Die Sanierung des Hamburger Fernsehturms nimmt weiter Gestalt an. Mit konkreteren Zeitplänen und deutlich gestiegenen Kosten rückt die Wiedereröffnung des lange geschlossenen Wahrzeichens zwar näher, bleibt aber ein komplexes Großprojekt.

Der „Tele-Michel“ soll wieder öffentlich zugänglich werden. Der Senat verkündete, dass derzeit ein Baubeginn für 2028, und eine Wiedereröffnung im Jahr 2031 angestrebt wird. / © Foto: depositphotos.com / izanbar
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Der Hamburger Fernsehturm, vielen als „Tele-Michel“ bekannt, prägt seit Jahrzehnten die Skyline der Stadt. Doch seit 2001 ist der Turm für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Technische Mängel, neue Sicherheitsanforderungen und fehlende Wirtschaftlichkeit hatten damals zum Aus geführt. Seit einigen Jahren arbeiten Stadt, Eigentümer und Projektpartner daran, das Bauwerk wieder zugänglich zu machen.
Wie der Hamburger Senat berichtet, sind die Planungen inzwischen deutlich konkreter geworden. Nach einer langen Phase von Gutachten, Abstimmungen und Voruntersuchungen steht nun fest, wie die Sanierung technisch umgesetzt werden soll. Dazu gehören unter anderem neue Aufzüge, moderne Brandschutztechnik und eine umfassende Erneuerung der Haustechnik.
Hamburgs Fernsehturm wird saniert: Steigende Kosten und präzisere Planung
Mit der fortschreitenden Planung sind auch die Kosten gestiegen. Aktuell wird von einem Gesamtvolumen im hohen zweistelligen Millionenbereich ausgegangen. Verantwortliche erklärten, dass die Preissteigerungen vor allem auf die gestiegenen Baukosten, strengere Sicherheitsauflagen und den anspruchsvollen Bestand zurückzuführen seien. Der Fernsehturm sei ein Sonderbauwerk, das sich nicht mit einem gewöhnlichen Hochhaus vergleichen lasse.
Bereits im Juni erreichte das Vorhaben einen Meilenstein, als zentrale Planungsentscheidungen getroffen wurden. Damals wurde deutlich, dass ohne eine langfristige Perspektive für den Betrieb keine Wiedereröffnung möglich wäre. Diese Perspektive scheint nun greifbarer zu werden, auch wenn wirtschaftliche Risiken weiterhin bestehen.
Komplex und zeitintensiv: Umbau des „Tele-Michel“ erfolgt schrittweise, Eröffnung nicht vor 2031
Nun verkündete der Senat, dass derzeit ein Baubeginn für 2028, und eine Wiedereröffnung im Jahr 2031 angestrebt wird. Dann soll Besucherinnen und Besuchern eine Aussichtsplattform im 14. Geschoss zur Verfügung stehen, die den Turm wieder zu einem öffentlichen Ort macht. Um Kosten einzusparen, wurde der Entwurf für das Eingangsgebäude zu einer eingeschossigen Bauweise weiterentwickelt. Gastronomische Angebote sind laut Medienberichten ebenfalls Teil der Überlegungen, stehen aber unter dem Vorbehalt der wirtschaftlichen Entwicklung.
Der lange Zeithorizont erklärt sich durch den laufenden Sendebetrieb. Der Fernsehturm ist weiterhin ein zentraler Standort für Rundfunktechnik. Umbauten müssen daher schrittweise erfolgen und dürfen die Funktion als Sendeturm nicht beeinträchtigen. Das macht die Bauabläufe komplex und zeitintensiv.
Mit einem einzigartigen Blick über Hamburg: Wahrzeichen kehrt zurück
Die Wiedereröffnung des 280 Meter hohen Heinrich-Hertz-Turms hätte nicht nur touristische Bedeutung. Als öffentlich zugänglicher Ort in großer Höhe würde er einen neuen Blick auf die Stadt ermöglichen und ein lange verlorenes Stück Stadterlebnis zurückbringen. Gleichzeitig bleibt das Projekt ein Balanceakt zwischen Kostenkontrolle, Denkmalschutz und moderner Nutzung.
Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Klar ist jedoch, dass der Weg zurück für den Hamburger Fernsehturm langsam, aber sichtbar voranschreitet.
Quellen: Hamburger Senat, Behörde für Kultur und Medien, NDR
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