Auf dem A7-Deckel in Hamburg-Altona sollen in den kommenden Jahren weitläufige Grün- und Kleingartenanlagen entstehen. Der Umweltausschuss hat nun die finanziellen Weichen für die nächste Planungsphase gestellt.

Eine Visualisierung zeigt, wie der begrünte A7 "Deckel" in Hamburg aussehen könnte.

Eine Visualisierung zeigt, wie der begrünte A7-„Deckel“ in Hamburg-Altona aussehen könnte. / © Visualisierung: monokrom (auf Basis des Entwurfes von arbos Freiraumplanung GmbH)

© Titelbild / Visualisierung: moka-studio, Entwurf: arbos Landschaftsarchitekten GmbH

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Der Umweltausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat am Dienstagabend die Finanzierung für die Begrünung des A7-Deckels in Hamburg freigegeben. Rund 100,3 Millionen Euro sollen in die Entwicklung neuer Grün- und Kleingartenflächen fließen. Nach Angaben aus der Sitzung stimmten SPD, Grüne, CDU und Linke der Nachbewilligung zu, lediglich die AfD votierte dagegen.

Umweltsenatorin Katharina Fegebank bezeichnete das Vorhaben als Beispiel für zeitgemäße Stadtentwicklung. Auch die Berichterstattung des NDR verweist auf die breite politische Unterstützung für das Projekt.

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Grünzug über der Autobahn: Mehr als 300 Kleingärten geplant

Geplant ist, den 2,3 Kilometer langen Lärmschutzdeckel über der Autobahn 7 mit rund 332 Kleingartenparzellen sowie zusätzlichen Park- und Wiesenflächen zu gestalten. Der sogenannte Altonaer Deckel zählt dabei zu den längsten seiner Art in der Stadt und verbindet künftig verschiedene Grün- und Freiräume miteinander.

Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand für das Jahr 2037 vorgesehen. Der neue Grünzug soll dabei nicht nur Erholungsflächen schaffen, sondern auch die bislang durch die Autobahn getrennten Stadtbereiche stärker miteinander verknüpfen.

Ein grüner „Deckel“ für die A7: Logistische Herausforderungen und Erdbewegungen

Eine zentrale planerische Aufgabe bleibt die Anlieferung des benötigten Bodens. Für die Begrünung werden insgesamt rund 220.000 Kubikmeter Erde benötigt. Noch ist offen, wie Transport, Lagerung und Logistik im Detail organisiert werden sollen.

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Teil der Überlegungen ist auch die Nutzung lokaler Ressourcen: Etwa 70.000 Kubikmeter könnten aus dem Umfeld des DESY-Geländes im Lise-Meitner-Park stammen. Dort entstehen im Zuge anderer Forschungsprojekte größere Erdbewegungen, die möglicherweise eingebunden werden können.

Ein grüner „Deckel“ für die Autobahn – Hamburger Modellprojekt

In Stellingen gibt es bereits einen begrünten "Deckel" für die A7.

In Stellingen gibt es bereits einen begrünten „Deckel“ für die A7. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Der A7-Deckel ist Teil eines umfassenderen städtebaulichen Ansatzes, der unter anderem auch dem Lärmschutz und der sogenannten „Stadtreparatur“ dient. Bereits heute gibt es in Hamburg vergleichbare überdeckelte Autobahnabschnitte in Schnelsen und Stellingen.

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Auch in Frankfurt am Main werden ähnliche Ansätze diskutiert: Dort wird eine Überdeckelung der A661 geprüft, um Stadtteile stärker zu verbinden und neue Freiräume zu schaffen. Hamburgs Projekt gilt dabei als Referenz für großmaßstäbliche städtische Transformation über Verkehrsinfrastruktur hinweg.

Quellen: NDR, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg, STADT FRANKFURT AM MAIN

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One Comment

  1. Chris Da 26. April 2026 at 11:59 - Reply

    Die Mehrfachnutzung der Grundfläche in Ebenen bietet viele Vorteile (Lärmschutz, Hitze, Luftreinhaltung, Aufenthalt, hübschere Optik, u.v.m.) und ist meiner Meinung nach seinen Preis wert.
    Es wäre auch eine Idee, Schienen und Autobahn mit einen grünen oder Solar-Deckel zu stapeln. Soweit möglich und finanzierbar.

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