In Berlin-Kreuzberg beginnt die Großbaustelle an der Gneisenaustraße mit Verzögerung. Das Bauprojekt der BVG und der Wasserwerke betrifft die U-Bahn sowie wichtige Versorgungsleitungen und wird den Verkehr über Jahre prägen.

U-Bahnhof Gneisenaustraße (Kreuzberg)

© Titelbild: Wikimedia Commons, Bildarbeiter, CC BY 4.0

 

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In Berlin-Kreuzberg startet eine der größten innerstädtischen Baustellen der kommenden Jahre mit Verzögerung. Entlang der Gneisenaustraße erneuern mehrere Unternehmen gleichzeitig zentrale Infrastruktur. Das Projekt betrifft die U-Bahn, Versorgungsleitungen und den Straßenraum.

  • Ort: Gneisenaustraße
  • Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
  • Beteiligte: BVG, Berliner Wasserbetriebe, Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg
  • Maßnahmen: U-Bahn-Sanierung, Leitungsbau, barrierefreier Ausbau
  • Bauzeit: bis 2029

Die Bauarbeiten an der Gneisenaustraße in Kreuzberg beginnen später als ursprünglich geplant. Erst jetzt hat die BVG mit den Bauarbeiten am Bahnhof selbst begonnen, obwohl die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den Start bereits ein Jahr zuvor angekündigt hatten. Schon damals ließ man mehrere große Platanen entlang der Strecke fällen, um Platz für die Maßnahme zu schaffen.

Bauarbeiten an der Gneisenaustraße betreffen U-Bahn und Leitungsnetz

Damit verschiebt sich der Start eines umfangreichen Infrastrukturprojekts, das sich über mehrere Jahre erstrecken wird. Inzwischen ist der nördliche Fahrstreifen zwischen Südstern und Mittenwalder Straße auf einer Länge von über einem Kilometer gesperrt, wodurch der Verkehr über die südliche Seite der breiten Magistrale umgeleitet wird.

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Die Maßnahme gilt als technisch komplex, da mehrere Bauprojekte parallel umgesetzt werden. Die BVG setzt gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben (BWB) und der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) ein abgestimmtes Baukonzept um, das in sechs Phasen gegliedert ist und voraussichtlich bis 2028/2029 andauert. Parallel zu den Arbeiten an der U-Bahn-Infrastruktur erneuern die beteiligten Versorger mehr als 5,3 Kilometer Leitungen für Trinkwasser, Abwasser und Gas.

Sanierung des U-Bahnhofs Gneisenaustraße mit Folgen für den Verkehr

Der U-Bahnhof Gneisenaustraße. Hier beginnen umfangreiche Bauarbeiten.

Die Gneisenaustraße in Berlin-Kreuzberg wird zur Großbaustelle für die Sanierung von U-Bahn und Versorgungsleitungen. / © Foto: Wikimedia Commons, Phaeton1, CC BY-SA 3.0

Diese Infrastruktur stammt teilweise aus dem frühen 20. Jahrhundert und muss grundlegend modernisiert werden, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Allein die Berliner Wasserbetriebe planen dafür Investitionen in Höhe von rund 23 Millionen Euro.

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Ein Schwerpunkt liegt auf der Sanierung des U-Bahnhofs Gneisenaustraße. Die BVG erneuert unter anderem die Tunneldecke und verbessert den baulichen Zustand der Anlage. Gleichzeitig entsteht ein barrierefreier Ausbau. Dazu gehören ein Aufzug, der schon fertig ist, angepasste Bahnsteighöhen und ein Blindenleitsystem. Da die Maßnahmen bei laufendem Betrieb stattfinden, wird für die U-Bahn jedoch kein Ersatzverkehr benötigt.

Rad- und Gehwege werden dem Baufortschritt folgend immer wieder verschwenkt und bleiben damit grundsätzlich nutzbar. Während der Bauzeit kommt es zu Fahrbahnverengungen und Sperrungen einzelner Abschnitte. Auch angrenzende Straßen sind betroffen.

Quellen: Berliner Morgenpost, Märkische Onlinezeitung, Berliner Verkehrsbetriebe

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3 Kommentare

  1. Claudia Bodin 29. April 2026 at 08:22 - Reply

    Dann öffnet doch endlich die Blücherstraße wieder, damit der Verkehr besser abfließen kann….und die Lilienthalstraße nicht nur für Anlieger frei machen für diesen Zeitraum…..das wäre toll, logisch und würde viel Ärger und Stress ersparen!!!!!

    Das ist alles nicht durchdacht…man fühlt sich wie eine Ratte im Käfig, wenn man nur in die Körtestraße fahren will….alle Kreuzungen zu…totales Chaos!!

  2. Brigitte v.Ungern-Sternberg 2. Mai 2026 at 10:08 - Reply

    Ist der Aufzug fertig und in Betrieb? Und wenn nicht, wann?

    Brigitte v.Ungern-Sternberg

    brigitteungernsternberg@yahoo.de

  3. Manuela 8. Mai 2026 at 17:18 - Reply

    Es fühlt sich an , als wenn ich an der Autobahn wohne und jetzt viermal soviel Autoverkehr ist.

    Die Blücherstr. ist ab Südstern eine Sackgasse und viele fahren da trotzdem rein ,weil das Straßen Schild „Sackgasse“ übersehen wird.
    Was wohl die Anwohner der Blücherstr. dazu sagen ?

    Warum wird der Verkehr nicht mehr über den Columbiadamm geleitet ??

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