In Köpenick entstehen an der Filmfabrik zwei neue Wohnhäuser mit 36 Eigentumswohnungen. Das Projekt „BUWOG ARBOR“ ergänzt das Quartier nahe Müggelspree, Bellevuepark und ehemaligem Kabelwerk.
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Filmfabrik in Köpenick verändert sich das Gelände sichtbar. Links und rechts des großen Quartiers-Spielplatzes entstehen zwei neue Wohnblöcke. Daneben steht weiterhin eine große Ruine, die an die industrielle Vergangenheit des Areals erinnert.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: An der Filmfabrik 9 und 11, 12555 Berlin
- Nutzung: Eigentumswohnungen
- Umfang: 36 Wohnungen in zwei Häusern
- Fertigstellung: voraussichtlich 2028
An der Filmfabrik in Köpenick rückt ein lange ruhiger Teil des Quartiers wieder in den Blick. Auf zwei Baufeldern entstehen die Häuser des Projekts „BUWOG ARBOR“. Sie liegen links und rechts eines bestehenden Spielplatzes und schließen eine Lücke innerhalb eines bereits entwickelten Wohnareals. Die beiden Baukräne sind inzwischen von der Friedrichshagener Straße aus sichtbar. Auf der Baustelle sind Baugruben, erste vorbereitete Bodenplattenbereiche und gelagerte Dämmmaterialien zu erkennen.

Die Neubauten entstehen innerhalb des bestehenden Quartiers an der Filmfabrik. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neubau in Köpenick: Zwei Häuser neben dem Spielplatz
Die BUWOG plant an der Filmfabrik 9 und 11 insgesamt 36 Eigentumswohnungen. Das Angebot reicht von kompakten 2-Zimmer-Wohnungen bis zu größeren 5-Zimmer-Wohnungen. Laut Projektseite entstehen 23 Zwei-Zimmer-, neun Drei-Zimmer-, drei Vier-Zimmer- und eine Fünf-Zimmer-Wohnung. Mehr als die Hälfte der Wohnungen soll barrierefrei geplant sein. Jede Wohnung erhält einen Balkon, eine Terrasse oder einen Gartenanteil.
Die beiden Gebäude entstehen in Holzhybridbauweise. Zusätzlich nennt die BUWOG einen Effizienzhaus-40-Standard, Photovoltaik auf den Dachflächen, Luft-Wasser-Wärmepumpen, dezentrale Warmwasserbereitung und Regenwasser-Versickerung auf dem Grundstück. Geplant sind außerdem 12 Pkw-Außenstellplätze mit Vorbereitung für Ladeinfrastruktur, 87 überdachte Fahrradstellplätze und sieben Lastenradstellplätze.

So soll das Quartier mit den Neubauten von „BUWOG ARBOR“ in Köpenick aussehen. / © Visualisierung: BUWOG
Wohnen zwischen Filmfabrik, Kabelwerk und großer Ruine
Das Umfeld macht den Standort besonders auffällig. Direkt neben dem Neubau steht eine große, leerstehende Ruine. Sie gehört nicht zum Projekt „BUWOG ARBOR“, prägt aber den Eindruck vor Ort stark. Auch das benachbarte frühere Kabelwerk Köpenick verändert sich. Dort plant die BUWOG mit „CÖPIUS“ ein größeres Quartier mit Wohnungen, Gewerbeflächen, Grünanlagen und einer Kita.
Die historische Filmfabrik selbst geht auf die 1920er Jahre zurück. Die denkmalgeschützte Gesamtanlage der früheren Glanzfilm AG liegt an der Friedrichshagener Straße und umfasst auch Teile des heutigen Areals „An der Filmfabrik“. Später nutzte Kodak den Standort, zu DDR-Zeiten arbeiteten dort die Fotochemischen Werke Köpenick. Heute treffen auf engem Raum sanierte Industriebauten, Neubauten, Baustellen und ruinöse Restbestände aufeinander.
Köpenick: Neue Wohnungen nahe Müggelspree und Bellevuepark
Die Lage zählt zu den wichtigsten Faktoren des Neubau-Projekts in Köpenick. Die Müggelspree liegt nur wenige Gehminuten entfernt. Der Bellevuepark befindet sich in unmittelbarer Nähe. Auch die Friedrichshagener Straße mit ÖPNV-Anbindung und Nahversorgung ist schnell erreichbar. Damit entsteht der Neubau nicht am Rand, sondern mitten in einem Gebiet, das sich schrittweise von einem früheren Industrie- und Gewerbestandort zu einem Wohnquartier wandelt.
Mit „BUWOG ARBOR“ bekommt Köpenick keine Großsiedlung, sondern eine gezielte Ergänzung im Bestand. Die zwei neuen Wohnblöcke fügen sich zwischen Spielplatz, bestehenden Wohnhäusern und Klinkerbauten ein. Die Fertigstellung ist nach Angaben der BUWOG für 2028 vorgesehen.
„BUWOG ARBOR“
Quellen: BUWOG, Immowelt, Denkmaldatenbank Berlin
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