Die Stadt Frankfurt hat die Zukunft der ehemaligen Akademie der Arbeit auf dem Kulturcampus Bockenheim neu geordnet. Während bestehende soziale und kulturelle Nutzungen bis mindestens 2031 gesichert werden, bereitet die Stadt zugleich ein Konzeptverfahren für gemeinschaftliches Wohnen vor.

Ein Foto der "Ada-Kantine" am Campus in Frankfurt Bockenheim

Dem etwa 70 Jahre alten, ehemaligen Gebäude der Akademie der Arbeit am Campus Bockenheim steht ein Wandel bevor. Aktuell befindet sich hier eine Kantine. / © Foto: ada_kantine, Marc Behrens

© Titelbild: AdA_Kantine

ANZEIGE

 

Auf dem Frankfurter Kulturcampus in Bockenheim nimmt die Entwicklung eines weiteren Bausteins konkrete Formen an. Die Stadt Frankfurt hat die ehemalige Akademie der Arbeit (AdA) in den städtischen Liegenschaftsfonds überführt und damit die Grundlage für eine langfristig gemeinwohlorientierte Nutzung geschaffen. Das Gebäude aus den 1950er Jahren soll künftig gemeinschaftliches Wohnen mit sozialen und kulturellen Angeboten verbinden.

Bereits heute wird die Immobilie von unterschiedlichen Initiativen genutzt. Mit der nun beschlossenen Verlängerung der Zwischennutzungen bis zum 31. Juli 2031 erhalten die Akteurinnen und Akteure erstmals eine längerfristige Perspektive. Parallel dazu plant die Stadt ein neues Konzeptverfahren, das nach aktuellem Stand im Herbst 2027 beginnen soll.

ANZEIGE

Ehemalige Akademie der Arbeit: Bestehende Nutzungen bleiben vorerst erhalten

Die ehemalige Akademie der Arbeit ist seit Jahren ein Ort für soziale und kulturelle Projekte in Frankfurt. Im Gebäude befinden sich unter anderem Atelierflächen des Vereins basis, die Wohnrauminitiative FrankfurtRheinMain und die ada_kantine. Auch das Wohnheim mit günstigen Unterkünften für Menschen in Ausbildung bleibt bestehen.

Mit der Verlängerung der Zwischennutzung bis 2031 sollen bestehende Angebote gesichert und Investitionen ermöglicht werden. Parallel plant die Stadt ein gemeinschaftliches Wohnprojekt mit bezahlbarem Wohnraum und öffentlich nutzbaren Flächen für die Nachbarschaft.

Entwicklung eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts: Konzeptverfahren soll 2027 starten

Bis zu einem möglichen Baustart rechnet die Stadt mit mehreren Verfahrensschritten von Ausschreibung und Auswahlprozess bis hin zu Genehmigungen und Anhandgabe. Insgesamt wird derzeit von einem Zeitraum von rund vier Jahren ausgegangen.

ANZEIGE

Die Entwicklung der AdA ist Teil der langfristigen Strategie für den Kulturcampus Bockenheim, dessen Umsetzung die Stadt bereits seit vielen Jahren verfolgt. Neben Wohnraum sollen auf dem Areal künftig auch Einrichtungen aus Kultur, Wissenschaft und Bildung zusammengeführt werden. Der eigentliche Baubeginn für große Teile des Kulturcampus wird derzeit ab 2030 erwartet, eine vollständige Fertigstellung gilt frühestens Mitte der 2030er Jahre als realistisch.

Kulturcampus Bockenheim: Dondorf-Druckerei als weiterer Baustein

Foto der Dondorf Druckerei in Bockenheim

Bis mindestens 2027 nutzt die SCHIRN die zentral gelegene ehemalige Dondorf-Druckerei als temporären Standort für Ausstellungen und Veranstaltungen. / © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2025, Foto Bernd Güßbacher

Parallel zur Entwicklung der AdA läuft auch die Umgestaltung der ehemaligen Dondorf-Druckerei an der Sophienstraße. Das historische Gebäude wird derzeit zwischengenutzt und dient unter anderem der Schirn Kunsthalle sowie verschiedenen Initiativen aus Wissenschaft und Stadtgesellschaft als Standort.

ANZEIGE

Perspektivisch soll dort die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst untergebracht werden. Gemeinsam mit weiteren Neubauten soll so schrittweise ein neuer Kultur- und Bildungsstandort für Frankfurt entstehen. Trotz der langen Planungszeiträume gilt der Kulturcampus weiterhin als eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der Stadt.

Quellen: Stadt Frankfurt am Main, 2og:dondorf

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.