Zwischen Potsdamer Platz und Park am Gleisdreieck entsteht derzeit eines der größten Büroprojekte der Berliner Innenstadt. Mit den „Karlsgärten“ entwickelt die CA Immo ein Ensemble, das Bestandsbau und Neubau verbindet, auf einer riesigen Fläche von über 11.000 Quadratmetern. Das Projekt zeigt, wie Nachverdichtung und Nachhaltigkeit im Berliner Zentrum kombiniert werden können.

Eingang Karlsgärten

Das Grundstück am Karlsbad 11 wird mit dem Projekt „Karlsgärten“ neu belebt. Die vorhandene Bausubstanz des ehemaligen Ingenieurzentrums bleibt erhalten und wird in das neue Konzept eingebunden. Durch eine Aufstockung in Holzhybrid-Bauweise und architektonische Anpassungen entsteht daraus ein weiterentwickelter, zeitgemäßer Bau. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am Karlsbad 11, nur wenige Minuten vom Potsdamer Platz entfernt, entsteht derzeit ein gewaltiges Bauvorhaben. Die CA Immo realisiert dort die „Karlsgärten“ – ein Büroensemble, das Bestandsarchitektur mit einer modernen Holzhybrid-Aufstockung verbindet. Der Gebäudekomplex soll bis Anfang 2027 fertiggestellt werden und umfasst eine Gesamtmietfläche von rund 11.300 Quadratmetern.

Der siebenstöckige Neubau wird durch eine Tiefgarage ergänzt und bietet pro Etage flexible Einheiten für Einzelmieter oder größere Unternehmen. Damit entsteht am Rande des Tiergartens ein weiteres großvolumiges Projekt, mit modernen, zentral gelegenen Arbeitsflächen.

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Nachhaltigkeitsansatz: Holzhybrid-Bauweise und Photovoltaik prägen die „Karlsgärten“

Zentraler Bestandteil des Projekts ist der Nachhaltigkeitsansatz. Laut Projektverantwortlichen wird das Gebäude in Holzhybrid-Bauweise errichtet, 30 Prozent der Dachfläche werden mit Photovoltaikanlagen bestückt. Zudem soll der Energiebedarf auf 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr reduziert werden.

Auch beim Thema Mobilität legt der Entwickler Wert auf Nachhaltigkeit: 115 Fahrradstellplätze, davon die Hälfte mit Lademöglichkeiten für E-Bikes, sowie 60 Tiefgaragenplätze mit vorinstallierten E-Ladesäulen sind geplant. Digitale Systeme sollen Energieverbrauch und Gebäudeeffizienz laufend überwachen. Damit reagiert das Projekt auf die wachsenden Anforderungen an ESG-konforme Büroimmobilien.

Dachterrasse, Balkone und grüner Innenhof in den „Karlsgärten“ am Potsdamer Platz

Neben technischer Ausstattung betont CA Immo die Aufenthaltsqualität der künftigen Arbeitsumgebung. Geplant sind private Balkone auf allen Etagen, eine rund 275 Quadratmeter große Dachterrasse und ein begrünter Innenhof mit einer alten, geschützten Eiche als zentralem Element.

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Offene Grundrisse und Raumhöhen von etwa drei Metern sollen eine flexible Nutzung ermöglichen, vom klassischen Zellenbüro bis zum offenen Co-Working-Space. Damit entsteht in direkter Nachbarschaft zu Kulturforum und Park am Gleisdreieck ein Ort, der moderne Arbeitswelten mit stadträumlicher Qualität verbinden will.

Bestand trifft Neubau: CA Immo entwickelt das ehemalige Ingenieurzentrum am Karlsbad weiter

Das Grundstück am Karlsbad 11 hat eine lange Geschichte. Schon in den 1990er Jahren war es Standort eines Ingenieurzentrums. Statt eines kompletten Abrisses integriert CA Immo die bestehende Struktur in das neue Projekt, ein Ansatz, der den Ressourcenverbrauch deutlich senken soll. Zudem wird die technische Klarheit des Bestands dabei erhalten, aber durch eine neue Fassadengestaltung und die Holzhybrid-Aufstockung architektonisch weiterentwickelt.

Mit diesem Konzept entsteht am Landwehrkanal ein massives, aber durchdachtes Bauvorhaben, das sowohl in seiner Dimension als auch in seiner baulichen Komplexität hervorsticht. Es zeigt, dass Großprojekte im innerstädtischen Kontext nicht zwangsläufig auf Abriss und Neubau setzen müssen.

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Karlsgärten am Landwehrkanal: Neues Bauvorhaben in zentraler Berliner Lage

Die „Karlsgärten“ liegen zwischen Potsdamer Platz, Landwehrkanal und Gleisdreieck, einem Gebiet, das in den vergangenen Jahren zahlreiche Umbrüche erlebt hat. In direkter Nachbarschaft zu Kulturinstitutionen und Grünflächen soll das Projekt neue Arbeitswelten schaffen, ohne den historischen Charakter des Ortes zu verdrängen.

Mit ihrer Größe, dem nachhaltigen Konzept und der Verbindung aus Bestand und Neubau zählen die „Karlsgärten“ schon jetzt zu den prägnantesten Bauprojekten im Berliner Zentrum. Ob sie tatsächlich als Vorbild für zukünftige Büroentwicklungen dienen können, wird sich ab 2027 zeigen, wenn der riesige Komplex seine Tore öffnet.

Baumaterialien und Bagger am Baugrundstück Karlsgärten

Die Fläche des zu bebauenden und weiterzuentwickelnden Grundstücks „Karlsgärten“ umfasst insgesamt rund 11.300 Quadratmeter./ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Karlsgärten in Tiergarten

Laut Projektwebsite sind die Büroflächen flexibel planbar und können zu zusammenhängenden Einheiten von bis zu 9.950 Quadratmetern kombiniert werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Bestandbau auf dem Baugrundstück

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

So soll die Fassadengestaltung des Projekts an der Straße Am Karlsbad aussehen. / © Visualisierung: bloomimages

Quellen: CA Immo, Karlsgärten.de, Architektur Urbanistik Berlin, Graft Architects

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