Die Potsdamer Straße wurde in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen. Berlin will das Ortsteilzentrum bis 2037 stärken und öffentliche Räume verbessern.
Potsdamer Straße
© Titelbild: Wikimedia Commons, Marek Śliwecki, CC BY-SA 4.0
Der Berliner Senat hat das Gebiet „Potsdamer Straße“ in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen. Die Förderung soll das Ortsteilzentrum in Mitte und Tempelhof-Schöneberg stärken, öffentliche Räume verbessern und das Gebiet klimaresilient weiterentwickeln.
- Bezirke: Mitte und Tempelhof-Schöneberg
- Gebiet: Potsdamer Straße und angrenzende Quartiere
- Programm: Lebendige Zentren
- Förderdauer: 2026 bis 2037
- Fördermittel: rund 34 Millionen Euro
Das Fördergebiet liegt im Innenstadtbereich und umfasst gemischt genutzte Quartiere beiderseits der Potsdamer Straße. Die Straße bildet als stark befahrene Bundesstraße in Nord-Süd-Richtung den zentralen Versorgungsbereich des Ortsteilzentrums.
Potsdamer Straße als Ortsteilzentrum stärken
Mit der Förderung will Berlin die Potsdamer Straße zu einem lebendigen und zukunftsorientierten Ortsteilzentrum entwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der Zentrumsfunktion, eine höhere Aufenthaltsqualität sowie klimaangepasste Grün- und Stadträume. Dazu zählen mehr Grün, Barrierefreiheit, moderne Mobilitätslösungen und Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels. Für den Zeitraum 2026 bis 2037 stehen rund 34 Millionen Euro Städtebaufördermittel bereit.
Das Gebiet verbindet zwei Bezirke. Der nördliche Teil bis zur Kurfürstenstraße liegt in Mitte, der südliche Teil in Tempelhof-Schöneberg. Bereits am 12. Juli 2024 hatten beide Bezirke eine Kooperationsvereinbarung zur städtebaulichen Entwicklung des „Lebendigen Zentrums und Quartiers“ Potsdamer Straße unterzeichnet. Das Bezirksamt Mitte übernimmt dabei die federführende organisatorische Rolle beim Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept, beide Bezirke arbeiten an den Inhalten mit.

Die Bezirke Mitte und Tempelhof-Schöneberg arbeiten bei der Entwicklung der Potsdamer Straße gemeinsam. / © Foto: Wikimedia Commons, JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0
Knapp 50 Maßnahmen rund um die Potsdamer Straße
Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK, bildet die fachliche Grundlage für die Entwicklung. Der Prozess lief laut Bezirksangaben von Herbst 2024 bis Herbst 2025. Er sollte Herausforderungen wie Verkehrsbelastung, soziale Spannungen und die Qualität des öffentlichen Raums untersuchen. Anwohnende, Gewerbetreibende sowie soziale und kulturelle Einrichtungen wurden in die Planung einbezogen.
Aus Bürgerbeteiligung, Gebietsanalyse und Entwicklungszielen ergeben sich knapp 50 Maßnahmen. Zu den wichtigsten Vorhaben zählen eine lebenswerte Stadtachse Potsdamer Straße, der klimagerechte Umbau von Quartiersstraßen, Grünflächen und Plätzen, die Stärkung der Nachbarschaften sowie eine kontinuierliche Beteiligung von Anwohnenden, Gewerbetreibenden und relevanten Akteuren. Auch soziale und kulturelle Infrastruktur soll durch Investitionen gestärkt werden.
Quellen: Senatskanzlei Berlin, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
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