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In Berlin-Tegel entsteht bis 2027 ein neues Wohnprojekt mit 173 Wohnungen für Studierende und Auszubildende. Die beteiligten Projektpartner, GESOBAU, Ten Brinke und der Kirchenkreis Reinickendorf, setzen dabei auf Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und eine enge Integration ins bestehende Quartier.

An der Sterkrader Straße in Tegel schafft ein Neubauprojekt dringend benötigten Wohnraum für junge Menschen. Das Projekt ist ein Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand, Kirche und Bauwirtschaft. / © Visualisierung: Ten Brinke

© Foto Titelbild: Kirchenkreis Reinickendorf, Hanna Halfon
© Visualisierung: Ten Brinke

 

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Der Ortsteil Tegel liegt im Nordwesten der Hauptstadt im Bezirk Reinickendorf und zählt mit über 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den größeren Ortsteilen Berlins. Auf einer Fläche von rund 34 Quadratkilometern bietet Tegel eine vergleichsweise geringe Bevölkerungsdichte und vereint urbane Strukturen mit naturnaher Umgebung.

Der Ortsteil ist vor allem geprägt vom Tegeler See mit seinen Inseln und dem angrenzenden Tegeler Forst, die für hohe Lebensqualität und vielfältige Freizeitmöglichkeiten sorgen. Neben einer historischen Altstadt und gewachsenen Wohnquartieren prägen ehemalige Industrieareale und die Nachwirkungen des früheren Flughafens Tegel den besonderen, vielschichtigen Charakter des Stadtteils.

Wohnungen entstehen: Grundsteinlegung für neues Wohnprojekt in Berlin-Tegel

Genau hier wurde am heutigen Mittwoch der Grundstein für ein Neubauprojekt gelegt worden, das 173 Wohnungen für Studierende und Auszubildende vorsieht. Das Bauvorhaben wird von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU in Zusammenarbeit mit dem internationalen Projektentwicklungs- und Bauunternehmen Ten Brinke realisiert. Ziel der Projektbeteiligten ist es, jungen Menschen in der Hauptstadt bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen; ein Segment, das auf dem Berliner Wohnungsmarkt besonders knapp ist.

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Das 3.315 Quadratmeter große Grundstück in der Sterkrader Straße 47 gehört der Evangelischen Kirchengemeinde Tegel-Borsigwalde. Es wird im Rahmen eines Erbbaurechts an die GESOBAU vergeben, die die Wohnungen nach Fertigstellung übernehmen und vermieten wird. Die Projektentwicklung und die Bauausführung liegen bei Ten Brinke.

Neubau mit nachhaltigem Baustandard in Tegel: 173 Wohnungen an der Sterkrader Straße 47

Der Neubau soll nicht nur ein zeitgemäßes Angebot für Studierende und Auszubildende schaffen, sondern auch hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erfüllen, wie es im Rahmen der Grundsteinlegung hieß. Das Gebäude wird nach dem GEG/KFN QNG-Standard errichtet und zusätzlich durch das Bau-Institut für Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen (BiRN) zertifiziert.

Geplant ist ein siebengeschossiger Baukörper mit zwei Staffelgeschossen und einem begrünten Flachdach. Die Bruttogeschossfläche umfasst rund 9.300 Quadratmeter. Damit entsteht auf dem Areal ein Wohnkomplex, der energetische Standards berücksichtigt und zugleich die städtebauliche Struktur des Quartiers ergänzt.

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Unterschiedliche Wohnformen für junge Menschen entstehen bis 2027 in Reinickendorf

Von den insgesamt 173 Wohnungen werden demnach rund zwei Drittel als Ein-Zimmer-Appartements realisiert. Ergänzend entstehen Wohngemeinschaften mit drei bis fünf Zimmern. Insgesamt sollen 324 Wohnplätze geschaffen werden. Der Großteil der Wohnungen soll nach der Fertigstellung barrierefrei zugänglich sein.

Die Wohnflächen variieren zwischen 22 und 110 Quadratmetern. Ein Spielplatz im nördlichen Grundstücksbereich ist Teil der Planung und soll die Anlage für junge Bewohnerinnen und Bewohner zusätzlich aufwerten. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Neuer Wohnraum im Berliner Norden: Zusammenarbeit zwischen Land, Kirche und Bauwirtschaft

Vertreter aus Politik und Verwaltung bewerteten das Projekt als Beispiel gelungener Kooperation. Berlins Bausenator Christian Gaebler hob die Zusammenarbeit zwischen Kirche, Wohnungsbaugesellschaft und privatem Projektentwickler hervor. Aus seiner Sicht sei es besonders wichtig, Wohnraum für Studierende und Auszubildende zu schaffen, da diese Gruppe auf dem Wohnungsmarkt stark benachteiligt sei.

Auch Emine Demirbüken-Wegner, Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf, betonte die Bedeutung des Projekts. Sie verwies darauf, dass junge Menschen am Beginn ihres Berufslebens oftmals über begrenzte finanzielle Mittel verfügen und daher besonders auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind.

Geplantes Wohnquartier: Einbindung in den Kiez rund um die Martinuskirche

Für Ten Brinke steht die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern im Vordergrund. Das Unternehmen verweist darauf, dass durch Kooperationen Lösungen entstehen können, die sowohl energieeffizient als auch auf die Bedürfnisse des Quartiers zugeschnitten sind.

Auch die GESOBAU unterstrich während der Veranstaltung, dass das Projekt im Einklang mit ihrem Auftrag stehe, breite Bevölkerungsgruppen mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Für junge Menschen seien die geplanten Wohnungen von besonderer Bedeutung, da Lage und Mietpreis entscheidend für einen erfolgreichen Start ins Studium oder Berufsleben sein können.

Ressourcenschonende Wärmeversorgung für den Neubau in Berlin-Tegel

Ein weiterer Schwerpunkt des Bauvorhabens liegt auf der Energieversorgung. Mehrere Luftwärmepumpen mit Kombispeichern, die auf dem Dach installiert werden, sollen für eine nachhaltige Wärmeversorgung sorgen. Damit erfüllt das Projekt, wie schon oben erwähnt, die Vorgaben des GEG/KFN QNG-Standards und leistet zugleich einen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen.

Mit der Realisierung des Bauvorhabens wird nicht nur dringend benötigter Wohnraum geschaffen. Das Projekt soll nach Wünschen der Projektpartner auch die städtebauliche Entwicklung in Tegel stärken, direkt neben der Martinuskirche und eingebettet in ein gewachsenes Wohnquartier.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Ten Brinke, GESOBAU, Kirchenkreis Reinickendorf, Evangelische Kirchengemeinde Tegel-Borsigwalde, Bau-Institut für Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen

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