An der Ecke Heinrich-Heine-Straße/Dresdner Straße steht das neue Kolping-Jugendwohnhaus in Berlin-Mitte kurz vor der Fertigstellung. Der nachhaltige Neubau soll ab Juni 2026 bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren bieten.

Das Kolping Jugendwohnen e. V. erweitert sein Engagement in der Hauptstadt um einen dritten Standort. Der Neubau an der Heinrich-Heine-Straße soll insbesondere Auszubildenden eine verlässliche Wohnperspektive in einem angespannten Markt bieten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Der Bau des Kolping-Jugendwohnhauses an der Heinrich-Heine-Straße in Berlin-Mitte ist mittlerweile weit fortgeschritten. Das Gebäude ist zumindest äußerlich weitgehend fertiggestellt und ergänzt damit ein Wohnensemble, das bereits vor einigen Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft entstanden ist.
Ziel des Projekts ist es, jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren bezahlbaren Wohnraum zu bieten; eine Altersgruppe, die in Berlin oft mit besonders schwierigen Wohnbedingungen konfrontiert ist.
Jugendwohnhaus in Berlin-Mitte: Nachhaltiges Konzept und barrierefreie Wohnmöglichkeiten
Das Wohnhaus entsteht an der Ecke Heinrich-Heine-Straße/Dresdner Straße (an der Grenze zwischen Mitte und Kreuzberg) und umfasst sechs Etagen. Das architektonische Konzept stammt vom Büro DMSW Architekten. Ursprünglich war die Fertigstellung für das Frühjahr 2024 vorgesehen, doch das Bauvorhaben hat sich verzögert.
Das Jugendwohnhaus soll nicht nur moderne, sondern auch nachhaltige Wohnbedingungen bieten. Die Konstruktion setzt auf eine Holz-Hybridbauweise, um Emissionen zu reduzieren. Eine effektive Wärmedämmung, eine Holzpelletheizung sowie eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung gehören zu den geplanten Maßnahmen. Darüber hinaus sind Regenwasserspeicher und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung Teil des ökologischen Konzepts.
Kolpinghaus in der Heinrich-Heine-Straße: Eröffnung für Juni 2026 geplant
Laut Betreiber, dem Kolping Jugendwohnen e. V., soll die Eröffnung des grün gestrichenen Neubaus im Juni 2026 erfolgen, so dass die Auszubildenden, die in das Haus einziehen, zum Ausbildungsbeginn über eine bezahlbare Bleibe im Herzen Berlins verfügen – so der Plan.
Die Barrierefreiheit spielt eine zentrale Rolle: Auf jeder Etage soll es barrierefreie Zimmer geben, während in der ersten Etage speziell eingerichtete Räume für Rollstuhlfahrer vorgesehen sind. Zudem erhalten alle Etagen eine gemeinschaftlich genutzte Wohnküche. Das oberste Geschoss bietet künftig Platz für eine Dachterrasse und einen großen Gemeinschaftsraum.
Bald auch in Berlin-Mitte: Drittes Kolping-Jugendwohnhaus in der Hauptstadt
Das Kolpingwerk Deutschland betreibt in Berlin bereits zwei weitere Jugendwohnhäuser: eines in Prenzlauer Berg und eines in Oberschöneweide. Mit dem neuen Standort in Berlin-Mitte entsteht nun ein weiteres Angebot in einer infrastrukturell gut angebundenen Lage. Das Wohnhaus liegt zwischen den U-Bahnhöfen Heinrich-Heine-Straße und Moritzplatz (Linie U8).
Der Verband verfolgt mit seinen Jugendwohnprojekten das Ziel, jungen Menschen einen sicheren und bezahlbaren Wohnraum zu bieten, unabhängig von Religion, Nationalität oder sozialem Hintergrund. Besonders für Auszubildende und Studierende ist dieses Wohnangebot eine wichtige Alternative in einem angespannten Wohnungsmarkt.
Quellen: Kolpingwerk Deutschland, Architektur Urbanistik Berlin, DMSW Architekten
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2 Kommentare
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Tolle Sache. Kann man davon nicht noch mehr bauen, zum Beispiel auf dem untergenutzten Grundstück daneben? Der Discounter könnte dann doch unter diesem Wohprojekt weiter seinen Standort haben.
Auch dieses Gebäude eine Ausgeburt der Hässlichkeit … und diese grüne, düstere Farbe: Wie kann man in unseren „grauen“ Breitengraden sich für so eine Farbe entscheiden???