Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt erhält ein umfassendes Update. Am Eschenheimer Tor wird das denkmalgeschützte Gebäude grundlegend saniert und erweitert.

Die geplanten Umbauarbeiten sowie die Aufstockung des hinteren Gebäudeteils sollen bis 2026 abgeschlossen sein. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung Titelbild: Rentenbank
Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt wird umfassend saniert und erweitert. Das denkmalgeschützte Ensemble aus den 1950er-Jahren erhält moderne Technik, zusätzliche Flächen und soll ab 2026 wieder als Hauptsitz genutzt werden.
Die Bauarbeiten begannen 2021, inzwischen ist das gesamte Gebäude an der Hochstraße am Eschenheimer Tor eingerüstet. Während der Arbeiten hat die Bank ihren Betrieb in das „Goldene Haus“ an der Messe verlagert. Die Rückkehr an den Ursprungsstandort ist für Ende 2026 vorgesehen.
Landwirtschaftliche Rentenbank Frankfurt: Sanierung und Erweiterung an der Hochstraße
Das Ensemble besteht aus Pavillon, Mittelbau und Hochhaus, die zwischen 1954 und 1956 entstanden. Charakteristische Elemente wie das markante Flugdach, die Natursteinfassade oder das Treppenhaus bleiben erhalten. Ziel ist es, die Nachkriegsarchitektur denkmalgerecht zu bewahren und zugleich an heutige Anforderungen anzupassen.
Außerdem reagiert die Rentenbank auf den gestiegenen Platzbedarf. Der Mittelbau wird um vier zusätzliche Etagen aufgestockt, wodurch rund 3.200 Quadratmeter Bürofläche entstehen. Damit setzt die Bank einen Entwurfsteil der ursprünglichen Architekten erstmals um, der in den 1950er-Jahren unvollendet blieb.
Umbauarbeiten am Eschenheimer Tor: Technische Modernisierung steht im Vordergrund
Neben der baulichen Erweiterung steht die technische Modernisierung im Mittelpunkt. Alle Anlagen für Heizung, Lüftung, Sanitär und Strom werden erneuert. Künftig wird das Gebäude mit Fernwärme versorgt, ergänzt durch eine vollständige Umstellung auf LED-Beleuchtung. Darüber hinaus entsteht auf dem Dach zudem eine neue Technikzentrale, deren Ausstattung Photovoltaik einschließen könnte.
Auch die Gebäudehülle wird energetisch saniert. Alle Fenster werden ersetzt, Fassade und Dämmung erneuert. Bis 2026 folgen die Gestaltung der Außenanlagen sowie die Ausstattung mit neuem Mobiliar. Damit will die Rentenbank ihre Energiebilanz deutlich verbessern und ein Zeichen für ressourcenschonendes Bauen im Bestand setzen.
Landwirtschaftliche Rentenbank, Hochstraße: So schreiten die Bauarbeiten voran
Derzeit präsentiert sich das Gebäude vollständig eingerüstet. Die Arbeiten an Fassade und Innenräumen schreiten voran, zudem ist der Rohbau der geplanten Aufstockung bereits sichtbar. Parallel konzentriert sich die Baustelle auf die Modernisierung der technischen Infrastruktur, die für den künftigen Betrieb entscheidend ist. Die Rückkehr der rund 300 Beschäftigten ist für Ende 2026 vorgesehen.
Mit dem Umbau entsteht am Eschenheimer Tor ein Beispiel für den sensiblen Umgang mit Nachkriegsarchitektur. Die Verbindung aus Denkmalschutz, Erweiterung und nachhaltiger Technik könnte als Modell für andere Sanierungen dienen. Ob sich die Balance zwischen Erhalt und moderner Nutzung langfristig bewährt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Kran, Bauzaun und Gerüst: So präsentiert sich das Gebäude der Landwirtschaftlichen Rentenbank aktuell. Das Bauwerk aus den 1950er-Jahren muss vor allem auf technischer Ebene umfassend saniert werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Durch das direkte Angrenzen an das Eschenheimer Tor befindet sich das Rentenbank-Gebäude in prominenter Innenstadtlage. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Rentenbank, Skyline Atlas, Frankfurter Rundschau
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.



