Am S-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Reinickendorf sollen sich die Umsteigewege zur U8 künftig verkürzen. Geplant sind eine Verlegung der Station in Richtung Ollenhauerstraße und ein barrierefreier Ausbau.

Über die Ollenhauerstraße soll die künftige Station besser an das bestehende Verkehrsnetz und die U8 angebunden werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Am S-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Reinickendorf sollen die Wege zwischen S-Bahn und U8 künftig kürzer werden. Dafür ist vorgesehen, die Verkehrsstation in Richtung Ollenhauerstraße zu verschieben. Wann die Fahrgäste tatsächlich von der neuen Station profitieren können, ist allerdings noch offen.
Die geplante Verlegung ist Teil des i2030-Projekts für die S25 zwischen Schönholz und Hennigsdorf. Nach Angaben der Deutschen Bahn befindet sich das Vorhaben derzeit in der Vorplanung, der sogenannten Leistungsphase 2. Die Finanzierung durch Berlin und Brandenburg ist bislang nur bis zum Abschluss dieser Planungsphase gesichert.
S-Bahnhof in Reinickendorf: Verlegung soll Umsteigen zur U8 erleichtern
Mit der neuen Lage der Station sollen insbesondere die Umsteigewege zwischen S-Bahn und U8 verkürzt werden. Gleichzeitig soll der Bahnhof barrierefrei ausgebaut werden. Eine separate Finanzierung für den barrierefreien Umbau gibt es allerdings nicht. Dieser ist Bestandteil der geplanten Stationsverlegung.
Für die nächsten Planungsschritte fehlt derzeit noch die entsprechende Folgefinanzierung. Erst wenn diese gesichert ist, können die weiteren Leistungsphasen bearbeitet werden. Einen belastbaren Zeitplan für die Realisierung kann die Deutsche Bahn deshalb momentan nicht nennen.
Damit bleibt zunächst offen, wann die geplante Verlegung umgesetzt werden kann. Fest steht bislang lediglich, dass sie Teil des größeren Ausbaus der S25 zwischen Schönholz und Hennigsdorf ist. Das Projekt soll langfristig die Infrastruktur und Leistungsfähigkeit der Strecke verbessern.
Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik: Bahnsteige sollen bis 2029 verlängert werden
Deutlich konkreter ist der Zeitplan für eine andere Maßnahme am Bahnhof. Die Bahnsteige der Station Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik sollen verlängert werden. Dadurch sollen künftig längere S-Bahn-Züge mit mehr Kapazität an der Station halten können.
Die Planung befindet sich nach Angaben der Deutschen Bahn bereits in der Leistungsphase 5, der Ausführungsplanung. Die Bahn strebt an, die Bahnsteigverlängerungen zum Fahrplanwechsel 2029 fertigzustellen. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Berliner Senats und ist laut DB bis zum Abschluss des Projekts gesichert. Für die Fahrgäste könnte damit zunächst die Bahnsteigverlängerung eine konkrete Verbesserung bringen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik soll ein neues Wohnquartier entstehen. / © Foto: Wikimedia Commons, A.Savin, CC BY-SA 3.0
Möglicher Umbau des Klinikgeländes sorgt für Diskussionen
Die geplante Verlegung der Verkehrsstation liegt zugleich in unmittelbarer Nähe zum Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Dort soll in den kommenden Jahren ein neues Wohnquartier mit rund 600 Wohnungen entstehen, das von der landeseigenen Gesobau entwickelt wird.
Für das Vorhaben sollen unter anderem die sogenannten Sternhäuser aus den 1980er-Jahren abgerissen werden. Auch der vorhandene Baumbestand ist betroffen: Nach derzeitigem Planungsstand müssten rund 240 Bäume weichen. Die Pläne stoßen daher auf Kritik. Ob das Quartier letztlich wie vorgesehen umgesetzt werden kann oder die Einwände noch zu Änderungen an der Planung führen, ist derzeit offen.
Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik
S-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik
Quellen: Drucksache 19 / 26 672, Schriftliche Anfrage, Abgeordnetenhaus BERLIN, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Berliner Morgenpost, Bezirksamt Reinickendorf, GESOBAU
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2 Kommentare
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Vielleicht sollte die BVG bis zur Fertigstellung E-Scooter zur Verfügung stellen damit niemand länger als 30 Sekunden umsteigen muss. Es wird schlimmer keine Zeit muss los dauert zu lange bis dann wieder jemand merkt, nachdem die Baustelle dann doppelt so lange dauert, das noch ein paar Schrauben bestellt werden müssen und Schwuppdiwupp es erst mal wieder niemand zu sehen. Ich glaube wir haben andere Probleme in Berlin das handelt sich die Grünen Wähler selber zuzuschreiben. Außerdem, wenn noch mehr Menschen mit der BVG fahren würden und wir unser Auto stehen lassen, dann möchte ich mal dieses Chaos sehen. Dann brauchen wir wie in Japan die berühmten mit den weißen Handschuhen die versuchen, die Menschen in die Bahnen zu pressen damit die Türen zu gehen. Prima.
Da es die namensgebende Nervenklinik gar nicht mehr gibt, sollten die Bahnhöfe umbenannt werden. Der Vorschlag lautet „Reinickendorf-West“ und wurde vom Kundenbeirat der S-Bahn Berlin gemacht.