Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften konnten im Jahr 2024 ihren Bestand erneut ausbauen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten wurden tausende neue Wohnungen fertiggestellt und weitere Projekte angestoßen. Der aktuelle Senatsbericht zeigt, dass die Neubauoffensive in Berlin weiter Fahrt aufnimmt.

Seit 2022 wurden in Berlin über 14.000 Wohnungen der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften fertiggestellt und für ebenso viele der Bau gestartet. An der Marzahner Promenade laufen derzeit beispielsweise die Arbeiten für ein neues Wohnungsbauprojekt der DEGEWO. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Der Berliner Senat hat den Bericht über die Schaffung von Wohnraum durch die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften für das Jahr 2024 beschlossen. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 verfügten die Gesellschaften über insgesamt 365.161 Wohnungen. Damit ist der Bestand seit dem Start der sogenannten Roadmap im Jahr 2016 um 70.433 Wohnungen angewachsen.
Im vergangenen Jahr kamen 3.525 Wohnungen hinzu, von denen 3.461 neu errichtet wurden. Darunter befinden sich auch 158 Wohnungen in drei modularen Unterkünften für Geflüchtete. Zudem meldeten die Gesellschaften für 2024 den Beginn von 25 Neubauprojekten mit insgesamt 4.070 Wohneinheiten.
Bilanz trotz schwieriger Rahmenbedingungen: Mehr Wohnraum durch landeseigene Wohnungsbaugesellschaften
Zwischen 2022 und Ende 2024 konnten die Gesellschaften 14.101 Wohnungen fertigstellen. Gleichzeitig wurde in diesem Zeitraum für 14.291 weitere Wohnungen der Baubeginn gemeldet. Trotz einer angespannten wirtschaftlichen Lage zeigt die Bilanz, dass die öffentliche Wohnungswirtschaft ihre Neubauziele kontinuierlich verfolgt.
Für die kommenden Jahre rechnen die Gesellschaften mit einer Steigerung der Bautätigkeit. Bis 2026 sollen insgesamt 14.547 neue Wohnungen begonnen werden. Damit hält die landeseigene Wohnungswirtschaft an ihrem Ziel fest, das Angebot an bezahlbarem Wohnraum in Berlin spürbar zu erweitern.
Gaebler lobt gemeinwohlorientierten Wohnungsbau in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) betonte in der Senatssitzung, dass die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen in allen Teilen der Stadt weiterhin im Mittelpunkt stehe. Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müsse der gemeinwohlorientierte Wohnungsbau konsequent vorangetrieben werden.
Gaebler machte zudem deutlich, dass die Anforderungen an klimagerechte Sanierungen und Neubauten eine zusätzliche Belastung für die Gesellschaften darstellen. Nach Einschätzung des Senators seien die Unternehmen jedoch personell und wirtschaftlich in der Lage, diese Aufgaben zu bewältigen.
Neubauoffensive in Berlin: Perspektive für die kommenden Jahre
Mit Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt sich, dass die landeseigenen Gesellschaften ihre Rolle als stabiler Akteur im Berliner Wohnungsmarkt festigen. Der kontinuierliche Ausbau des Bestandes trägt dazu bei, dem hohen Nachfrageüberhang nach Mietwohnungen zumindest teilweise zu begegnen.
Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, ob die prognostizierten Baubeginne tatsächlich umgesetzt werden können. Angesichts steigender Baukosten, Fachkräftemangels und anspruchsvoller Klimavorgaben bleibt der Neubau ein komplexes Feld. Gleichwohl deutet die bisherige Entwicklung darauf hin, dass die öffentliche Wohnungswirtschaft in Berlin ihre Neubauoffensive fortsetzen kann.
Quellen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V., STADT UND LAND, GESOBAU
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