Für das neue Kombibad am Kienberg in Marzahn-Hellersdorf steht ein konkreter Zeitplan. ENTWICKLUNGSSTADT verrät, ab wann in der neuen Anlage geschwommen werden kann.

Die Karte zeigt den Geltungsbereich des Bebauungsplans 10-118 für das Kombibad „Multifunktionsbad Kienberg“ zwischen Kienberg, Jelena-Šantić-Friedenspark und Hellersdorfer Straße in Marzahn-Hellersdorf. Der geplante Standort ist rot umrandet dargestellt.

Der rot markierte Geltungsbereich des Bebauungsplans 10-118 umfasst die Flächen für das Kombibad „Multifunktionsbad Kienberg“ in Marzahn-Hellersdorf. / © Grafik: BA Marzahn-Hellersdorf

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Seit Jahren wartet Marzahn-Hellersdorf auf ein neues Schwimmbad. Nun gibt es einen konkreteren Fahrplan für das geplante „Kombibad Kienberg“. Noch ist nicht alles final entschieden, doch mehrere Termine zeigen, wann aus der Planung ein Bauprojekt werden könnte.

  • Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
  • Standort: Jelena-Šantić-Friedenspark am Kienberg
  • Projektstatus: Bebauungsplanverfahren und Machbarkeitsstudie laufen
  • Öffentlichkeitsbeteiligung: 17. Juni bis 17. Juli 2026
  • Budget: 35,4 Millionen Euro
  • Baubeginn: voraussichtlich 2027
  • Fertigstellung: voraussichtlich 1. Quartal 2030

Wann kann Marzahn-Hellersdorf im neuen Kombibad am Kienberg schwimmen? Diese Frage lässt sich noch nicht endgültig beantworten. Klar ist aber: Das Projekt hat einen neuen Stand erreicht. Die Finanzierung steht nach Angaben der Senatsverwaltung für Inneres und Sport bei insgesamt 35,4 Millionen Euro. Davon entfallen 25,1 Millionen Euro auf das Funktionsbad und 10,3 Millionen Euro auf das Außenbecken.

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Der Standort steht ebenfalls fest. Das neue Bad soll im Jelena-Šantić-Friedenspark am Kienberg entstehen. Der Bezirk hatte zuvor eine Standortanalyse durchgeführt. Für das Vorhaben läuft das Verfahren zum „Bebauungsplan 10-118“. Die Beteiligung der Öffentlichkeit läuft noch bis zum 17. Juli 2026. Danach folgt die weitere Auswertung im Bezirk.

Der Blick vom Kienberg zeigt die Wohngebiete von Marzahn-Hellersdorf mit dem Berliner Fernsehturm im Hintergrund. Im Vordergrund sind die Seilbahn der Gärten der Welt und Grünflächen rund um den geplanten Standort des Kombibads „Multifunktionsbad Kienberg“ zu sehen.

Blick vom Kienberg über Marzahn-Hellersdorf: Im Bereich des Jelena-Šantić-Friedensparks soll das Kombibad „Multifunktionsbad Kienberg“ entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Machbarkeitsstudie soll Ende August oder Anfang September 2026 fertig sein

Ein wichtiger nächster Schritt ist die Machbarkeitsstudie der Berliner Bäder-Betriebe. Sie soll nach aktuellem Stand Ende August oder Anfang September 2026 abgeschlossen werden. Die Studie prüft, wie Halle und Außenbereich am Standort zusammen funktionieren können. Erste Zwischenberichte klingen vielversprechend.

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Untersucht werden mehrere Fragen: Wo liegt die Schwimmhalle? Wie wird das Außenbecken angeordnet? Wie kommen Besucherinnen und Besucher auf das Gelände? Wie funktionieren Anlieferung, Rettungswege und Betrieb? Auch die besondere Lage am Kienberg und die Einbindung in die Parklandschaft spielen dabei eine Rolle.

Das Foto zeigt den Hügel hinter dem Bezirksinformationszentrum am Kienberg in Marzahn-Hellersdorf. Auf dem Gelände im Jelena-Šantić-Friedenspark ist das geplante „Kombibad Kienberg“ mit Schwimmhalle und Außenbecken vorgesehen.

Der Blick zeigt den Hügel hinter dem Bezirksinformationszentrum am Kienberg. Auf dieser Fläche im Jelena-Šantić-Friedenspark soll das geplante „Kombibad Kienberg“ in Marzahn-Hellersdorf entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Aufsichtsrat soll im November über „Kombibad Kienberg“ beraten

Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie soll das Projekt im November 2026 in den Aufsichtsrat der Berliner Bäder-Betriebe kommen. Dort soll entschieden werden, ob das Detailkonzept als Grundlage für die Ausschreibung ausreicht.

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Geplant ist eine funktionale Leistungsbeschreibung. Darin legen die Berliner Bäder-Betriebe fest, wie das Bad aussehen und funktionieren soll. Danach soll nicht in vielen Einzelschritten ausgeschrieben werden. Stattdessen prüfen die Bäder-Betriebe die Vergabe an einen Totalunternehmer. Dieser Ansatz soll Planung und Bau bündeln und das Verfahren beschleunigen.

Ausschreibung für „Kombibad Kienberg“ könnte Anfang 2027 starten

Wenn der Aufsichtsrat zustimmt, könnte die Ausschreibung Anfang 2027 beginnen. Einen verbindlichen Baubeginn gibt es noch nicht. Nach aktuellem Zeitplan rechnen die Berliner Bäder-Betriebe aber damit, dass 2027 mindestens die bauvorbereitenden Schritte starten können.

Das neue „Kombibad Kienberg“ soll ein Sportbecken mit sechs Bahnen und 25 Metern Länge erhalten. Ergänzend ist ein Lehrschwimmbecken mit 10 mal 16,6 Metern vorgesehen. Außen soll eine freiförmige Poollandschaft entstehen. Außerdem planen die Berliner Bäder-Betriebe eine Liegewiese und Gastronomie. Das Bad soll vor allem der Öffentlichkeit offenstehen, aber auch Schulschwimmen und Vereinssport ermöglichen.

Das Foto zeigt den Jelena-Šantić-Friedenspark am Kienberg in Marzahn-Hellersdorf. Auf Teilen der Grünfläche soll das geplante „Kombibad Kienberg“ mit Schwimmhalle, Außenbecken und Liegewiesen entstehen.

Der Jelena-Šantić-Friedenspark am Kienberg ist der geplante Standort des „Kombibads Kienberg“. Der Bebauungsplan sieht auf Teilen der Grünfläche ein neues Hallenbad mit Außenbecken vor. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

„Kombibad Kienberg“: Fertigstellung derzeit für erstes Quartal 2030 geplant

Als Ziel für die Fertigstellung nennen die Berliner Bäder-Betriebe derzeit das erste Quartal 2030. Dieser Termin hängt jedoch vom weiteren Verfahren, vom Ergebnis der Ausschreibung und von den nächsten politischen Beschlüssen ab. Eine Garantie für diesen Zeitpunkt gibt es deshalb nicht.

Für Marzahn-Hellersdorf wäre das Bad ein wichtiger Ausbau der Schwimminfrastruktur. Die Senatsverwaltung verweist darauf, dass der Bezirk bei Wasserflächen pro 1.000 Einwohner im Berliner Vergleich weit hinten liegt. Auch deshalb erhält das Projekt nun hohe Priorität. Entscheidend wird jetzt, ob Bebauungsplan, Machbarkeitsstudie, Aufsichtsrat und Ausschreibung ohne größere Verzögerungen ineinandergreifen.

Kombibad am Kienberg

 

Quellen: Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Berliner Bäder Betrieb

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One Comment

  1. Löwe 7. Juli 2026 at 00:21 - Reply

    Zitat:“Laut DLRG sank die Zahl der Schwimmbäder bundesweit von rund 7.800 im Jahr 2000 auf heute etwa 6.000. Rund die Hälfte gilt als sanierungsbedürftig. Bleiben Investitionen aus, könnte in den kommenden drei Jahren etwa jedes siebte öffentliche Schwimmbad schließen“ https://www.telepolis.de/article/Ertrinken-im-Sommer-Warum-Maenner-sterben-und-Kinder-nicht-schwimmen-lernen-11354174.html

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