Im „Gallileo“-Turm an der Gallusanlage trifft erneut Finanzwelt auf Kultur. Nach einer umfassenden Sanierung ist das Hochhaus im Frankfurter Bankenviertel wieder vollständig in Betrieb und vereint zwei sehr unterschiedliche Nutzungen unter einem Dach.

Gallileo-Turm

Nach umfassender Modernisierung nutzen die EZB-Beschäftigten seit Ende 2025 die Büros im „Gallileo-Turm“, während das English Theatre Frankfurt den Spielbetrieb im Untergeschoss wieder aufgenommen hat. Vergangene Woche folgte nun die offizielle Wiedereröffnung der Theaterspielstätte. / © Foto: Wikimedia Commons, Boubloub, CC0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Dontworry, CC BY-SA 3.0

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Im „Gallileo-Turm“ an der Gallusanlage ist nach umfangreicher Sanierung wieder der reguläre Betrieb eingezogen. Mit der offiziellen Wiedereröffnung des Sockelbereichs hat das English Theatre Frankfurt seine angestammte Spielstätte zurückerhalten. Das Hochhaus im Frankfurter Bankenviertel verbindet damit erneut kulturelle Nutzung im unteren Gebäudeteil mit Büroarbeitsplätzen in den oberen Etagen der Europäischen Zentralbank.

Das Gebäude, das 2003 fertiggestellt wurde, ist architektonisch als gemischt genutzter Hochhauskomplex konzipiert. Während die oberen Stockwerke klassische Büroflächen für Finanzinstitutionen bieten, ist der öffentlich zugängliche Sockelbereich bewusst als kulturell genutzte Zone gestaltet. Genau diese räumliche Trennung und funktionale Durchmischung prägt die besondere Struktur des Hauses, das nach der Sanierung nun wieder vollständig in Betrieb ist.

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Feierliche Wiedereröffnung: Spielbetrieb im Gallileo startete am 24. April

Die Rückkehr des English Theatre wurde am 24. April 2026 im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung begangen. Unter den Gästen waren Oberbürgermeister Mike Josef, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde sowie Kulturdezernentin Ina Hartwig. Anlass der Feier war zugleich die Premiere des Stücks „Churchill in Moscow“ von Howard Brenton, das den Neustart des Spielbetriebs im Gallileo markierte.

Das Theater hatte den Standort im Sockel des Gallileo-Turm zuvor über rund zwei Jahre verlassen müssen und war in dieser Zeit auf Ausweichspielstätten angewiesen. Bereits im April wurde mit einem Soft Opening und der Wiederaufnahme von „Something Rotten!“ der Übergang zurück in den regulären Spielbetrieb eingeleitet. Mit der Premiere im April ist das Haus nun wieder vollständig an seinem angestammten Ort präsent.

Bürohaus und Kulturraum: Vielseitiger Nutzungsmix im Gallileo-Turm

Im Zuge der Sanierung wurde der Gebäudekomplex technisch und funktional modernisiert. In den oberen Etagen arbeiten inzwischen rund 1.700 Beschäftigte der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank. Der Gallileo-Turm fungiert damit als konzentrierter Verwaltungsstandort im Frankfurter Finanzviertel, während der Sockelbereich weiterhin kulturell genutzt wird.

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Die Stadt Frankfurt hat die Flächen im Erd- und Untergeschoss angemietet und an das Theater weitervermietet, wodurch der Betrieb langfristig gesichert wird. Die klare vertikale Gliederung des Gebäudes bleibt dabei ein zentrales architektonisches Merkmal: oben Bürohochhaus, unten öffentlicher Kulturraum. Mit der Rückkehr des English Theatre wird diese Struktur nun wieder vollständig mit Leben gefüllt und das Hochhaus seiner ursprünglichen Nutzungsidee als hybrides Stadthaus erneut gerecht.

Quellen: Stadt Frankfurt am Main, Skyline Atlas

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