Die HOWOGE, eine der größten landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Berlins, zieht nach dem ersten Halbjahr 2025 eine positive Bilanz. Mit stabilen Finanzen, wachsendem Bestand und Investitionen in Klimaschutz setzt sie ihren Kurs fort. Damit unterstreicht sie ihre Rolle als zentrale Akteurin im sozialen Wohnungsbau der Hauptstadt.
Visualisierung zweier Hochhäuser in grau-weißer Fassade.

Ein aktuelles Pilotprojekt der HOWOGE ist der Umbau eines 40 Jahre alten Doppelwohnhochhauses in der Rhinstraße in Berlin-Lichtenberg. Das Gebäude mit 296 Wohnungen wird bis Ende 2024 zu einem energieeffizienten Niedrigenergiehaus weiterentwickelt. / © Visualisierung: HOWOGE

© Foto Titelbild: HOWOGE

 

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Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft verkündet eine positive Halbjahresbilanz in dem laufenden Geschäftsjahr 2025. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt konnte das Unternehmen seine Jahresziele bislang einhalten. Nach einer Phase der Konsolidierung zeigt auch die Entwicklung der Immobilienwerte wieder Aufwärtstrends.

Geschäftsführer Ulrich Schiller erklärte, nach Jahren des Wachstums durch Ankäufe liege der Schwerpunkt nun stärker auf Neubauten und Bestandsentwicklung. Damit solle eine langfristig stabile und zukunftsfähige Portfolioentwicklung gesichert werden.

Stabile Finanzlage und moderates Mietniveau bei wachsendem Bestand der HOWOGE

Die Erlöse aus Vermietung und Verpachtung stiegen im ersten Halbjahr 2025 um elf Prozent auf 224,2 Millionen Euro. Das Immobilienportfolio der HOWOGE legte im Wert um 300 Millionen Euro zu und beläuft sich nun auf rund 14,5 Milliarden Euro. Der Verschuldungsgrad liegt mit 31,6 Prozent etwas höher als Ende 2024, bedingt durch Ankaufaktivitäten. Ratingagenturen wie S&P und Fitch bestätigten jedoch die gute Bonität mit stabilem Ausblick, wie es in einer Pressemitteilung der HOWOGE heißt.

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Zum 30. Juni 2025 verfügte die HOWOGE über 82.152 Wohnungen. Seit Jahresbeginn kamen 545 neue Einheiten hinzu, weitere 2.100 befinden sich im Bau. Die Leerstandsquote blieb mit 1,7 Prozent niedrig, die durchschnittliche Nettokaltmiete lag bei 7,02 Euro pro Quadratmeter. Damit bewegt sich das Unternehmen weiterhin unter den marktüblichen Vergleichsmieten.

HOWOGE kombiniert Schulbauoffensive mit Investitionen in klimafreundliche Neubauten und energetische Sanierungen

Darüber hinaus setzt die HOWOGE ihre Rolle in der Berliner Schulbauoffensive fort. Bislang wurden mehrere Schulneubauten abgeschlossen, weitere befinden sich im Bau. Allein im laufenden Jahr entstehen zusätzliche Schulplätze für mehrere Tausend Kinder.

Ein zentrales Ziel bleibt die systematische Dekarbonisierung des Bestands. In Neubauten setzt die HOWOGE auf das Nur-Strom-Prinzip: Wohnungen werden ausschließlich mit Photovoltaik, Wärmepumpen und Grünstrom versorgt. Rund 800 solcher Wohnungen sind derzeit in Bau.

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Pilotprojekte zur Energieeffizienz und Schlüsselrolle der Landeseigenen im Berliner Wohnungsbau

Auch im Bestand gibt es Pilotprojekte, etwa in der Rhinstraße in Lichtenberg, wo ein Plattenbau mit 296 Wohnungen zum KfW-Effizienzhaus weiterentwickelt wird. Zudem sollen bis 2033 insgesamt 50 Megawatt Photovoltaikleistung auf den Dächern installiert sein. Derzeit sind acht Megawatt realisiert.

Trotz gestiegener Baukosten und anhaltender Unsicherheiten auf dem Immobilienmarkt zeigen die aktuellen Zahlen, dass die landeseigenen Gesellschaften einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Berliner Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum leisten. Der kontinuierliche Zuwachs an Wohnungen unterstreicht ihre Rolle als verlässliche Akteure im angespannten Wohnungsmarkt. Gleichzeitig verdeutlicht die Bilanz, dass ohne die Bautätigkeit der öffentlichen Unternehmen die Neubauziele der Stadt kaum zu erreichen wären.

Gemeinsam mit DEGEWO, Gewobag, Stadt und Land, WBM, GESOBAU und Berlinovo nimmt die HOWOGE damit eine Schlüsselrolle im Berliner Wohnungsbau ein. Neben der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gehört auch die Entwicklung sozialer Infrastruktur zu ihrem Aufgabenprofil.

 

Quellen: HOWOGE, BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V., STADT UND LAND, GESOBAU, Presse- und Informationsamt des Landes Berlin,

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