In der Leipziger Straße 26 in Berlin-Mitte wurde ein Bürohaus von 1908 revitalisiert. Bollinger + Fehlig Architekten sanierten das Gebäude für moderne Büronutzung.

Offene Arbeitsbereiche verbinden den historischen Bestand mit modernen Bürokonzepten in der Leipziger Straße. / © Foto: Marcus Ebener
© Titelbild: Marcus Ebener
In Berlin-Mitte ist ein historisches Büro- und Geschäftshaus neu aufgestellt worden. Das Gebäude an der Leipziger Straße 26 stammt aus dem Jahr 1908. Bollinger + Fehlig Architekten haben es im Auftrag des Deutschen Beamtenwirtschaftsbunds umfassend saniert.
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Adresse: Leipziger Straße 26, 10117 Berlin
- Nutzung: Büro- und Geschäftshaus
- Nutzfläche: 2.907 Quadratmeter
- Projektsumme: 5,8 Millionen Euro
Die Leipziger Straße in Mitte ist seit jeher dicht bebaut. Und zwischen Friedrichstraße und Leipziger Straße steht ein Gebäude, das diesen Stadtraum seit mehr als einem Jahrhundert prägt. Georg Rathenau entwarf das Büro- und Geschäftshaus um 1908. Heute zählt zu den ältesten Bauwerken im Quartier.

Neue Konferenzräume ergänzen die modernen Büroflächen im revitalisierten Gebäude an der Leipziger Straße. / © Foto: Marcus Ebener
Historisches Bürohaus in Mitte: Vorderhaus, Seitenflügel und Hinterhaus
Bollinger + Fehlig Architekten haben das Haus nicht als reines Sanierungsobjekt behandelt. Das Büro entwickelte eine neue Struktur für moderne Arbeitsflächen, ohne den historischen Charakter zu überdecken. Die Revitalisierung betrifft eine Nutzfläche von 2.907 Quadratmetern.
Das Gebäudeensemble besteht aus einem repräsentativen Vorderhaus an der Straße, einem westlichen Seitenflügel und einem Hinterhaus. Dadurch entstehen zwei Hofbereiche. Diese Gliederung blieb ein zentrales Merkmal des Projekts, weil sie die historische Struktur des Grundstücks sichtbar hält.

Die neu gestaltete begrünte Terasse erhöht die Aufenthaltsqualität im revitalisierten Bürohaus in Berlin-Mitte. / © Foto: Marcus Ebener
Revitalisierung mit flexiblen Büroflächen an der Leipziger Straße
Auch die Fassade spielte bei der Revitalisierung eine wichtige Rolle. Zur Leipziger Straße zeigt das Haus bis heute Art-Déco-Elemente. Innen prägen hohe Geschosse und großzügige Treppenhäuser das Gebäude. Nach außen bleibt das Bürohaus damit als Altbau erkennbar, während die Flächen im Inneren neu organisiert wurden.
Im Zuge der Sanierung entstanden flexible Grundrisse. Das Gebäude umfasst fünf oberirdische Geschosse und ein Dachgeschoss. Zudem erfolgte eine geschossweise Aufteilung in Teileigentumseinheiten. Damit richtet sich das Bürohaus auf eine langfristige Nutzung aus.
Die Ausstattung folgt einem gehobenen Bürostandard. Genannt werden Einbauschränke mit Eichenholzfurnier, Glastrennwände und hochwertig ausgestattete Küchen. Die Revitalisierung umfasste also nicht nur die technische Ertüchtigung des Bestands, sondern auch die verbesserte Qualität der Arbeitsbereiche.

Hochwertig ausgebaute Büroflächen im revitalisierten Bürohaus an der Leipziger Straße 26 in Berlin-Mitte. / © Foto: Marcus Ebener
Leipziger Straße: Innenhöfe werden zu grünen Rückzugsorten
Besonders deutlich wird die Neuordnung in den beiden Innenhöfen. Das Areal ist fast vollständig bebaut. Dennoch wurden die Hofbereiche neu gestaltet und begrünt. Sie sollen den Beschäftigten als Rückzugsorte dienen und die Aufenthaltsqualität im dichten Stadtgefüge erhöhen.
Damit verbindet das Projekt Bestandserhalt und zeitgemäße Büronutzung. An der Leipziger Straße 26 bleibt das historische Bürohaus also erhalten, erhält aber eine neue Funktionalität für heutige Arbeitsanforderungen.
Leipziger Straße 26
Quellen: Bollinger + Fehlig Architekten, Konii
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