Der Katharinenhof in Blankenese öffnet am kommenden Wochenende ein letztes Mal seine Türen, bevor die umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles beginnt. Das ehemalige Herrenhaus soll zu einem barrierefreien Kulturort entwickelt werden, der Ausstellungen, Gastronomie und Arbeitsräume vereint.

Die erteilte Baugenehmigung im Juli 2025 ermöglicht eine umfassende Sanierung des Katharinenhofs, die nach derzeitiger Planung innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden soll. / © Abbild: Eigentümerschaft des Katharinenhofs Blankenese
© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Matthias Hansen, CC BY-SA 3.0
Am kommenden Wochenende öffnet der Katharinenhof im Baurs Park noch einmal seine Türen für die Öffentlichkeit. Im Rahmen des „Tags des offenen Denkmals“ können Interessierte das historische Gebäudeensemble am Mühlenberger Weg 33 ein letztes Mal in seiner bisherigen Form besichtigen. Geöffnet ist am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr.
Das Programm umfasst künstlerische Installationen von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste, eine Führung durch den Denkmalschützer Holger Reimers sowie Vorträge des Historikers Joachim Eggeling und des Projektleiters Andreas Anders. Parallel wird eine digitale Teilnahme durch Video- und 3D-Touren angeboten.
Beginn der Sanierungsarbeiten: Katharinenhof im Baurs Park erhält neue Nutzung
Nach dieser Veranstaltung sollen die Bauarbeiten am Katharinenhof beginnen. Die erteilte Baugenehmigung im Juli 2025 ermöglicht eine umfassende Sanierung, die nach derzeitiger Planung innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden soll. Eigentümer und Planer haben angekündigt, eng mit dem Denkmalschutzamt zusammenzuarbeiten, um das Projekt behutsam umzusetzen.
Das Herrenhaus aus dem Jahr 1836 sowie die zugehörige Remise standen über Jahre leer. Nun sollen beide Gebäude denkmalgerecht instand gesetzt und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Dabei gilt es, moderne Anforderungen für einen öffentlichen Betrieb mit dem historischen Charakter des Ensembles zu verbinden.
Barrierefrei und denkmalgerecht: Nutzungskonzept für Kultur und Öffentlichkeit in Hamburg-Altona
Der Katharinenhof soll künftig als barrierefreier Kulturort dienen. Vorgesehen sind Ausstellungen internationaler Künstlerinnen und Künstler, ein gastronomisches Angebot sowie Büroräume. In der ehemaligen Remise entstehen zudem Künstlerwohnungen.
Das Konzept verfolgt das Ziel, den Ort dauerhaft in das kulturelle Leben Hamburgs einzubinden. Laut Planungsteam soll die notwendige Gebäudetechnik für Ausstellungen und Gastronomie so integriert werden, dass der historische Bestand möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Geplante Wiedereröffnung 2027: Katharinenhof in Blankenese als neuer Ort der Begegnung
Das Projekt wird von Beteiligten als Beitrag zur Stärkung des Stadtteils gesehen. Der Katharinenhof soll künftig ein Ort der Begegnung werden, an dem Kunst, Geschichte und Öffentlichkeit zusammenkommen. Der Historiker Joachim Eggeling betonte bei der Vorstellung des Vorhabens die historische Bedeutung des Hauses, das nun nach jahrelangem Stillstand eine neue Funktion erhält.
Wenn die Bauarbeiten wie geplant verlaufen, könnte das denkmalgeschützte Ensemble bereits 2027 wiedereröffnet werden. Bis dahin markiert das bevorstehende Wochenende für viele Besucherinnen und Besucher die letzte Gelegenheit, den Katharinenhof noch im unsanierten Zustand zu erleben.
Quellen: DorfStadt, Baurs Park GbR, ORP ARCHITEKTEN
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