Ein Berliner Pilotprojekt am Priesterweg hat beim Deutschen Fahrradpreis 2026 bundesweite Aufmerksamkeit erhalten. Die Glättung des Kopfsteinpflasters macht den Radverkehr komfortabler, ohne den historischen Charakter der Straße zu verlieren.

Kopfsteinpflaster Priesterweg

Im Rahmen eines Pilotprojekts am Priesterweg wurde das alte Kopfsteinpflaster partiell abgefräst, um Unebenheiten zu reduzieren und eine gleichmäßigere Fahrfläche für Radfahrende zu schaffen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am Priesterweg in Tempelhof-Schöneberg wurde im Rahmen eines Pilotprojekts das Kopfsteinpflaster großflächig geglättet. Ziel ist es, Radfahrenden eine gleichmäßigere Oberfläche zu bieten, den Lärm zu reduzieren und gleichzeitig den historischen Charakter der Straße zu bewahren. Das Verfahren, das im März 2025 umgesetzt wurde, erhielt nun eine Auszeichnung beim Deutschen Fahrradpreis 2026.

Laut Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat die Maßnahme die Unebenheiten deutlich verringert und den Fahrkomfort erhöht. Gleichzeitig bleiben Versickerung und natürliche Oberflächenstruktur erhalten, sodass Umwelt- und Denkmalschutzaspekte berücksichtigt werden.

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Bundesweite Anerkennung für Berliner Kopfsteinpflaster-Pilotprojekt

Die Jury des Deutschen Fahrradpreises würdigte das Priesterweg-Projekt als herausragendes Beispiel, wie Komfort, Sicherheit und Denkmalpflege miteinander verbunden werden können. Unter insgesamt 123 eingereichten Projekten setzte sich das Berliner Vorhaben durch und erhielt eine Platzierung unter den Top-Projekten des Jahres.

Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck betonte, dass die Auszeichnung die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wissenschaft und ausführenden Unternehmen honoriert. Das Projekt soll Modellcharakter für ähnliche Maßnahmen in Berlin und anderen Städten haben.

Auch in Prenzlauer Berg: Abgefrästes Kopfsteinpflaster sorgt für weniger Lärm und mehr Sicherheit

Das Priesterweg-Projekt reiht sich ein in eine Reihe von Berliner Initiativen, die Radverkehr komfortabler machen. Ähnliche Arbeiten wurden im vergangenen Jahr an der Hufelandstraße in Prenzlauer Berg umgesetzt. Auch dort sorgen geglättete Kopfsteinpflasterflächen, abgesenkte Bordsteine und barrierefreie Querungen für eine sichere und angenehme Verbindung für Radfahrende.

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Damit setzt Berlin zunehmend auf Maßnahmen, die Radverkehr, Lärmschutz und Stadtbild in Einklang bringen. Sie bilden eine Grundlage für weitere Vorhaben, die das Ziel verfolgen, Alltagsmobilität nachhaltiger und komfortabler zu gestalten.

Quellen: Der Deutsche Fahrradpreis, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

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One Comment

  1. Schulze 18. März 2026 at 10:45 - Reply

    Die Glättung wurde auch schon in Dresden auf einem Teilstück des Elberadweges / Körnerweg durchgeführt.
    Nachdem eine Asphaltschicht auf dem historischen Sandsteinpflaster wieder entfernt wurde, ist jetzt das geglättete Pflaster für das Fahradfahren an dieser Stelle ein Genuss

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