In Hohenschönhausen entsteht ein neuer Grundschulstandort. Die Berliner Schulbauoffensive hat den Bau einer dreizügigen Grundschule in der Klützer Straße beschlossen. Damit sollen dringend benötigte Schulplätze im Bezirk Lichtenberg geschaffen werden.
© Titelbild: depositphotos.com / Syda_Productions
Die Berliner Schulbauoffensive hat im Juli die Aufnahme eines weiteren Projekts in Lichtenberg bestätigt. In der Klützer Straße in Berlin-Hohenschönhausen soll eine dreizügige Grundschule mit insgesamt 432 Plätzen entstehen. Ergänzt wird das Bauvorhaben durch eine Sporthalle, die zwei Hallenteile umfassen wird. Bauherrin ist die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE, die den Neubau in serieller Holzbauweise plant.
Ein konkreter Termin für den Baustart ist noch nicht festgelegt. Dennoch gilt die Entscheidung als wichtiger Schritt, da die vorhandenen Kapazitäten im Bezirk Lichtenberg nicht mehr ausreichen. Gerade im nördlichen Teil Hohenschönhausens wächst der Druck auf die bestehenden Grundschulen kontinuierlich, sodass neue Plätze dringend benötigt werden.
Hohenschönhausen: Engpässe an Schulen verschärfen sich durch Wohnungsbauprojekte
Vorausgegangen war ein Schreiben der Lichtenberger Bezirksstadträtin für Schule und Sport, Sandy Mattes (SPD), an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Darin schilderte sie die Situation an den Grundschulen in Neu-Hohenschönhausen als sehr angespannt. Viele Schulen nähmen bereits deutlich mehr Kinder auf, als ursprünglich geplant war.
Mattes wies darauf hin, dass zusätzliche Belastung durch neue Wohnungsbauprojekte zu erwarten sei. Mit dem Zuzug weiterer Familien werde die Zahl der Schülerinnen und Schüler weiter steigen. Damit wohnortnahe Beschulung gewährleistet bleibt, brauche es neue Standorte, die das bestehende Netz an Grundschulen erweitern.
Haltung des Bezirksamts Lichtenberg: Neue Grundschule soll spürbare Entlastung bringen
Nach dem Beschluss erklärte Mattes, dass die Aufnahme des Standorts Klützer Straße in die Schulbauoffensive für sie eine große Erleichterung bedeute. Sie betonte, dass die Grundschulen in Hohenschönhausen bereits jetzt überlastet seien und die Situation für Kinder und Lehrkräfte eine Herausforderung darstelle.
Das Bezirksamt verfolgt daher das Ziel, den Neubau so schnell wie möglich umzusetzen. Nur eine zügige Fertigstellung könne dafür sorgen, dass der Druck auf die bestehenden Schulen nachlässt und der Bezirk seinem Bildungsauftrag weiterhin gerecht wird.
Hintergrund der Schulbauoffensive: Neubauten und Sanierungen im ganzen Stadtgebiet
Die Berliner Schulbauoffensive läuft seit rund neun Jahren und verbindet den Neubau von Schulen mit der Sanierung vorhandener Gebäude. So will die Stadt den steigenden Bedarf an Schulplätzen abdecken und gleichzeitig den Sanierungsstau an vielen Standorten abbauen. Ein Projekt wird jeweils aufgenommen, sobald die Senatsverwaltung für Bildung einen zusätzlichen Bedarf bestätigt.
Dieses Verfahren soll sicherstellen, dass Bezirke flexibel auf Entwicklungen reagieren können. Besonders in wachsenden Stadtteilen wie Neu-Hohenschönhausen wird die Offensive damit zu einem zentralen Instrument, um wohnortnahe Beschulung dauerhaft sicherzustellen.
Bauweise der Schule im Fokus: Serieller Holzbau soll Kosten senken und Bauzeit verkürzen
Neben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ist die HOWOGE als Bauherrin für die Schule verantwortlich. Sie setzt auf serielle Holzbauweise, die standardisierte Abläufe nutzt, um Baukosten zu reduzieren und Projekte schneller fertigzustellen.
In Lichtenberg wurden bereits Schulneubauten nach diesem Prinzip geplant und befinden sich im Bau. Die Schule in der Klützer Straße ergänzt dieses Netz und soll nicht nur dringend benötigte Kapazitäten schaffen, sondern auch ein Beispiel für moderne Bauweise im Bildungsbereich liefern.
Quellen: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, HOWOGE
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