Für das Gebiet rund um das Kottbusser Tor und die Prinzenstraße liegt nun eine Förderzusage der KfW vor. Gemeinsam wollen das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und die HOWOGE ein energetisches Quartierskonzept entwickeln. Ziel ist eine sozial verträgliche und klimaneutrale Wärmeversorgung im Bestand.

Etwa 1.500 Wohnungen sollen rund um den Kiez Kottbusser Tor und Prinzenstraße energetisch saniert werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Uli Herrmann, CC BY-SA 3.0
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© Titelbild: Wikimedia Commons, GillyBerlin, CC BY 2.0
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH erhalten eine Zuschusszusage im KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung – Programm 432“. Gefördert wird die Entwicklung eines energetischen Quartierskonzepts für das Gebiet rund um das Kottbusser Tor und die Prinzenstraße.
Hintergrund ist die hohe Bedeutung des Gebäudesektors für den Klimaschutz. Rund 42 Prozent der Emissionen entstehen im privaten Gebäudebereich. Gleichzeitig steigen die Energiekosten und erhöhen den Druck auf die Bewohnerschaft. Das Projekt soll klären, welche Gebäude im Quartier energetisch angepasst werden können und wie eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung erreicht werden kann. Innerhalb eines Jahres soll ein konkreter Maßnahmenkatalog vorliegen.
Soziale Wärmewende am Kottbusser Tor: Bezirk und HOWOGE setzen auf Quartierslösung
Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann betont, dass das Quartierskonzept ein wichtiger Schritt für eine soziale Wärmewende sei. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort wolle man bezahlbare Lösungen entwickeln, um eine resiliente Wärmeversorgung sicherzustellen und zugleich die Lebensqualität im Kiez zu stärken.
Auch die HOWOGE verweist auf die Notwendigkeit, über einzelne Gebäude hinauszudenken. Geschäftsführer Ulrich Schiller erklärt, eine ganzheitliche Energiewende brauche Quartierslösungen. Am Standort Kottbusser Tor/Prinzenstraße wolle man Klimaaspekte, soziale Belange und wirtschaftliche Fragen zusammenführen und damit Verantwortung für das gesamte Umfeld übernehmen.
HOWOGE investiert in koordiniertes Energiekonzept für 1.500 Wohnungen am Kottbusser Tor
Das Quartier ist geprägt von einer heterogenen Bebauung und vielfältigen Eigentumsverhältnissen. Genau hier setzt der Quartiersansatz an. Gebäude und Eigentümerinnen sowie Eigentümer werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses. Investitionen und zeitliche Abläufe sollen aufeinander abgestimmt werden, um Planungssicherheit zu schaffen.
Die förderfähigen Gesamtkosten liegen bei rund 100.000 Euro. 75 Prozent übernimmt die KfW. Den verbleibenden Eigenanteil von etwa 25.000 Euro trägt die HOWOGE, die im Quartier rund 1.500 Wohnungen besitzt. Das Projekt könnte damit Modellcharakter für weitere Bestandsquartiere in Berlin entwickeln.
Quellen: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
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