In Köpenick wird die Köpenicker-Allee-Brücke ab 2027 instandgesetzt. Dafür wird die Rudolf-Rühl-Allee für vier bis sechs Wochen voll gesperrt. Pendler und Anwohnende müssen sich in dieser Zeit auf Umleitungen, längere Fahrzeiten und Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen.

Die Köpenicker-Allee-Brücke an der Rudolf-Rühl-Allee in Köpenick überspannt am S-Bahnhof Wuhlheide mehrere Gleisanlagen und zeigt ihre historische Stahlkonstruktion. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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In Köpenick steht ein spürbarer Eingriff in den Verkehr bevor. Die Köpenicker-Allee-Brücke an der Rudolf-Rühl-Allee soll im Jahr 2027 instandgesetzt werden. Die Maßnahme ist bereits konkret geplant. Aktuell laufen Abstimmungen und Vorbereitungen im Bezirk Treptow-Köpenick.
Die Brücke liegt direkt am S-Bahnhof Wuhlheide. Sie verbindet wichtige Strecken zwischen Friedrichsfelde, Karlshorst und Köpenick. Täglich nutzen sie Autos, Radfahrer und Fußgänger. Vor allem im Berufsverkehr sind Staus auf Grund des großen Verkehrsaufkommens hier an der Tagesordnung. Gleichzeitig verlaufen darunter mehrere Gleise der S- und Fernbahn. Genau diese Lage macht die Bauarbeiten kompliziert.
Doch der Zustand der Köpenicker-Allee-Brücke gilt als kritisch. Bei der letzten Prüfung wurde eine Zustandsnote von 2,9 festgestellt. Das ist die Grenze eines noch ausreichenden Zustands. Schon jetzt dürfen Fahrzeuge die Brücke nur bis maximal 12 Tonnen befahren.
Fahrbahnbelag auf Brücke an der Rudolf-Rühl-Allee wird erneuert
Fachleute gehen davon aus, dass sich der Zustand weiter verschlechtern wird. Ohne Eingriff drohen zusätzliche Einschränkungen. Im schlimmsten Fall müsste die Brücke kurzfristig gesperrt werden. Zuletzt wurde in Treptow-Köpenick die Wuhlheide-Brücke wegen ähnlicher Probleme von heute auf morgen vollgesperrt und dann sogar ersatzlos abgerissen. Die Instandsetzung der Köpenicker-Allee-Brücke soll genau das verhindern und Zeit bis zu einem späteren Neubau schaffen.
Geplant sind mehrere konkrete Maßnahmen. Der Fahrbahnbelag wird komplett erneuert. Dazu kommt eine neue Abdichtung, die das Bauwerk langfristig schützen soll. Außerdem werden neue Geländer montiert. Parallel dazu wird der Stahlüberbau umfassend gegen Korrosion behandelt.
Die Brücke selbst ist über 120 Jahre alt. Sie wurde im Jahr 1900 gebaut und später erweitert. Heute ist sie rund 36 Meter lang und gut 10 Meter breit. Für den heutigen Verkehr ist das vergleichsweise schmal. Auch deshalb sind die Arbeiten notwendig.

Die Unterseite der Köpenicker-Allee-Brücke an der Rudolf-Rühl-Allee zeigt den Stahlüberbau mit Korrosionsspuren. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Köpenicker-Allee-Brücke: Vollsperrung für vier bis sechs Wochen
Für die Bauarbeiten wird die Rudolf-Rühl-Allee vollständig gesperrt, wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt mitteilt. Eine Teilsperrung ist nicht möglich. Dafür fehlt der Platz auf der Brücke. Die Arbeiten greifen direkt in die Konstruktion ein.
Die Vollsperrung ist für das Jahr 2027 vorgesehen und soll nach aktuellem Stand vier bis sechs Wochen dauern. In dieser Zeit wird der gesamte Verkehr umgeleitet. Gleichzeitig werden Sperrpausen im Bahnverkehr genutzt, um Arbeiten über den Gleisen durchführen zu können.
Für Anwohner und Pendler in Köpenick wird die Vollsperrung also doppelt spürbar sein. Die Köpenicker-Allee-Brücke ist eine zentrale Verbindung. Fällt sie weg, verteilt sich der Verkehr auf Alternativen, die auf Grund des Umbaus des S-Bahnhofs Köpenick zum Regionalbahnhof eh rar sind.
Und auch der Bahnverkehr ist betroffen. Die S-Bahnlinie S3 wird in der Zeit der Bauarbeiten nicht fahren. Pendler müssen in dieser Zeit mit Umstiegen und längeren Wegen rechnen.

Der Bereich unter der Köpenicker-Allee-Brücke an der Rudolf-Rühl-Allee dient als Zugang zum S-Bahnhof Wuhlheide und zum FEZ-Berlin. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Köpenicker-Allee-Brücke an der Rudolf-Rühl-Allee (Köpenick)
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Morgenpost
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