Das Wohnquartier „CÖPIUS“ in Köpenick soll über 900 neue Wohnungen ermöglichen. Auf dem ehemaligen Kabelwerk-Gelände laufen die Arbeiten auf Hochtouren.

Das Foto zeigt die historischen Industriegebäude auf dem Areal an der Friedrichshagener Straße in Köpenick. Hier entstehen mit dem Projekt CÖPIUS über 900 neue Wohnungen.

Kabelwerk Köpenick: Die historischen Industriegebäude auf dem Areal an der Friedrichshagener Straße in Köpenick sollen im Zuge des Bauvorhabens durch das Wohnungsunternehmen BUWOG saniert werden und damit erhalten bleiben. / © Foto: BUWOG

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Auf dem Gelände des ehemaligen Kabelwerks in Köpenick beginnt ein neues Kapitel. Zwischen Salvador-Allende-Brücke, Friedrichshagener Straße und Spree entsteht im Bezirk Treptow-Köpenick mit dem Projekt „CÖPIUS“ ein gemischtes Quartier aus Wohnungen und Gewerbe. Nach Jahrzehnten des Stillstands ist nun erstmals wieder Aktivität vor Ort sichtbar.

Die aktuellen Fotos zeigen den Übergang von der Brache zur Baustelle. Entlang der Grundstücksgrenzen stehen noch alte Backsteinmauern mit Graffiti. Dahinter laufen bereits Rückbauarbeiten. Erste Gebäudeteile sind abgetragen, große Schutthalden prägen das Bild. Bagger und Baumaschinen sind im Einsatz.

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Eine Backsteinmauer mit Graffiti steht vor der Baustelle des Neubauprojekts CÖPIUS in Köpenick

Die historische Mauer in der Friedrichshagener Straße Köpenick markiert die Grenze zur Baustelle des geplanten „CÖPIUS“-Neubaus mit neuen Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Rückbau und Bodensanierung an Friedrichshagener Straße in Köpenick

Derzeit konzentriert sich das Projekt vollständig auf vorbereitende Maßnahmen. Das rund 66.000 Quadratmeter große Areal gilt als stark belastet. Ursache ist die industrielle Nutzung über mehr als ein Jahrhundert. Deshalb steht aktuell die Bodensanierung im Mittelpunkt.

Seit Oktober 2024 werden Altlasten entfernt. Dazu gehören kontaminierter Boden sowie nicht erhaltenswerte Gebäude. Offene Flächen, freigelegte Leitungen und großflächige Erdbewegungen zeigen, dass das Gelände systematisch beräumt wird. Parallel dazu bleiben denkmalgeschützte Gebäude erhalten und werden gesichert. Die Maßnahmen sind auf etwa 15 Monate angelegt.

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Teilweise abgerissenes Industriegebäude auf der Baustelle des Neubauprojekts CÖPIUS in Köpenick.

Noch prägen Abrissflächen und alte Gebäudeteile das Gelände des geplanten Neubaus „CÖPIUS“ in Köpenick. / Foto: © ENTWICKLUNGSSTADT

Ehemaliges Kabelwerk Köpenick soll zu großem Wohnquartier werden

Mit dem Projekt „CÖPIUS“ sollen rund 920 Wohnungen entstehen. Ergänzt wird der Neubau durch eine Kita sowie Flächen für Gewerbe. Vorgesehen sind unter anderem Dienstleistungen, Gastronomie, Ateliers und Nahversorgung. Ziel ist eine gemischte Nutzung mit kurzer Wegeführung.

Ein Teil der Wohnungen soll gefördert sein. Entwickler BUWOG strebt laut eigenen Angaben eine sozial durchmischte Struktur an. Neben Wohngebäuden sind auch öffentliche Bereiche geplant. Dazu zählen eine zentrale Platzfläche sowie ein frei zugänglicher Uferweg entlang der Spree.

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Das Bauschild für das Neubauprojekt CÖPIUS in Köpenick steht vor einer Baustelle mit Schutthaufen und Altlastensanierung.

Ein Bauschild informiert über den geplanten Neubau „CÖPIUS“ in der Friedrichshagener Straße, während im Hintergrund die Bodensanierung läuft. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

„CÖPIUS“-Neubau soll Wohnungsmangel in Köpenick entgegenwirken

Für die Baubranche ist das Projekt technisch anspruchsvoll. Die Kombination aus Altlastensanierung, Denkmalschutz und großvolumigem Neubau erfordert koordinierte Abläufe. Besonders die fachgerechte Entsorgung belasteter Materialien und die Sicherung historischer Strukturen sind zentrale Aufgaben.

Für Anwohner markiert der jetzige Fortschritt vor allem den Beginn einer langen Bauphase. Der sichtbare Neubau von Wohnungen wird erst in den kommenden Jahren folgen. Langfristig entsteht jedoch zusätzlicher Wohnraum in Köpenick, der den lokalen Markt entlasten soll.

Wohnquartier CÖPIUS (Köpenick)

Quellen: BUWOG, Berliner Kurier

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One Comment

  1. a.t. 8. April 2026 at 15:29 - Reply

    Wenn es so gut wird wie der westliche Nachbar, dann darf sich Köpenick freuen. Mal davon abgesehen, dass nach über 30 Jahren diese Ruinenlandschaft verschwindet.

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