Nach über zehn Jahren Leerstand verwandelt sich die Gutleutstraße 324 in Frankfurt in einen multimedialen Erlebnisort, der 800 Jahre Stadtgeschichte erlebbar macht. Zugleich wird das Gebäude als Interimsquartier für die Städtischen Bühnen vorbereitet.

Die Gutleutstraße 324 öffnet am 7. März 2026 erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit und wird mit der immersiven Ausstellung „Frankfurt: City of WOW!“ zu einem Ort, der 800 Jahre Stadtgeschichte multimedial erlebbar macht. / © Foto: NORDISK satis&fy, ANNA IMM PHOTOGRAPHY
© Fotos: NORDISK satis&fy, ANNA IMM PHOTOGRAPHY
Nach mehr als zehn Jahren Leerstand erwacht die Gutleutstraße 324 in Frankfurt am Main wieder zu neuem Leben. Das ehemalige Archiv- und Lagerzentrum der Dresdner Bank öffnet am 7. März 2026 erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit und wird mit der immersiven Ausstellung „Frankfurt: City of WOW!“ zu einem Ort, der 800 Jahre Stadtgeschichte multimedial erlebbar macht.
Auf rund 1.200 Quadratmetern verbinden interaktive Stationen und audiovisuelle Räume wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen der Stadt. Mehr als 20 Themenbereiche zeigen Handel, Messen, Migration, Literatur, Musik und urbane Subkulturen. Den Höhepunkt bildet eine 270°-Projektion auf zehn Meter Höhe mit über 1.200 Quadratmetern Fläche, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt in Szene setzt.
Von Archivhallen zum Erlebnisraum: Die Transformation des historischen Bauwerks in der Gutleutstraße
Das Gebäude selbst entstand 1985 nach den Plänen des Architekten Prof. Walter Henn und besteht aus zwei großen Lagerhallen sowie einem vorgelagerten Kopfbau. Ursprünglich für Archivgut und Büromaterial konzipiert, diente es viele Jahre als Aktenlager und Logistikzentrum der Dresdner Bank, bevor es über ein Jahrzehnt ungenutzt blieb.
Anfang 2025 konnte die Stadt Frankfurt das Bauwerk erwerben und einen Abriss verhindern, wodurch die Grundlage geschaffen wurde, die charakteristische Struktur für neue Nutzungen zu erhalten.
Interimsstandort in Planung: Die Gutleutstraße 324 als temporäres Zuhause für Frankfurts Bühnen
Die Umnutzung der Gutleutstraße 324 geht über die aktuelle Ausstellung hinaus, denn das Gebäude soll für die kommenden Jahre als Interimsquartier der Städtischen Bühnen Frankfurt dienen, bis die geplanten Neubauten von Schauspiel und Oper am Willy-Brandt-Platz fertiggestellt sind. Dabei wird das Schauspiel interimsmäßig in das Gebäude der Oper einziehen, während die Oper auf dem Grundstück der Gutleutstraße untergebracht wird.
Die große Halle der Gutleutstraße 324 bietet Platz für rund 400 Besucherinnen und Besucher, während die kleinere Halle vor allem für den Probenbetrieb vorgesehen ist. Voraussichtlich werden die Städtischen Bühnen in den 2030er Jahren ihr Interim in der Gutleutstraße beziehen, ein konkretes Jahr wurde bisher jedoch nicht bekanntgegeben.
Vergangenheit trifft Zukunft: Die Gutleutstraße 324 als prägender Bestandteil der Kulturlandschaft
Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt, hob hervor, dass es eine besondere Chance sei, dass das Gebäude, das viele Jahre leergestanden habe, nun eine lebhafte Nutzung erfahre.
Sie betonte, dass die Gutleutstraße 324 dadurch erstmals der Öffentlichkeit zugänglich werde und zugleich auf ihre langfristige Funktion als Interimsstandort für die Städtischen Bühnen vorbereitet sei. Ihrer Einschätzung nach lasse sich eine bessere Vorbereitung für diesen Ort kaum denken.

Die Umnutzung der Gutleutstraße 324 geht über die aktuelle Ausstellung hinaus, denn das Gebäude soll für die kommenden Jahre als Interimsquartier der Städtischen Bühnen Frankfurt dienen. / © Visualisierung: HHVISION
Quellen: Presseporal, Skyline Atlas, Stadt Frankfurt am Main
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