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Am BAM-Neubau in Berlin-Adlershof wird Kunst integraler Bestandteil der Wissenschaft: Ein begehbares Wortkunstwerk der Künstlerin Karin Sander soll Forschung sichtbar und erfahrbar machen. Der Siegerentwurf des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs verbindet Form, Sprache und Funktion, mitten auf dem Campus eines der modernsten Forschungsstandorte Deutschlands.
Der Siegerentwurf des Kunst am Bau-Wettbewerbs von Karin Sander: Ein Teppich aus Worten geleitet künftig die Besucherinnen und Besucher in den Neubau der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin-Adlershof

Der Siegerentwurf des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs von Karin Sander: Ein in den Boden eingelassener Wortteppich wird künftig Besucherinnen und Besucher in den Neubau der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin-Adlershof geleiten. / © Visualisierung: Karin Sander

© Visualisierung Titelbild: Burckhardt Architektur
© Visualisierung: Karin Sander

 

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Am künftigen Forschungsgebäude der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin-Adlershof verschmelzen Kunst und Wissenschaft auf besondere Weise: Ein begehbares Kunstwerk der Künstlerin Karin Sander wird Teil des Eingangsbereichs. Die Arbeit mit dem Titel „Spektrum“ verankert Begriffe aus der wissenschaftlichen Praxis im Boden – und macht Forschung sichtbar und erlebbar.

Das Kunstprojekt ist Teil eines umfangreichen Neubaus auf dem Wissenschaftscampus Adlershof. Dort entsteht bis 2029 ein hochmodernes Labor- und Bürogebäude, das den steigenden Anforderungen in Technik- und Chemiesicherheit Rechnung tragen soll.

Ein Wortteppich für die Wissenschaft: Siegerentwurf von Karin Sander vorgestellt

Im Rahmen eines bundesweiten Kunst-am-Bau-Wettbewerbs entschied sich das Preisgericht unter Vorsitz von Kathleen Rahn einstimmig für den Entwurf „Spektrum“ der international renommierten Künstlerin Karin Sander. Ausgelobt wurde der Wettbewerb von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), betreut durch den Bundesbau Baden-Württemberg.

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Sanders Konzept sieht einen in den Boden eingelassenen Teppich aus Verben vor, die zentrale Tätigkeiten der BAM abbilden – etwa „erproben“, „skalieren“ oder „auswerten“. Die Buchstaben werden aus Aluminium oder eingefärbtem Beton gefertigt und als Intarsien in den Boden integriert. Die Jury hob insbesondere die sprachliche Präzision und gestalterische Klarheit des Entwurfs hervor.

Wissenschaft begehbar gemacht: Kunstwerk als Teil des architektonischen Konzepts am BAM-Neubau

Das Kunstwerk verbindet die Außen- und Innenräume des Neubaus auf subtile Weise. Es soll Mitarbeitende und Besuchende gleichermaßen begrüßen und zugleich den dynamischen Charakter wissenschaftlicher Arbeit verdeutlichen. Die Verben im Bodenbelag regen zur Auseinandersetzung mit den Forschungsinhalten an und verorten diese im alltäglichen Nutzungskontext.

Mit der Arbeit von Karin Sander erhält der Eingangsbereich des BAM-Neubaus einen funktionalen wie ästhetischen Schwerpunkt, eingebettet in ein architektonisch anspruchsvolles Gesamtprojekt.

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Forschung auf 34.000 Quadratmetern: Arbeitsbedingungen für über 1.500 Beschäftigte im Neubau „GBD 149“

Der Kunstbeitrag ist Teil des Bauprojekts „GBD 149“, mit dem auf rund 34.000 Quadratmetern ein neues Forschungs- und Verwaltungszentrum entsteht. Geplant sind moderne Labore für elf Fachbereiche, Werkhallen mit Krananlagen, Werkstätten, Verwaltungsbüros sowie Servicebereiche.

Die Einrichtung soll optimale Arbeitsbedingungen für mehr als 1.500 Beschäftigte schaffen und die BAM als zentrale Institution für Sicherheitsfragen in Technik und Chemie weiter stärken. Auch ihre Rolle in der Beratung der Bundesregierung, etwa im Rahmen der Energiewende, soll mit dem Neubau weiter gefestigt werden.

Zukunftsfähiges Bauen in Adlershof: Kooperation, Klimaschutz und Projekttransparenz

Das neue Gebäude entsteht in direkter Nachbarschaft zu Forschungseinrichtungen und dem naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität zu Berlin. Neben der Lage legt das Projekt auch konzeptionell Wert auf Zukunftsfähigkeit: Es orientiert sich an den Kriterien des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) und strebt eine Silber-Zertifizierung an.

Geplante Maßnahmen wie begrünte Innenhöfe, Dachflächen und Photovoltaikanlagen sollen sowohl das Stadtklima verbessern als auch zur Energieversorgung des Gebäudes beitragen. So wird Nachhaltigkeit zum integralen Bestandteil des Baukonzepts.

Realisiert wird der BAM-Neubau im Rahmen einer Integrierten Projektabwicklung (IPA), einem in Deutschland noch wenig verbreiteten Vertragsmodell. Dabei arbeiten Bauherrin, Planungsbüros und ausführende Unternehmen von Beginn an eng zusammen, um mögliche Probleme bereits in der Planungsphase zu erkennen und zu lösen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das Jahr 2029 vorgesehen.

Quellen: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bundesbau Baden-Württemberg – Staatliches Hochbauamt Ulm, immobilienmanager, Adlershof Science at Work

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