An der Landsberger Allee 116 verändert sich ein Grundstück, für das schon seit Jahren Wohnungsbau geplant wird. Inzwischen sind die Arbeiten deutlich vorangekommen. Zugleich gibt es Neuigkeiten zur Finanzierung des Projekts.

Auf der Baustelle an der Landsberger Allee 116 stehen mehrgeschossige Baucontainer zwischen Bäumen und Grünflächen.

Die Baustelleneinrichtung an der Landsberger Allee 116 ist bereits aufgebaut. Auf dem Grundstück entsteht ein Wohnprojekt mit 145 Mietwohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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An der Landsberger Allee 116 hat der Bau eines großen Wohnprojekts bereits begonnen. Wo früher ein eingeschossiger Supermarkt stand, wächst inzwischen der Neubau mit 145 Mietwohnungen aus dem Boden. Während die Arbeiten laufen, hat M&G Real Estate das Projekt nun im Rahmen eines 56 Millionen Euro schweren Forward Fundings übernommen.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Projektstatus: im Bau
  • Fertigstellung: Ende 2027
  • Wohnungen: 145 Mietwohnungen

Wo heute der Neubau wächst, befand sich zuvor ein eingeschossiger Handelsstandort. Die Planung für eine neue Nutzung des Grundstücks reicht allerdings weiter zurück. Bereits im August 2018 führte das Bezirksamt die Landsberger Allee 116 als Wohnungsbauprojekt mit damals 197 Wohneinheiten. 

Im März 2022 folgte eine neue Variante. Damals registrierte das Bezirksamt einen Antrag für ein Wohnhaus mit Tiefgarage sowie einen Lebensmittelmarkt mit Besucherparkplätzen. Im Juli 2022 erhielt das Projekt nach Angaben des Immobilienunternehmens PREA einen positiven Bauvorbescheid. Vorgesehen waren zu diesem Zeitpunkt rund 9.983 Quadratmeter oberirdische Bruttogrundfläche, acht Vollgeschosse plus Staffelgeschoss und sogenannte Smart-Living-Wohnungen. 

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Betonwände und Gerüste zeigen den aktuellen Rohbau des Wohnprojekts an der Landsberger Allee 116 in Berlin-Lichtenberg.

Der Rohbau an der Landsberger Allee 116 nimmt Gestalt an. Insgesamt sind auf dem Grundstück 145 neue Mietwohnungen geplant. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Landsberger Allee 116: Wohnungs-Planung wurde mehrfach verändert

Auch diese Variante blieb nicht der endgültige Stand. Im März 2025 ging beim Bezirksamt ein neuer Bauantrag für ein Wohnhaus mit Tiefgarage ein. Im November 2025 erteilte der Bezirk schließlich einen Bauvorbescheid für ein Projekt mit 145 Wohnungen. Genau diese Wohnungszahl findet sich auch in den aktuellen Angaben des Architekturbüros und des Investors. 

Claus Neumann Architekten führt das Vorhaben unter der Bezeichnung „LAN116“. Das Büro nennt die LEB Development 9 GmbH als Bauherrin und bearbeitet die Leistungsphasen 1 bis 5. Als Fertigstellung nennt die Projektseite das Jahr 2027. Der Hochbau läuft bereits.

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M&G investiert 56 Millionen Euro in 145 Mietwohnungen

Während auf dem Grundstück bereits gebaut wird, hat das Projekt nun auch auf Investorenseite einen neuen Stand erreicht. M&G Real Estate hat das Vorhaben für den M&G European Property Fund über eine Forward-Funding-Vereinbarung erworben. Dabei fließt Kapital bereits während der Entwicklung und vor Fertigstellung eines Projekts.

M&G beziffert das Investment auf 56 Millionen Euro. Als Entwickler nennt das Unternehmen Quarterback Immobilien. Nach den aktuellen Angaben entstehen 145 Mietwohnungen auf insgesamt 7.660 Quadratmetern sowie 41 Stellplätze. Ende 2027 soll das Gebäude fertiggestellt sein. 

Die Baustelle des Wohnprojekts an der Landsberger Allee 116 mit Baukran, Gerüsten und ersten errichteten Bauteilen.

An der Landsberger Allee 116 läuft der Hochbau. Hinter den Absperrungen sind bereits erste Teile des neuen Wohngebäudes zu erkennen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Entlang der Landsberger Allee entstehen Tausende neue Wohnungen

Das Projekt ist Teil einer größeren Wohnungsbauentwicklung entlang der Landsberger Allee. Weiter östlich hat die WBM bereits 173 neue Mietwohnungen an der Landsberger Allee 313–319 fertiggestellt. Interessant ist die Verbindung zur Landsberger Allee 116: Auch das WBM-Projekt wurde ursprünglich von Quarterback entwickelt. 

Noch deutlich größer ist das landeseigene Projekt an der Landsberger Allee 341–343. Dort errichtet die Gewobag 1.548 Wohnungen aus rund 3.000 vorgefertigten Modulen. Nach aktuellen Angaben sind 1.316 Wohnungen mietpreis- und belegungsgebunden. Auch Gewerbeflächen, eine Kita und eine öffentliche Parkanlage gehören zum Quartier. 

Das Bild zeigt neue Modulbau-Wohnhäuser an der Landsberger Allee in Lichtenberg mit roten Balkonen und heller Fassade gegenüber IKEA.

Neue Wohnhäuser mit markanten roten Balkonen entstehen an der Landsberger Allee in Lichtenberg gegenüber IKEA. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

An der Landsberger Allee 116 wird damit eine Planung umgesetzt, die in unterschiedlichen Formen seit mindestens 2018 verfolgt wird. Aus zunächst 197 geplanten Wohnungen und einer späteren Smart-Living-Konzeption ist ein Projekt mit 145 Mietwohnungen geworden. Der aktuelle Baufortschritt zeigt zugleich, dass das Vorhaben die reine Planungsphase inzwischen verlassen hat.

145 Wohnungen an der Landsberger Allee 116
An der Landsberger Allee 116 in Berlin-Fennpfuhl plant Quarterback ein Wohngebäude mit 145 Mietwohnungen und Tiefgarage. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen.

Quellen: M&G Real Estate, Claus Neumann Architekten, Bezirksamt Lichtenberg, immobilienmanager, PrivateMarkets360

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3 Kommentare

  1. Löwe 29. September 2026 at 05:16 - Reply

    Balkone die nur Gitter haben, halten weniger Schall ab, und benötigen Verkleidungen für mehr Privatsphäre, was zu individuellen Lösungen führt. Manchen Mietern wird dies auch nicht bewusst sein, dies führt zwangsläufig zu erhöhter Geräuschkulisse.

    Was hier fehlt, der Vergleich von Schall und Lautstärke-Belastung für Hausbewohner und Fußgänger, mit verputzter Balkonverkleidung, und ohne.

  2. Michael 29. September 2026 at 09:10 - Reply

    Wie hoch wird denn da die Miete, wenn eine Wohnung im Durchschnitt 350 000 Euro kostet?

    • Baumbart 30. September 2026 at 00:07 - Reply

      Die Frage ist, ob dort auch geförderte Wohnungen entstehen (müssen). Ansonsten ist die Ecke sehr laut und viel befahren, insbesondere durch den S Landsberger Allee und natürlich die zahlreichen Tramlinien von 18, M5, M6 und M8.

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