Beim Bau des Estrel-Tower in Berlin-Neukölln ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Die Fassadenarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, und nun wird der erste Baukran abgebaut. Gleichzeitig schreitet der Dachbau in 176 Metern Höhe voran.

Der 176 Meter hohe Estrel Tower in Berlin-Neukölln steht mit nahezu vollständig montierter Glasfassade kurz vor dem Abschluss der äußeren Bauarbeiten und wird nach seiner geplanten Eröffnung Ende 2026 das höchste Gebäude der Hauptstadt sein. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Am Estrel-Tower in Berlin-Neukölln hat eine neue Bauphase begonnen. Die Montage der Fassade ist weit vorangeschritten, sodass die Glasflächen inzwischen nahezu den gesamten Turm bedecken. Durch die geschlossene Außenhülle wirkt das Gebäude bereits jetzt wie ein fertiger Teil der Berliner Skyline.
Parallel dazu hat auf der Baustelle der Abbau des ersten Krans begonnen. Damit verändert sich nicht nur das Bild vor Ort, sondern auch die Arbeitsabläufe auf der Baustelle. Mit dem Abbau der Kräne wird der Fokus mehr auf das innere des Turms gelenkt.
Dacharbeiten am Estrel-Tower auf 176 Metern Höhe mit besonderen technischen Herausforderungen
Während ein Kran verschwindet, geht es auf der obersten Ebene des Turms weiter in die Höhe. Dort montiert die Firma Schlichter seit Juni das rund 1.000 Quadratmeter große Aluminiumdach. Dieses Dach weist eine Neigung von 30 Grad auf und erfordert präzise Arbeitsschritte in der Höhe.
Für die Umsetzung sind vier Monate vorgesehen und die Kosten belaufen sich auf etwa 950.000 Euro. Die Fertigstellung ist für September geplant.
Entstehung des höchsten Gebäudes Berlins: Neues Nutzungskonzept seit der Pandemie
Mit seiner Höhe von 176 Metern und insgesamt 45 Etagen wird der Estrel-Tower künftig das höchste Gebäude Berlins sein. Ursprünglich sollte das Areal neben dem Turm mehrere eigenständige Baukörper umfassen, die zusätzliche Veranstaltungsflächen bieten. Die Corona-Pandemie veränderte jedoch die Rahmenbedingungen erheblich.
Statt eines weitläufigen Ensembles entstand ein Konzept, bei dem alle Funktionen in den Turm und ein Sockelgebäude integriert wurden. Der Neubau wird 522 Hotelzimmer, neun Büroetagen, 90 Appartements sowie einen großen Saal für bis zu 1.200 Gäste beherbergen.
Freiraumgestaltung am Fuße des Estrel-Towers: Mehr Grünflächen in Neukölln
Die ursprünglich vorgesehenen Zusatzgebäude weichen einer neu geplanten Freifläche. Nach Angaben des Architekturbüros Barkow Leibinger wird dort eine Wildblumenwiese entstehen, ergänzt durch einen Park am Ufer des Kanals.
Durch diese Entscheidung soll das Umfeld des Hochhauses nicht nur an Aufenthaltsqualität, sondern auch an Offenheit gewinnen. Besucherinnen und Besucher werden künftig von einer großzügig gestalteten Grünfläche empfangen, die den massiven Baukörper optisch einbindet.
Zeitplan im Hochausbau: Eröffnung des Estrel-Towers im Jahr 2026
Die Fertigstellung des Estrel-Tower ist für Ende 2026 vorgesehen. Mit einer Gesamtfläche von 9.300 Quadratmetern für Büros und 3800 Quadratmetern für Veranstaltungen soll der Bau die Position des Estrel als größte Hotel- und Kongresslocation Deutschlands sichern.
Ob das neue Gebäude diese Rolle langfristig festigen wird, hängt auch von der Akzeptanz auf dem Berliner Veranstaltungsmarkt ab. Die kommenden Jahre werden zeigen, welche Bedeutung der Turm für den Stadtteil Neukölln und die gesamte Hauptstadt haben wird.

In 176 Metern Höhe entsteht derzeit das rund 1000 Quadratmeter große Aluminiumdach des Estrel-Towers, während der erste Baukran abgebaut wird; die Fertigstellung des markanten Hochhauses mit 45 Etagen ist für Ende 2026 vorgesehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Estrel Tower, noz, Architektur Urbanistik Berlin, Deutsches Architektur Forum, Barkow Leibinger Architekten
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Ich freue mich immer wieder über den ersten Wolkenkratzer in Berlin – und wie schnell dieser errichtet wurde.