfelde soll laut degewo zwei Jahre früher fertig werden als ursprünglich angekündigt. Rund die Hälfte der regulären Wohnungen wird gefördert sein. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Überarbeiteter Entwurf für das Neubauquartier: Balkone ersetzen ursprüngliche Loggien

Grundlage des Projekts bildet ein städtebaulicher Entwurf des Berliner Büros Arnold und Gladisch Architekten. Bereits 2021 starteten die degewo und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg dafür ein kooperatives Werkstattverfahren. Inzwischen übernimmt das Büro wiechers beck architekten die Ausführungsplanung des Quartiers.

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Im Zuge der weiteren Planung passten die Architekturbüros einzelne Details des Entwurfs an. So ersetzen künftig Balkone die ursprünglich vorgesehenen innenliegenden Loggien. Außerdem änderten die Planer das Farbkonzept leicht. Die grundlegende Kubatur der Gebäude sowie die Freiraumplanung bleiben jedoch weiterhin erhalten.

Freiraumkonzept in Marienfelde: Grünflächen und Spielbereiche verbinden das Quartier

Zwischen den Gebäuden entstehen großzügige Grün- und Aufenthaltsflächen. Geplant sind zwei Quartiersplätze, die mehrere Spielbereiche miteinander verbinden. Zusätzlich soll im angrenzenden Waldgebiet ein naturnaher Spielplatz entstehen, wodurch das Quartier stärker mit der Umgebung verknüpft wird.

Auch beim Energiekonzept setzt die degewo auf nachhaltige Lösungen. Vorgesehen sind unter anderem extensive Gründächer, Photovoltaikanlagen sowie ein Wärmeanschluss mit Luft-Wärmepumpe. Dadurch soll das neue Wohnquartier langfristig energieeffizient betrieben werden.

Quellen: degewo, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Arnold und Gladisch Architekten, wiechers beck architekten

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