Frankfurt setzt auf kulturelle Bildung für die nächste Generation: Mit dem geplanten Kinder- und Jugendtheater soll im Zoogesellschaftshaus ein neuer Ort für Lernen, Erleben und kulturelle Teilhabe entstehen.

Das historische Zoogesellschaftshaus im Frankfurter Ostend soll saniert und künftig als Standort für ein eigenständiges Kinder- und Jugendtheater sowie die Zooschule genutzt werden. / © Wikimedia Commons, Epizentrum, CC BY SA 3.0.
© Visualisierung Titelbild: Stadt Frankfurt, O&O Baukunst
© Fotos: Wikimedia Commons, Epizentrum, CC-BY-SA-3.0.
Die Stadt Frankfurt will ihr kulturelles Profil weiter schärfen und gezielt ausbauen. Nun fiel der Beschluss für ein zusätzliches Angebot speziell für Kinder und Jugendliche: In Frankfurt soll in den kommenden Jahren ein eigenes Kinder- und Jugendtheater entstehen, entschieden die Stadtverordneten in der Versammlung letzten Donnerstag.
Das Kinder- und Jugendtheater soll in direkter Nähe zum Frankfurter Zoo im ehemaligen Zoogesellschaftshaus entstehen. Das Gebäude aus dem Jahr 1876 ist stark sanierungsbedürftig. Nach umfangreichen Bauarbeiten soll hier eine neue Kultur- und Lernstätte entstehen. Das neue Kulturgebäude befindet sich im Ostend und soll auch jungen Menschen, die nicht aus Frankfurt kommen offenstehen.
Aus ehemaligem Zoogesellschaftshaus werden Kindertheater und Zooschule
In dem dreistöckigen Bestandsbau entsteht zum einen das beschlossene, eigenständige Kinder- und Jugendtheater. Der Fokus liege zunächst darauf, den wachsenden Bedarf im Bereich der kulturellen Einrichtungen abzudecken. Das Theater soll beispielsweise auch Schulen die Möglichkeit bieten, mit Klassen regelmäßig altersgerechte Inszenierungen zu besuchen.
Zum anderen wird auch der Zooschule eine Fläche zugeschrieben. Hier werden Kindern und Jugendlichen die Themen Tierhaltung, Arten- und Naturschutz nähergebracht. Auch die Verwaltung des Zoos soll künftig dort ihren Sitz haben. Für die geplanten Umbauarbeiten wird mit Gesamtkosten in Höhe von 94 Mio. Euro gerechnet.
Sanierung des Frankfurter Zoos: Drei Entwicklungsschritte beschlossen
Die geplante Sanierung des Zoogesellschaftshauses markiert den letzten Schritt eines umfassenden Entwicklungskonzepts für den Frankfurter Zoo. In den vergangenen Monaten hat das Stadtparlament alle drei Bestandteile dieses Konzepts verabschiedet. Ziel ist es, den beliebten Zoo langfristig zu modernisieren und als kulturellen Ort für die Stadtgesellschaft zu stärken.
Nach Ansicht von Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig geht es bei der Weiterentwicklung nicht nur um bauliche Verbesserungen, sondern auch um den Erhalt von Orten der Begegnung. Der Zoo spiele eine wichtige Rolle für das gesellschaftliche Miteinander und solle daher mit besonderem Engagement und Weitblick fit für die Zukunft gemacht werden.
Zukunftspläne für den Zoo Frankfurt: Die Forschung im Fokus
Bereits am 3. April 2025 beschlossen die Stadtverordneten den sogenannten Masterplan „Zookunft2030+“. Das Konzept sieht die umfassende Neugestaltung dreier Areale vor, die Lebensräume in Afrika und Südamerika nachempfunden sind. Vorgesehen sind eine Serengeti-Anlage, ein Regenwaldareal nach dem Vorbild des Lomami-Gebiets und eine Manú-Anlage für südamerikanische Tierarten.
Parallel dazu wird im östlichen Teil des Geländes das „Frankfurt Conservation Center (FCC)“ aufgebaut. Es soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenbringen, die gemeinsam an Lösungen für den globalen Biodiversitätsschutz arbeiten. Der Bau des FCC geht mit der Einrichtung eines zweiten Zooeingangs einher – ein langgehegter Wunsch vieler Besucherinnen und Besucher.
Ein neues Zentrum für Bildung und Kultur mitten in Frankfurt
Die Stadt sieht in der Kombination aus Forschung, Bildung und Unterhaltung einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Zoos. Inhalte aus dem „Frankfurt Conservation Center“ sollen direkt in die pädagogische Arbeit der Zooschule einfließen. Gleichzeitig schafft das Theater neue Anreize für junge Zielgruppen. So soll ein Ort entstehen, der unterschiedliche Perspektiven auf Natur, Wissenschaft und Gesellschaft miteinander verknüpft.
Quellen: Stadt Frankfurt, Kulturportal Frankfurt
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