Unweit von Berlin hat der Bau eines neuen Einsatztrainingszentrums für den Zoll offiziell begonnen. In Königs Wusterhausen entsteht ein moderner Standort, an dem künftig bundesweit Beschäftigte auf ihre Einsätze vorbereitet werden.

Beim ersten Spatenstich in Königs Wusterhausen waren unter anderem Bürgermeisterin Michaela Wiezorek, Elisabeth Kaiser, Vertreter von BImA, Zoll und Goldbeck sowie weitere Projektbeteiligte anwesend. / © Foto: BImA
© Titelbild: POMMES PartGmbH
Mit dem ersten Spatenstich hat in Königs Wusterhausen der Bau eines neuen Einsatz- und Trainingszentrums (ETZ) für den Zoll begonnen. Der Standort im Quartier Königspark, südöstlich von Berlin, ist Teil eines bundesweiten Programms zur Modernisierung der Ausbildungsinfrastruktur. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) realisiert das Projekt gemeinsam mit einem Generalunternehmer im Rahmen eines einheitlichen Baukonzepts.
- Standort: Königs Wusterhausen (Königspark, nahe Berlin)
- Projekt: Einsatz- und Trainingszentrum des Zolls
- Fläche: ca. 13.500 m² Bruttogeschossfläche
- Baustart: Mai 2026
- Bauherr / Entwickler: BImA, Umsetzung durch Goldbeck
Auch Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Kommune betonten beim Baustart die regionale Bedeutung des Vorhabens. Der neue Standort soll nicht nur die Ausbildungskapazitäten des Zolls erweitern, sondern auch langfristig in die Entwicklung des wachsenden Gebiets im Berliner Umland eingebettet werden.
Zoll in Königs Wusterhausen: Training unter realitätsnahen Bedingungen
Das geplante Zentrum umfasst mehrere funktionale Gebäudeteile, darunter ein Einsatztrainingsgebäude, eine Raumschießanlage sowie eine Sporthalle. Ziel ist es, Einsatzsituationen möglichst realitätsnah abbilden zu können. Dafür werden unterschiedliche Szenarien aus dem Arbeitsalltag des Zolls nachgestellt, etwa in simulierten Innenräumen oder Fahrzeughallen.
Die Anlage ist so konzipiert, dass Trainingsabläufe aus erhöhten Laufstegen überwacht und gesteuert werden können. Ergänzt wird das Konzept durch moderne Technik in der Schießanlage sowie durch Verwaltungs- und Besprechungsbereiche, die den Betrieb des Zentrums unterstützen.

Das Areal „Königspark“ in Königs Wusterhausen umfasst rund 56 Hektar und soll sich zu einem gemischt genutzten Quartier entwickeln. Ein Teil des Geländes wurde an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben veräußert, die dort das Einsatztrainingszentrum für den Zoll errichten wird. / © Foto: Periskop Partners
Seriell und nachhaltig: Bauprogramm für elf Zoll-Trainingszentren
Das Projekt ist Teil eines bundesweiten Bauprogramms für insgesamt elf Zoll-Trainingszentren. Die Umsetzung erfolgt in serieller Bauweise, bei der Bauelemente industriell vorgefertigt und vor Ort montiert werden. Dadurch sollen Bauzeiten verkürzt und Prozesse standardisiert werden.
Neben Effizienz spielt auch Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Vorgesehen sind Photovoltaikanlagen auf Dächern und Fassaden, begrünte Gebäudeteile sowie Materialien mit reduzierter Umweltbelastung. Nach aktuellem Stand soll das Zentrum 2028 fertiggestellt und an die Zollverwaltung übergeben werden. Damit zählt Königs Wusterhausen zu den ersten Standorten im Raum Berlin-Brandenburg, an denen das Programm konkret in die Bauphase übergeht.
Quellen: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bastmann + Zavracky GmbH Architekten und Generalplaner, Periskop Partners AG
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