Potsdam steht vor einem spürbaren Wandel: Die Zahl der Haushalte wächst, gleichzeitig werden sie kleiner und älter. Eine neue Prognose zeigt, welche Herausforderungen und Aufgaben sich daraus für den Wohnungsmarkt ergeben.

Visualisierung Wohnungsneubau Patrizierweg, Potsdam

Mit der wachsenden Zahl älterer Haushalte gewinnt altersgerechtes und barrierearmes Wohnen, wie etwa am Patrizierweg, zunehmend an Bedeutung. / © Visualisierung: B&O Bau und Gebäudetechnik GmbH & Co. KG / Holzer Kobler Architekten Berlin GmbH

© Titelbild: Landeshauptstadt Potsdam, Dana Fiebig

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Die Entwicklung ist eindeutig: In Potsdam steigt die Zahl der Haushalte deutlich, obwohl die Bevölkerung langsamer wächst. Laut aktueller Prognose wird ihre Zahl bis 2040 von rund 105.200 auf etwa 115.900 zunehmen, was einem Plus von rund zehn Prozent entspricht. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem die sinkende Haushaltsgröße. Im Durchschnitt leben künftig weniger Menschen zusammen, die Zahl reduziert sich von 1,8 auf 1,7 Personen je Haushalt.

Damit verschiebt sich der Bedarf am Wohnungsmarkt spürbar. Entsprechend muss nicht nur die Menge an Wohnungen steigen, sondern auch deren Zuschnitt. Die Prognose dient der Stadt als Grundlage, um diese Entwicklung frühzeitig in politische Entscheidungen zu übersetzen.

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Wohnen in Potsdam: Ein- und Zweipersonenhaushalte dominieren

Besonders auffällig ist der starke Zuwachs kleiner Haushalte. Mehr als 90 Prozent des gesamten Anstiegs entfallen bis 2040 auf Ein- und Zweipersonenhaushalte. Allein die Zahl der Einpersonenhaushalte wächst um etwa 5.600 auf rund 60.900. Auch Zweipersonenhaushalte legen deutlich zu.

Größere Haushalte hingegen entwickeln sich deutlich verhaltener. Damit bleibt das Alleinwohnen die prägende Lebensform in der Stadt; mit entsprechenden Auswirkungen auf Wohnungsgrößen, Grundrisse und Nachfrage.

Alterung verändert den Wohnbedarf in Potsdam

Neben der Größe verändert sich auch die Altersstruktur. Besonders stark wächst die Gruppe der älteren Haushalte. Haushalte von Menschen zwischen 65 und 80 Jahren nehmen deutlich zu, ebenso die Zahl hochaltriger Haushalte. Gleichzeitig bleibt die Altersgruppe der 25- bis 64-Jährigen – häufig ebenfalls in Einpersonenhaushalten – eine zentrale Nachfragegruppe.

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Für die Stadt bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Neben bezahlbaren Wohnungen für Berufstätige braucht es zunehmend barrierearme und altersgerechte Angebote. „Wir müssen die demografische Entwicklung aktiv gestalten“, betont Oberbürgermeisterin Noosha Aubel mit Blick auf die Ergebnisse.

Aktuelle Haushaltsprognose zeigt: Kleinere Wohnungen klar im Trend

Aus der Prognose lässt sich ein klarer Trend ableiten: Der Bedarf an kleineren Wohnungen steigt. Gleichzeitig bleiben familiengeeignete Wohnungen wichtig, auch wenn deren Nachfrage langsamer wächst.

Die Stadt setzt dabei auf verschiedene Instrumente, vom Neubau über den Umbau bestehender Gebäude bis hin zur besseren Nutzung vorhandenen Wohnraums. Auch Regularien wie soziale Erhaltungssatzungen oder Zweckentfremdungsverbote spielen eine Rolle.

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Die Prognose selbst versteht sich nicht als exakte Vorhersage, sondern als fundierte Orientierung. Sie zeigt jedoch deutlich, dass sich Potsdams Wohnungsmarkt strukturell verändert; und dass die Weichen dafür schon heute gestellt werden müssen.

 

Quellen: Landeshauptstadt Potsdam

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