Auf dem Gelände des ehemaligen Café Warschau an der Karl-Marx-Allee wird weiterhin gebaut. Der denkmalgeschützte Biergarten „James June“ soll im Stil der 1970er-Jahre restauriert und um ein ganzjährig nutzbares Restaurant ergänzt werden.

Die Visualisierung zeigt, wie der sanierte Biergarten „James June“ einmal aussehen soll. Geplant sind restaurierten Außenanlagen, neue Gastronomie und begrünte Aufenthaltsflächen an der Karl-Marx-Allee. / © Visualisierung: Schwalbe-Singer Gbr
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Eine Reise zurück in die 1970er-Jahre? Das könnte schon bald Realität werden – zumindest in architektonischer Hinsicht. An der Karl-Marx-Allee in Berlin-Friedrichshain entsteht derzeit mit dem Umbau des „James June“ eine neue Gastronomiefläche, die gestalterisch bewusst an die Architektur dieser Epoche der Ostmoderne anknüpft.
Während historische Elemente der Anlage erhalten und freigelegt werden, ergänzen neue Gebäudeteile und Außenanlagen das Ensemble. Ursprünglich war eine Eröffnung im Juni 2026 angekündigt. Ein Blick auf die Baustelle verrät, wie weit die Arbeiten inzwischen vorangeschritten sind.
Baufortschritt an der Karl-Marx-Allee: Arbeiten am Anbau und Vordach laufen weiter

Ein Blick auf die Baustelle des denkmalgeschützten Biergarten „James June“. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Hinter den Bauzäunen an der Karl-Marx-Allee schreitet der Umbau des Biergartens sichtbar voran. Auf der Baustelle sind weiterhin Gerüste, Baumaschinen und neue Holzkonstruktionen zu sehen. Besonders am neuen Anbau sowie an den großflächigen Dachkonstruktionen wird derzeit gearbeitet. Auch Teile des künftigen Vordachs nehmen inzwischen Form an.
Parallel dazu laufen die Arbeiten an den Außenanlagen weiter. Erste Wegeführungen, Einfassungen und neue Mauerelemente sind bereits erkennbar. Nach aktuellem Stand erscheint eine Wiedereröffnung im Juni 2026 jedoch kaum noch realistisch. Dennoch soll das Projekt weiterhin im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden.
Denkmalgerechte Restaurierung in Friedrichshain: Rückkehr in die 1970er-Jahre

Die Bauarbeiten am Biergarten „James June“ in Berlin-Friedrichshain laufen derzeit auf Hochtouren. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Das Projekt an der Karl-Marx-Allee 93 gehört zu den umfangreicheren denkmalpflegerischen Vorhaben entlang der ehemaligen Magistrale Ost-Berlins. Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte lässt den Biergarten „James June“ sowie das ehemalige Technik- und Ausschankgebäude des Café Warschau umfassend sanieren. Ziel ist es, die Anlage weitgehend in ihren Zustand der 1970er-Jahre zurückzuführen.
Die Planung erfolgt unter Leitung der Architektin Friederike Schwalbe sowie der Landschaftsarchitektin Imke Singer und in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde. Erhalten bleiben unter anderem die beiden Wandmosaike, die historische Natursteinmauer sowie Teile der Waschbeton-Elemente. Zusätzlich sollen frühere Gestaltungselemente wie die typischen DDR-Hockerbänke rekonstruiert werden. Auch ein Wasserbecken mit mehreren Fontänen soll künftig wieder Teil der Anlage sein.
Neues Restaurant und Außenanlagen in Friedrichshain: Ganzjähriger Betrieb geplant
Neben dem historischen Biergarten entsteht künftig ein ganzjährig nutzbares Restaurant mit Vollküche. Dafür wird das bestehende Gebäude erweitert und um neue Dachflächen ergänzt. Die neuen Konstruktionen entstehen überwiegend aus Holz und sollen extensiv begrünt werden. Darüber hinaus sind eine Photovoltaikanlage sowie eine energetische Sanierung des Gebäudes vorgesehen.
Auch die Außenanlagen orientieren sich künftig wieder stärker an historischen Vorbildern. Geplant sind neue Rosenflächen, Stauden, Sträucher und zusätzliche Bäume. Gleichzeitig soll der Garten zur Karl-Marx-Allee offen bleiben. Mit dem Umbau möchte die WBM den Standort nicht nur gastronomisch weiterentwickeln, sondern zugleich ein Stück Architekturgeschichte der Ostmoderne dauerhaft sichern.

Ursprünglich sollte die Umgestaltung des denkmalgeschützten Biergarten „James June“ bereits im Frühjahr 2026 abgeschlossen werden. Doch noch prägen Baustellenfahrzeuge das Areal. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Schwalbe-Singer GbR, Tagesspiegel
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6 Kommentare
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Das war mal eine Grüne Oase mitten im Verkehrsträger, was soll der Scheiss mit dem Denkmal, is halt nur ne Hütteesr genauso gut und viel Grün was den Lärm abgehalten hat.
Die schöne Zeit is vorbei, dass wars mal wieder mit Stadtgestalltung
Welchem A….. ist das wieder Eigefallen ?
Das ist doch super das Sowas erhalten bleibt,Ich wohnte damals um die Ecke und fand es toll dort und das es wieder rekonstruiert wird finde ich super.
Wieviel Beton und Stein wollen diese Architekten denn noch? Das ist kaum erträglich!
Sieht wiedermal nach einer gigantischen Steinwüste aus. Bitte verschont uns Anwohnern mit euren hässlichen Entwürfen.
Viel Grün und Bepflanzung. Wir freuen uns schon darauf! Es hört sich toll an! Viel besser als die letzten Jahre. Hoffentlich bleiben solche Menschen, die hier so schlimm kommentieren dann von dort auch weg, wenn es fertig ist. Man möchte neben solch aggressiven Menschen ja nicht sitzen…
lol at all the negative nancies
This gonna be so cuuuuuu
Keine Ahnung, warum hier gemeckert wird. Ich finde es schön, dass die Halle rekonstruiert wird!