Für den Umbau des Knotenpunkts am Hohenschönhauser Tor gibt es weiterhin keinen Zeitplan. Was für die Kreuzung Konrad-Wolf-Straße, Weißenseer Weg und Hohenschönhauser Straße geplant ist und warum der Baustart offenbleibt.

Knotenpunkt Hohenschönhauser Tor

© Titelbild: Wikimedia Commons Angela M. Arnold (=44penguins), CC BY-SA 3.0

 

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Wer regelmäßig über das Hohenschönhauser Tor fährt oder läuft, kennt die Situation. Autos stauen sich an den Ampeln, Straßenbahnen kreuzen den Verkehr und auch für Radfahrer bleibt die Kreuzung oft unübersichtlich. Seit Jahren ist deshalb ein Umbau des Knotenpunkts zwischen Weißenseer Weg, Ecke Konrad-Wolf-Straße und Hohenschönhauser Straße im Gespräch.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Adresse: Knotenpunkt Konrad-Wolf-Straße, Weißenseer Weg und Hohenschönhauser Straße
  • Projektstatus: Vorentwurfsplanung liegt vor, weitere Umsetzung offen

Doch obwohl die Planungen bereits vor vielen Jahren begonnen haben, steht bis heute nicht fest, wann überhaupt gebaut wird. Selbst für die nächsten Planungsschritte nennt das Land Berlin keinen Termin. Der Grund: Es fehlen Geld und Personal.

Konrad-Wolf-Straße / Weißenseer Weg: Planungen liegen in der Schublade

Ganz neu ist das Projekt nämlich nicht. Bereits 2017 ließ das Bezirksamt untersuchen, wie sich die stark belastete Kreuzung umbauen lässt. Daraus entstand eine Vorentwurfsplanung, auf deren Grundlage später weitere Verkehrsgutachten erstellt wurden. Diese untersuchten unter anderem, wie Autos, Straßenbahnen, Radfahrer und Fußgänger künftig besser durch den Knotenpunkt geführt werden könnten.

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Trotzdem blieb es bisher bei der Planung. Nach Angaben der Senatsverwaltung fehlen dem Bezirksamt derzeit sowohl die personellen Kapazitäten als auch die Investitionsmittel, um das Projekt weiter voranzubringen. Deshalb gibt es weder einen Termin für weitere Planungen noch einen Bau-Zeitraum.

Zu sehen ist das leerstehende ehemalige DDR-Sporthotel am Hohenschönhauser Tor an der Konrad-Wolf-Straße. Das Gebäude wird für ein neues Stadtquartier mit rund 700 Wohnungen weichen.

Das ehemalige DDR-Sporthotel am Hohenschönhauser Tor kurz vor dem Abriss. Auf dem Areal an der Konrad-Wolf-Straße soll ein neues Quartier mit Wohnungen, Gewerbe und einer Kita entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Hohenschönhauser Tor: Der Handlungsdruck wächst

Dabei verändert sich das Umfeld des Hohenschönhauser Tors zunehmend. Rund um die Kreuzung entstehen neue Wohngebiete oder befinden sich in Planung. Mit den 441 neuen Wohnungen an der Konrad-Wolf-Straße wächst der Handlungsdruck zusätzlich. Das Quartier der landeseigenen WBM steht kurz vor der Fertigstellung, die Vermietung hat bereits begonnen und die ersten Mieterinnen und Mieter sollen voraussichtlich ab Mitte Oktober einziehen.

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Hinzu kommt ein weiteres Großprojekt in unmittelbarer Nachbarschaft. Auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Sporthotels an der Ecke Weißenseer Weg und Konrad-Wolf-Straße soll ein neues Stadtquartier mit rund 700 Wohnungen entstehen. Geplant sind außerdem Gewerbeflächen, eine Kita, Nahversorgung sowie medizinische und soziale Angebote. Das Vorhaben befindet sich jedoch noch im Bebauungsplanverfahren. Ein Baustart wird frühestens ab 2027 erwartet.

Damit werden künftig noch mehr Menschen den Knotenpunkt nutzen – egal ob mit dem Auto, der Straßenbahn, dem Fahrrad oder zu Fuß. Genau deshalb berücksichtigen die aktuellen Bebauungspläne den möglichen Umbau der Straßenkreuzung bereits jetzt. Die Flächen, die später einmal benötigt werden könnten, hält das Land Berlin vorsorglich frei. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Umbau unmittelbar bevorsteht. Solange Finanzierung und Personal fehlen, bleiben die Pläne auf dem Papier.

Der Neubau Konrad-Wolf-Straße in Lichtenberg zeigt moderne Wohngebäude mit Balkonen und privaten Außenflächen; die WBM startet hier die Vermietung für 441 Wohnungen.

Der WBM-Neubau Konrad-Wolf-Straße in Lichtenberg umfasst 441 Wohnungen und startete im Juni 2026 in die Vermietung. / © Foto: WBM / Claudius Pflug

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Quellen: Schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache 19/26225, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Bezirksamt Lichtenberg, Martin Pätzold

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