In Marzahn-Hellersdorf entstehen neue klimaangepasste Freiräume, die mit begrünten Pergolen, Sonnensegeln und neuen Sitzmöglichkeiten den öffentlichen Raum aufwerten sollen. Das Modellprojekt will zeigen, wie städtische Plätze an den Klimawandel angepasst und gleichzeitig soziale Begegnungen gefördert werden können.

Beim Fest waren unter anderem Staatssekretär Stephan Machulik, Bezirksstadträtin Heike Wessoly und Julia Miethe von der degewo anwesend. / © Foto: degewo AG
© Titelbild: Wikimedia Commons, Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0
Mit einem Nachbarschaftsfest wurden an der Wittenberger Straße in Marzahn-Hellersdorf kürzlich neu gestaltete Freiflächen eröffnet. Die Flächen wurden im Rahmen eines Modellprojekts für Hitzeschutz und klimaangepasste Stadtentwicklung umgestaltet. Begrünte Pergolen, großflächige Sonnenschirme und luftige Sonnensegel sollen künftig schattige Rückzugsorte für die Anwohnerschaft schaffen und den öffentlichen Raum aufwerten.
Das Vorhaben ist Teil des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerung“ von Bund und Land Berlin. Ziel ist es, Plätze, die besonders starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, durch schnell wirksame Maßnahmen klimaresilienter zu gestalten.
Pergolen, Sonnenschirme und Sonnensegel: Maßnahmen gegen Hitzeinseln in Marzahn-Hellersdorf
Insgesamt sollen bis 2025 an neun Standorten in Marzahn Pergolen aus Stahl sowie dauerhafte Sonnenschirme und Sonnensegel entstehen. Die ausgewählten Flächen liegen sowohl in Neubaugebieten als auch in älteren Wohnhöfen der Großsiedlung. Zusätzliche Maßnahmen wie neue Wegeverbindungen, die Pflanzung klimaresilienter Bäume und Sträucher, Hochbeete und neue Sitzgelegenheiten ergänzen das Angebot.
Laut Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, erfordere die steigende Zahl an Hitzetagen eine Anpassung im Städtebau. Kleine Maßnahmen wie schattenspendende Konstruktionen könnten dabei eine große Wirkung entfalten. Auch Heike Wessoly, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, hob hervor, dass sich Marzahn-Hellersdorf aktiv im Wandel befinde und die neuen Freiräume ein Signal für eine am Menschen orientierte Stadtentwicklung seien.
Wohnumfeld als Teil der Stadtentwicklung: Neue Aufenthaltsorte am Clara-Zetkin-Park, der Marzahner Promenade und in der Mehrower Allee
Die Umsetzung erfolgt durch das landeseigene Wohnungsunternehmen DEGEWO . Dessen Vertreterin Julia Miethe betonte, dass das Unternehmen nicht nur für Wohnraum, sondern auch für das direkte Wohnumfeld Verantwortung übernehmen wolle. Die Maßnahmen seien ein Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Anpassung an klimatische Veränderungen im Bezirk.
Unter anderem entstehen neue Aufenthaltsorte am Clara-Zetkin-Park, der Marzahner Promenade sowie in der Mehrower Allee. Die neu gestalteten Plätze sollen künftig nicht nur Schatten spenden, sondern auch zu Treffpunkten für die Nachbarschaft werden.
Quellen: Bezirk Marzahn-Hellersdorf / degewo AG, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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