Der Schlossplatz Köpenick soll im Zusammenhang mit dem Neubau der Langen Brücke umgestaltet werden. Die BVG ordnet ihre Gleise neu, während die beiden Bronzepferde und die historische Uhr neue Standorte erhalten sollen.

Die Aufnahme zeigt das Schild Schlossplatz, die Schlossplatzbrauerei Köpenick und die Außengastronomie vor historischen Häusern.

Die Schlossplatzbrauerei und ihre Außengastronomie prägen den heutigen Platz. Das Gebäude bleibt erhalten, während die umliegende Fläche neu geordnet werden soll. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

ANZEIGE

 

Der Schlossplatz gehört zu den markantesten Orten der Köpenicker Altstadt. Zwischen Gründerzeithäusern, Straßenbahngleisen und Schlossinsel stehen die beiden Bronzepferde, die große Uhr und die gläserne Schlossplatzbrauerei. Doch der heutige Zustand soll nicht bleiben: Mit dem geplanten Ersatzneubau der Langen Brücke will der Senat auch den angrenzenden Platz und seine Verkehrsflächen neu ordnen.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Lage: Schlossplatz Köpenick
  • Projektstatus: Bestandteil der laufenden Planung für den Ersatzneubau der Langen Brücke
  • Geplanter Baubeginn: nach aktuellem Stand 2030

Bei der Informationsveranstaltung zur geplanten Neugestaltung der Langen Brücke in Köpenick zeigte die Senatsverwaltung erstmals genauer, wie weit das Projekt in die Altstadt hineinreicht. Die Planungen enden nicht am östlichen Brückenkopf. Sie umfassen auch Alt-Köpenick, die Einmündung der Grünstraße, Teile der Müggelheimer Straße und die Oberfläche des Schlossplatzes.

ANZEIGE

Die Aufnahme zeigt die Uhr am Schlossplatz Köpenick vor dem Straßenschild Alt-Köpenick und dem Verkehr auf der Müggelheimer Straße.

Die Uhr steht heute am Übergang zwischen Schlossplatz, Alt-Köpenick und Müggelheimer Straße. Ihr künftiger Standort ist noch nicht abschließend festgelegt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Schlossplatz Köpenick wird Teil des Neubaus der Langen Brücke

Der Umbau hängt unmittelbar mit der künftigen Verkehrsführung auf der Langen Brücke zusammen. Der Neubau soll aus drei getrennten Teilbauwerken bestehen. In der Mitte plant der Senat eine eigene Trasse für Straßenbahnen, die auch Busse und Einsatzfahrzeuge nutzen können. Rechts und links davon entstehen die Fahrbahnen für den Autoverkehr. Auf beiden Außenseiten sind breitere Geh- und Radwege vorgesehen.

Diese Neuordnung muss der Senat auf der Altstadtseite weiterführen. Die BVG-Gleise treffen unmittelbar hinter der Brücke auf den Schlossplatz und verzweigen sich dort in Richtung Alt-Köpenick und Müggelheimer Straße.

ANZEIGE

Deshalb betrifft die Planung nicht allein die Schienen. Auch Fahrbahnen, Gehwege, Platzoberflächen, Fahrleitungen und die Übergänge zwischen den einzelnen Verkehrsflächen müssen an die neue Brückengeometrie angepasst werden. Die offizielle Projektbeschreibung umfasst entsprechend den gesamten rund 330 Meter langen Abschnitt zwischen dem Köllnischen Platz und dem Knoten Müggelheimer Straße/Alt-Köpenick.

Das Foto zeigt ein Bronzepferd auf dem Schlossplatz Köpenick vor den historischen Häusern an der Straße Alt-Köpenick.

Eines der beiden Bronzepferde steht am Rand des Schlossplatzes in Köpenick. Im Zuge des geplanten Umbaus soll die Figur einen neuen Standort erhalten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Köpenick: Bronzepferde und Uhr sollen auf dem Schlossplatz umziehen

Besonders sichtbar wird der Umbau an den bekannten Ausstattungselementen des Schlossplatzes in Köpenick. Nach der bei der Informationsveranstaltung präsentierten Planung sollen sowohl die beiden Bronzepferde als auch die große Uhr umgesetzt werden. Ihre endgültigen Standorte stehen allerdings noch nicht fest. Die Präsentation bezeichnete die Oberflächengestaltung ausdrücklich als weiteren Abstimmungspunkt. Damit ist bislang weder entschieden, wie der Platz genau gegliedert wird, noch wo die drei Objekte später stehen.

ANZEIGE

Bei den Pferden handelt es sich um zwei lebensgroße Bronzefiguren, die ohne Sockel direkt auf der Platzfläche montiert sind. Sie stehen derzeit getrennt voneinander an den Rändern des Schlossplatzes und prägen dort die Fußgängerbereiche. Die Uhr befindet sich dagegen nahe der Straßenbahnhaltestelle und der Einmündung Alt-Köpenick. Wegen der neuen Gleis- und Wegeführung kann auch sie nicht unverändert an ihrem bisherigen Platz bleiben.

Das Bild zeigt das zweite lebensgroße Bronzepferd auf dem Schlossplatz Köpenick vor historischen Gebäuden und Geschäften.

Das zweite Bronzepferd steht auf der offenen Platzfläche vor den Gründerzeithäusern. Auch diese Figur soll beim Umbau des Schlossplatzes Köpenick versetzt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Kleinste Brauerei bleibt auf dem Schlossplatz Köpenick

Doch nicht alles soll weichen. Die Schlossplatzbrauerei im gläsernen Pavillon bleibt nach den Angaben der Projektverantwortlichen erhalten. Bei der Informationsveranstaltung wurde deutlich, dass die Planung das Gebäude in die Neugestaltung integriert. Das betrifft auch die Wegebeziehungen rund um den Pavillon und zur angrenzenden Müggelheimer Straße. Die Brauerei bezeichnet sich als kleinste Brauerei Deutschlands und hat nur rund 35 Quadratmeter.

Wie die Außengastronomie, die Platzmöblierung und die Bepflanzung nach dem Umbau aussehen, bleibt nach bisherigen Informationen offen. Die gezeigten Unterlagen markierten lediglich den Bereich, den Planer und BVG noch abstimmen müssen. Auch Materialien, Beleuchtung und die genaue Gestaltung der Oberflächen gehören damit noch nicht zum verbindlich festgelegten Entwurf.

Das Foto zeigt die verglaste Schlossplatzbrauerei in Köpenick mit Außengastronomie, Fahrrädern und Straßenbahnanlagen.

Die Schlossplatzbrauerei soll trotz des geplanten Umbaus an ihrem Standort erhalten bleiben. Die umliegenden Platz- und Verkehrsflächen werden jedoch neu gestaltet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Aktuelle Großbaustelle in das Altstadt Köpenick dauert länger

Der geplante Schlossplatz-Umbau trifft auf eine Altstadt in Köpenick, die bereits seit Anfang 2025 von umfangreichen Bauarbeiten geprägt ist. BVG und Berliner Wasserbetriebe erneuern in mehreren Bauabschnitten Straßenbahngleise, Weichen, Haltestellen sowie Trinkwasser- und Abwasserleitungen. Insgesamt betrifft der Gleisumbau rund zwei Kilometer Strecke; die Wasserbetriebe arbeiten an etwa 1,2 Kilometern Leitungen und Kanälen.

Ursprünglich sollte das gemeinsame Projekt im September 2027 enden. Dieser Termin gilt inzwischen als überholt. Nach aktuellem Stand rechnen die Beteiligten erst im Frühjahr 2028 mit dem Abschluss.

Schlossplatz Köpenick

 

Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, BVG, Berliner Wasserbetriebe, Berliner Kurier

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

14 Kommentare

  1. Rosi 24. Juli 2026 at 09:22 - Reply

    Ist das wirklich notwendig,sauber und ordendlich,alles am Platz bleibt alles hat seine Geschichte! (alte Postkarten Bücher etc.)

  2. A.Carla Mohs 24. Juli 2026 at 13:43 - Reply

    Ich habe diesen “ Platz“ nie als solchen wahrgenommen.Er wirkte wie eine etwas breitere Straße.

  3. Gregor 24. Juli 2026 at 19:36 - Reply

    Ich frage mich grade was dagegen spricht den Schloßplatz so zu belassen?!
    Obwohl es ja nur ein eher kleiner Platz ist, ist er trotzdem weiträumig und wenn zb Köpenicker Sommer oder andere Feste sind, war es eigentlich immer ganz schön.
    Und das größte Problem was ich damit habe, das dieser Umbau bestimmt ganz nach Berliner Art, Jahre in Anspruch nehmen wird!
    Daher kann und soll der Platz gerne so bleiben wie er ist!

  4. Kalle 25. Juli 2026 at 12:27 - Reply

    Ich befürchte bei manchen Fahrten Strapazen und langeWartezeiten auf Busse und Straßenbahn. Die BVG ist zur Zeit trotz vorheriger Versprechen und Planungen sowieso völlig überfordert. Dann steht man da und ist mit seinem Latein am Ende.

  5. Julia 25. Juli 2026 at 13:52 - Reply

    Warum wird nicht da erneuert wo es wirklich notwendig ist, sondern historisches zerstört? Wird es da so hässlich bepflastert wie überall? 2 Jahre Riesenbaustelle? Funktioniert in dieser Stadt eigentlich irgendwas oder hat der Bruder von irgendwem eine Baufirma und braucht Geld? Es ist wirklich Wahnsinn was hier abgeht.

  6. Irene 25. Juli 2026 at 14:02 - Reply

    Es sollte so bleiben, denn ein Umbau würde nicht passen. Ich kenne das aus meiner Kindheit schon so. Und das ist doch Quatsch wenn man alles anders machen möchte, kostest Millionen Euro.

  7. Ingrid Ternick 25. Juli 2026 at 16:18 - Reply

    Meine Frage wäre, was wird aus dem Markt am Dienstag und Donnerstag und wo wird der Sparkassenwagen stehen?
    Denn Einkaufsmöglichkeiten für Fisch 🐟, Geflügel und frisches Obst und Gemüse fehlen ja in der Altstadt total.

  8. Cornelia 25. Juli 2026 at 18:31 - Reply

    Köpenick ist eine einzige Baustelle und man hat den Eindruck, dass alles ohne Plan geschieht, denn die Verkehrssituation ist katastrophal. Statt besser wird es immer schlimmer.

  9. Conny 25. Juli 2026 at 22:45 - Reply

    Köpenick baut sich kaputt.
    Hauptsache der Strom fließt und Adlershofer Straßen sind dadurch auch kaputt. Dafür ist Geld da

  10. Simone B. 26. Juli 2026 at 02:01 - Reply

    Ich verstehe das ganze Gemecker nicht.
    Der Bau der Brücke ist seit Jahrzehnten überfällig.
    Soll sie auch einstürzen, wie die Brücke in Dresden? Dann ist das Geschrei noch grösser, dass man nichts macht.
    Das die Brücke breiter wird, was dem Zuwachs an Verkehr entspricht ist doch verständlich.
    Wenn wegen der Zu- und Abfahrtswege Teile des Schlossplatzes betroffen sind, dann ist das nicht schön, aber notwendig.
    Das die ganzen jahrelangen Baustellen in Köpenick nerven ist verständlich, aber seien wir froh, dass alles neu gemacht wird.
    Wichtig ist doch eher, dass der neue Schlossplatz schön wird und zu Alt Köpenick passt.
    Übrigens sah der Schlossplatz früher völlig anders aus und auch die Pferde und die Uhr stehen dort erst seit dem Umbau in den 80er Jahren.
    Da hatte die DDR nämlich schon mal vieles umgebaut und abgerissen wegen des zunehmenden Verkehrs, sowohl den Schlossplatz, als auch die Müggelheimer Strasse.

  11. L.R. 26. Juli 2026 at 10:52 - Reply

    Es sollen uns die alten Plätze genommen werden. Das ist wie im Mittelalter es werden immer die alten Götzen genommen damit das Volk es vergisst wie es einmal war. Beispiel: Palast der Republik

  12. Ritter 26. Juli 2026 at 13:12 - Reply

    Die Umgestaltung des Schloßplatzes ist wohl im Zuge der neuen Brücke nötig. Hauptsache es werden jetzt die derzeitigen Bauarbeiten in der Rirchstr. / Rosenstr. und Kietzer Str. zügig beendet😂🍀🍀🍀🍀🍀🍀🍀

  13. S.M. 28. Juli 2026 at 09:19 - Reply

    Wäre zu hoffen, dass ein intelligenter, vorausschauender Mensch die Planung macht🍀🍀🍀 und nicht wie zur Zeit 30 Menschen auf einem 4m² großen Streifen neben der Fahrbahn an der roten Ampel warten müssen ✊🏻😜

  14. Mona 28. Juli 2026 at 11:58 - Reply

    Für solchen Mumpitz ist immer Geld da. Humbug und Krieg, mehr möchte deutschlands Politik nicht 🤦‍♀️

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.