Mitten in Kirchsteinbek soll ein moderner Neubau für Hamburgs älteste Freiwillige Feuerwehr entstehen. Neben funktionaler Architektur will das Projekt besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legen – ein Impuls für die Stadtentwicklung rund um den Steinbeker Marktplatz.

Bei der feierlichen Grundsteinlegung Mitte Mai waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr anwesend. / © Foto: Sprinkenhof GmbH
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In zentraler Lage am Steinbeker Marktplatz wird derzeit der Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Kirchsteinbek realisiert. Die 1877 gegründete und damit älteste Freiwillige Feuerwehr Hamburgs erhält damit ein neues Zuhause, das sowohl funktional als auch nachhaltig geplant ist. Mit dem Baufortschritt zufrieden zeigten sich bei der feierlichen Grundsteinlegung Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr.
Der Neubau ersetzt den bisherigen Standort weiter nördlich am Brockhausweg 15. Auf einer Bruttogrundfläche von 475 Quadratmetern entsteht ein Flachdachbau, der sich mit einem Vollgeschoss städtebaulich in die Umgebung einfügt. Die Gliederung in zwei Gebäudeteile – eine Fahrzeughalle im Süden und funktionale Räume im Norden – entspricht den Anforderungen eines modernen Feuerwehrbetriebs. Die Erschließung erfolgt über einen Haupteingang im Norden sowie eine Nebenerschließung über die Fahrzeughalle. Die Ausfahrt für Einsatzfahrzeuge liegt an der Ostfassade zum Marktplatz hin, davor wird ein Alarmhof eingerichtet.
Feuerwehrneubau am Steinbeker Marktplatz: Energieeffizienz als Leitgedanke
Besonderes Augenmerk liegt laut Projektverantwortlichen auf der energetischen Qualität des Gebäudes. Geplant ist eine Ausführung nach dem KfW-40-Standard, womit der Energieverbrauch gegenüber konventionellen Gebäuden um 60 Prozent reduziert wird. Die Beheizung soll über eine Wärmepumpe erfolgen, kombiniert mit einer Flächenheizung im Estrich sowie Deckenstrahlern in der Fahrzeughalle.
Auch das Dach wird in das ökologische Konzept eingebunden: Eine extensive Begrünung sowie Photovoltaik-Module sollen zur Energieerzeugung und städtischen Klimaanpassung beitragen. Zudem wird eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage installiert, um die Luftqualität dauerhaft zu sichern. Die Planungen berücksichtigen sämtliche Anforderungen der Feuerwehr, sowohl in technischer als auch in sicherheitsbezogener Hinsicht.
Moderne Bedingungen für den Feuerwehrdienst und Integration in die Quartiersentwicklung
Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, betonte, dass der Neubau auch Teil einer umfassenderen Entwicklung des Marktplatzes sei. Es seien weitere Maßnahmen geplant, um die Aufenthaltsqualität im Quartier zu steigern – darunter zusätzliche Bäume, ein neuer Spielplatz und weitere Parkmöglichkeiten.
Auch Jörg Sauermann, Leiter der Feuerwehr Hamburg, sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt: Es schaffe moderne Bedingungen für den Feuerwehrdienst und fördere zugleich die Jugend- und Nachwuchsarbeit. Diese Einschätzung teilte auch Harald Burghart, Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehr, der in dem Neubau einen Ort des Zusammenhalts für die Einsatzkräfte sieht.
Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung in Hamburg-Billstedt: Geplante Fertigstellung 2026
Nadine Krause-Möller von der Sprinkenhof GmbH sprach von einem gelungenen Beispiel für nachhaltiges Bauen und vorausschauende Stadtentwicklung. Der Neubau trage nicht nur zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft bei, sondern setze auch ein Zeichen im Umgang mit Ressourcen und Flächen im urbanen Raum.
Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das kommende Jahr vorgesehen. Bis dahin sollen die Arbeiten zügig und möglichst störungsfrei voranschreiten. Die Beteiligten zeigten sich zuversichtlich, dass das Projekt im Zeitplan bleibt.
Quellen: Sprinkenhof GmbH
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