Für das Ku’damm Eck in der Berliner City West ist ein zentraler Meilenstein erreicht. Die Finanzierung für die umfassende Revitalisierung des bekannten Gebäudekomplexes steht, der Baustart ist für das Frühjahr 2026 geplant. Damit rückt die bauliche Neupositionierung eines der markanten Standorte am Kurfürstendamm näher.

Im bekannten Ku’damm Eck war über viele Jahre das Swissôtel untergebracht. Heute nutzen C&A, dm und The North Face die unteren Etagen, künftig soll dort zusätzlich ein Ruby Hotel einziehen. / © Foto: Wikimedia Commons, Moritz Schmid / RSG Group
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© Foto Titelbild: ruby-hotels
Für die geplante Revitalisierung des Ku’damm Ecks hat die Empira Group die Finanzierung gesichert. Ein Bankenkonsortium unter Führung der Berlin Hyp stellt gemeinsam mit der Münchener Hypothekenbank einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag bereit. Damit sind die finanziellen Voraussetzungen für eines der größten innerstädtischen Revitalisierungsprojekte der City West geschaffen.
Nach Angaben von Empira begleitet die Berlin Hyp das Projekt bereits seit mehreren Jahren. Mit dem Einstieg der Münchener Hypothekenbank wurde die Finanzierung nun auf eine breitere Basis gestellt. Mit der gesicherten Finanzierung kann das Projekt nun in die nächste Phase übergehen.
Baustart im Frühjahr 2026: Baugenehmigung und Verträge für das Ku’damm Eck liegen vor
Der Beginn der Baumaßnahmen ist für das Frühjahr 2026 geplant. Die Übergabe der Mietflächen soll ab 2027 erfolgen. Eine Baugenehmigung liegt bereits vor, ebenso eine DGNB-Vorzertifizierung in Platin.
Auch vertraglich ist das Projekt vorbereitet. Der Generalunternehmervertrag wurde mit einem auf komplexe Umbauten spezialisierten Unternehmen geschlossen. Damit sind sowohl planerische als auch organisatorische Voraussetzungen für den Baustart erfüllt.
Hoher Vorvermietungsstand am Ku’damm Eck: Nutzungsmix mit Ruby Hotel, dm, C&A und Dachterrasse
Parallel zur Finanzierung wurde die inhaltliche Neupositionierung des Gebäudes abgeschlossen. Nach Angaben von Empira sind bereits rund 97 Prozent der Flächen vorvermietet. Zu den künftigen Nutzern zählen unter anderem Ruby Hotels, der Konferenzflächenanbieter Spark sowie Einzelhändler wie dm, C&A und The North Face.
Ergänzt werden die Nutzungen durch eine öffentlich zugängliche Dachterrasse mit Panoramablick. Sie soll den Standort zusätzlich öffnen und zur Belebung des Quartiers beitragen. Der Nutzungsmix aus Hotellerie, Einzelhandel, Büro- und Eventflächen ist auf eine langfristige Stabilisierung des Standorts ausgerichtet.
Ruby Hotel am Kurfürstendamm 227 ist mit 375 Zimmern im Ku’damm Eck geplant
Ein wesentlicher Bestandteil der Revitalisierung ist das neue Ruby Hotel im Gebäude am Kurfürstendamm 227. Dort entsteht auf den Etagen fünf bis elf ein Hotel mit 375 Zimmern. Öffentliche Bereiche sind auf der dritten Etage vorgesehen, eine Dachterrasse soll im zwölften Geschoss realisiert werden. Die Eröffnung ist für Anfang 2028 geplant.
Das Gebäude war zuvor Standort des Swissôtel Berlin, das 2018 geschlossen wurde. Nach einer nicht umgesetzten Zwischennutzung als Bürostandort wird das Gebäude nun wieder einer hotelbezogenen Nutzung zugeführt.
City West im Fokus: Revitalisierung des Ku’damm Ecks als strategisches Signal
Mit der Revitalisierung des Ku’damm Ecks setzt Empira auf eine strategische Weiterentwicklung der City West. Der Standort rund um Kurfürstendamm, Breitscheidplatz und Tauentzienstraße zählt weiterhin zu den bedeutendsten Geschäfts- und Erlebniszentren Berlins.
Der geplante Baustart im Frühjahr 2026 markiert dabei einen sichtbaren Wendepunkt. Mit dem nun gesicherten Finanzierungsrahmen rückt die bauliche Umsetzung eines lange vorbereiteten Projekts näher.
Quellen: Ruby, Immobilienmanager, Kudamm Eck, altii, cij, wikipedia, Tagesspiegel
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4 Kommentare
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Das Rendering suggeriert, dass die Skulptur auf der Blockecke entfernt wird. Schade, wenn es so käme, denn die gab dem Gebäude was… (Was wird eigentlich aus der?)
Die Skulptur ist längst entfernt und kommt auch nicht wieder!
„Revitalisierung“ ist die Abkürzung für „alter Wein in neuen Schläuchen“
Kapiere ich nicht so ganz: Das Gebäude war doch seit ewig und zwei Jahren Baustelle, die die Zufahrt von der Augsburger in die Joachimsthaler Straße versperrte!?!