Die Stadt Potsdam erhält eine Förderung in Höhe von 5,25 Millionen Euro aus einem Bundesprogramm zur Klimaanpassung. Mit dem Geld sollen an fünf Standorten grüne Freiräume zukunftsfähig gemacht werden – ein Schritt hin zu mehr Lebensqualität, Klimaschutz und Aufenthaltsqualität in der Stadt.

Bundesbauministerin Verena Hubertz überreichte der Stadt Potsdam einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 5,25 Millionen Euro. / © Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Jan Brunzlow
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© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Raimond Spekking & Elke Wetzig / CC BY-SA 4.0
Potsdam erhält eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Bundesbauministerin Verena Hubertz überreichte der Stadt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 5,25 Millionen Euro. Die Mittel sollen in konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung an fünf unterschiedlichen Standorten fließen. Ziel ist es, urbane Räume widerstandsfähiger gegenüber Hitzebelastung, Starkregen und weiteren Folgen des Klimawandels zu gestalten.
Laut Bundesministerium liegt der Fokus des Potsdamer Projekts auf der Entwicklung und Umsetzung exemplarischer Freiraumtypologien. Dabei sollen unter anderem Entsiegelung, CO₂-Bindung und Regenwasserrückhalt gestärkt werden. Die geförderten Maßnahmen sollen als Modell für weitere Stadtteile dienen.
Im Nuthepark und „Am Kanal“: Potsdams Freiraumplanung für neue Klimarealitäten
Einer der zentralen Orte, die von der Förderung profitieren, ist der Nuthepark. Die bislang wenig genutzte innerstädtische Grünfläche soll vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene attraktiver und klimafreundlicher gestaltet werden. Bürgermeister Burkhard Exner betonte, dass die Stadt nicht nur auf den Klimawandel reagieren, sondern ihn aktiv mitgestalten wolle. Ziel sei es, zu zeigen, dass Klimaanpassung auch mit einem Zugewinn an Lebensqualität einhergehe.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem stark versiegelten Raum „Am Kanal“. Dort sollen neue Konzepte für den Umgang mit Hitze und Wasser entwickelt und umgesetzt werden. Auch in Golm, Bornstedt und am Fahrlander See sind Maßnahmen geplant, die ökologische Funktionen stärken und gleichzeitig neue Aufenthaltsqualitäten schaffen.
Ökologische Vielfalt und praktische Erprobung: Was in Golm und Bornstedt geplant ist
In Golm ist eine Umwandlung wilder Brachflächen in ein grünes Band mit Wildnissaum geplant. Dabei sollen neue Lebensräume für Flora und Fauna entstehen. In Bornstedt wird eine Wiesenfläche mit sogenannten „Mini-Arboreten“ ergänzt. Diese kleinen Baumgruppen dienen nicht nur der Verschattung, sondern auch als Testflächen für klimaresiliente Baumarten.
Am Fahrlander See soll mit Hilfe der Bundesmittel ein Rundweg geplant und erste Maßnahmen zur klimagerechten Nutzung des Uferbereichs umgesetzt werden. Der Fokus liegt hier auf nachhaltiger Gestaltung und besserer Erschließung ohne zusätzliche Belastung der Natur.
Für 5,25 Millionen Euro: Projektstart in Potsdam nach intensiver Vorbereitung
Die Stadt Potsdam hatte im September 2023 eine Projektskizze zur Förderung eingereicht. Nach einem positiven Beschluss des Haushaltsausschusses im Juni 2024 kann nun die Umsetzung beginnen. Neben baulichen Maßnahmen wird auch eine Personalstelle gefördert, die die Projektkoordination übernimmt. Die Stadt sieht sich mit diesem Schritt auf einem guten Weg, um urbane Freiräume langfristig an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen.
Quelle: Landeshauptstadt Potsdam
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In diesem Fall könnte man festhalten, dass endlich die Wiederherstellung des Stadtkanals in die Puschen kommen muss. Der könnte darüber hinaus noch eine kleine bis mittlere Wasserfläche auf dem jetzigen Platz der Einheit mitspeisen. Mit dieser Maßnahme wäre dem inneren Zentrum schon mal ganz klar mehr Kühlung verschafft.