Seit der Grundsteinlegung im März entwickelt sich das Wohnprojekt „Zwieseler Hof“ in Berlin-Karlshorst sichtbar weiter. Der Rohbau schreitet zügig voran, Bewehrungs- und Betonarbeiten prägen aktuell das Baugeschehen. Die modulare Bauweise unterstützt einen zügigen Ablauf in mehreren Teilabschnitten.
Das Baufeld des „Zwieseler Hofs“ zeigt die ersten vertikalen Strukturen auf dem früher industriell genutzten Gelände in Karlshorst.

Blick über das Baufeld des „Zwieseler Hofs“ in Berlin-Karlshorst: Auf dem Gelände eines ehemaligen Industrieareals entsteht ein neues Wohnquartier mit insgesamt 321 Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung Titelbild: Render Vision

 

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Auf dem rund 25.000 Quadratmeter großen Areal in Berlin-Karlshorst entwickelt sich das Wohnungsbauprojekt „Zwieseler Hof“ planmäßig. Seit der Grundsteinlegung am 27. März 2025 arbeiten die ausführenden Firmen kontinuierlich an mehreren Abschnitten des Baugeländes. Erste Betonwände, Stützen und Deckenabschnitte wurden bereits montiert. Gleichzeitig werden große Flächen mit Stahlbewehrungen vorbereitet, um die statische Basis für die kommenden Bauteile zu schaffen.

Der modulare Aufbau ermöglicht es, verschiedene Bauphasen parallel zu steuern. Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Ablauf, der Wartezeiten zwischen den Gewerken weitgehend vermeidet.

Fokus auf Tragwerks- und Tiefbau: Parallel laufende Arbeiten an Bodenplatten, Wänden und Erschließung in Karlshorst

Die aktuelle Bauphase konzentriert sich auf die Herstellung des Tragwerks und der Tiefgarage. Dabei erfolgt der Aufbau der Wände und Decken synchron zur Betonage der Bodenplatte. Teilweise sind bereits Bewehrungsstrukturen zur Errichtung weiterer Gebäudeteile zu erkennen.

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Zugleich schreitet der Bau der Tiefgarage voran. Die künftigen Stellplätze werden unterirdisch realisiert und erhalten eine separate Erschließung. Auch die Anlieferung großer Bauelemente erfolgt koordiniert über provisorische Baustraßen, die das gesamte Areal durchziehen.

Berlin-Karlshorst: Ehemaliges Industrieareals wird gemischt genutztes Wohnquartier mit sozialer Infrastruktur

Mit dem „Zwieseler Hof“ entsteht auf einem ehemals gewerblich genutzten Grundstück ein Wohnquartier mit insgesamt 321 Wohneinheiten. Die Planung umfasst sowohl Eigentumswohnungen als auch Mietwohnungen, wobei rund 30 Prozent des Mietsegments für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen sind. Eine Kita mit eigenem Außenbereich ist integraler Bestandteil des Konzepts und ergänzt die soziale Infrastruktur vor Ort.

Die Erschließung des Quartiers erfolgt über ein internes Wegesystem, das fußläufige Verbindungen, Fahrradabstellmöglichkeiten und Zufahrten zur Tiefgarage umfasst. Insgesamt werden 800 Fahrradstellplätze und 120 Pkw-Stellplätze bereitgestellt. Der Freiraum zwischen den Gebäuden soll in Anlehnung an ein blockoffenes Konzept gestaltet werden, wodurch Aufenthaltsqualität und Durchgrünung kombiniert werden können.

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Zeitplan und Ausführung: Modulbauweise ermöglicht beschleunigte Umsetzung innerhalb von zwei Jahren

Die Projektentwicklung liegt in den Händen der wvm Gruppe in Kooperation mit dem Generalunternehmer GOLDBECK. Letzterer setzt auf serielle Fertigung und modulare Systeme, die sowohl im Hochbau als auch bei technischen Ausbaugewerken zu Zeitvorteilen führen. Die industrielle Vorfertigung der Bauelemente sorgt zudem für eine Reduktion der Baustellenlogistik und ermöglicht eine präzise Taktung der Bauphasen.

Ziel ist die Fertigstellung aller Gebäude und Anlagen bis 2026. Aufgrund der derzeitigen Fortschritte im Rohbau erscheint eine termingerechte Umsetzung realistisch. Neben dem Projekt in Karlshorst plant die wvm Gruppe gemeinsam mit GOLDBECK weitere Wohnbauvorhaben an drei Berliner Standorten, unter anderem in Weißensee und Neukölln. Die Gesamtstrategie zielt auf eine effiziente Entwicklung bezahlbaren Wohnraums bei gleichzeitiger Berücksichtigung stadtstruktureller Anforderungen.

Auf der Baustelle schreiten die Beton- und Bewehrungsarbeiten sichtbar voran..

Bis 2027 soll hier ein urbanes Wohnquartier mit sozialer Infrastruktur und Tiefgarage entstehen. Die Baustruktur folgt einem modularen Konzept, das eine beschleunigte und ressourcenschonende Realisierung auf dem rund 25.000 Quadratmeter großen Grundstück ermöglicht. / © Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

Es werden große Flächen mit Stahlbewehrungen vorbereitet, um die statische Basis für die kommenden Bauteile zu schaffen

Die geplanten 321 Wohnungen verteilen sich auf Eigentums- und Mietwohnungen, wobei rund 30 Prozent des Mietsegments für geförderten Wohnraum vorgesehen sind. Zusätzlich wird eine Kindertagesstätte in das Quartier integriert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: wvm Gruppe, GOLDBECK GmbH

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One Comment

  1. Böhme 27. Juli 2025 at 04:42 - Reply

    Hohohoho … endlich mal fantisievolle, abwechslungsreiche Architektur. Endlich mal was, was diese Stadt noch nicht gesehen hat :)!!! Man ist nur fassungslos!

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