Nach Jahren des Stillstands kommt Bewegung in das Büroprojekt an der Markgrafenstraße in Berlin-Kreuzberg. Nach dem Ausheben der Baugrube beginnt nun der Hochbau für das Markgrafen Kontor. Die Fertigstellung des siebengeschossigen Neubaus ist für Mitte 2028 vorgesehen.

Auf der Markgrafenstraße geht es nach längerem Stillstand seit Jahresbeginn weiter.

Nach der Insolvenz von Norsk lag das Projekt in der Markgrafenstraße jahrelang auf Eis. Inzwischen hat die HanseMerkur Grundvermögen die Entwicklung übernommen und mit dem Hochbau für das neue Büro- und Gewerbegebäude begonnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: alt/shift

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An der Markgrafenstraße 11–14, zentral gelegen zwischen Berlin-Mitte und Kreuzberg, ist nach Jahren des Wartens wieder Bewegung auf dem Grundstück zu sehen. Wo seit dem Abriss eines Bestandsgebäudes im Jahr 2022 eine Baulücke klaffte, entsteht nun das Markgrafen Kontor. Die Baugrube ist inzwischen ausgehoben, der Hochbau für den neuen Büro- und Gewerbestandort kann beginnen.

Das Vorhaben hatte zunächst unter der Verantwortung des Projektentwicklers Norsk Deutschland gestanden. Nach dessen Insolvenz Anfang 2025 war die Zukunft des Neubaus unklar. Inzwischen hat die Quantum Projektentwicklung GmbH die Umsetzung übernommen. Für die HanseMerkur Grundvermögen AG (HMG) soll an der Markgrafenstraße 11–14 ein Bürogebäude mit rund 17.100 Quadratmetern Mietfläche entstehen.

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  • Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
  • Adresse: Markgrafenstraße 11–14
  • Vorhaben: siebengeschossiger Büro- und Gewerbeneubau
  • Status: Baugrube ausgehoben, Hochbau beginnt
  • Fertigstellung: voraussichtlich Mitte 2028

Baustart an der Markgrafenstraße: Sieben Geschosse für Büros und Gewerbe

Geplant sind sieben oberirdische Geschosse und ein Untergeschoss. Die Bruttogrundfläche des Gebäudes soll rund 18.000 Quadratmeter betragen. Auf den einzelnen Etagen sind zwischen 2.000 und 2.400 Quadratmeter Mietfläche vorgesehen. Die Flächen lassen sich flexibel aufteilen und damit für unterschiedliche Büro- und Nutzungskonzepte anpassen.

Auch draußen soll das Gebäude Aufenthaltsflächen bekommen. Geplant sind Terrassen im Erdgeschoss und auf mehreren der oberen Etagen. Im sechsten Obergeschoss ist zudem eine Dachterrasse vorgesehen. Von dort soll später der Blick über die Markgrafenstraße, den begrünten Innenhof und das angrenzende Zeitungsviertel reichen.

Entworfen wurde der Neubau von Fischer Architekten. Das Berliner Büro arbeitet derzeit unter anderem an der nahe gelegenen ehemaligen Axel-Springer-Passage. Zum Markgrafen Kontor gehören außerdem 76 Stellplätze für Autos, die Hälfte davon mit Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge. Für Fahrräder sind 77 Stellplätze vorgesehen. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Bürohaus Mitte 2028 fertig sein.

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Markgrafen Kontor: Nachhaltigkeit und digitale Gebäudetechnik

Bei der Planung spielt neben der Flächennutzung auch die technische Ausstattung eine Rolle. Digitale Zugangssysteme, die Buchung von Besprechungsräumen und Arbeitsplätzen sowie die bedarfsgerechte Steuerung von Beleuchtung, Heizung und Sonnenschutz sollen den späteren Betrieb unterstützen.

Für das Gebäude wird eine Zertifizierung nach dem Nachhaltigkeitsstandard DGNB Gold angestrebt. Begrünte Terrassen und Außenflächen sollen die Bürobereiche ergänzen. Die zentrale Lage zwischen Berlin-Mitte und Kreuzberg bietet zudem eine Anbindung an das bestehende Netz des öffentlichen Verkehrs.

Mit dem Start der Hochbauphase nimmt das Projekt nach langer Unterbrechung wieder Gestalt an. Ob die geplante Fertigstellung im Jahr 2028 eingehalten werden kann, wird sich im weiteren Bauverlauf zeigen.

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Markgrafen Kontor

Quellen: Quantum AG, HanseMerkur Grundvermögen

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2 Kommentare

  1. Böhme 20. September 2026 at 06:43 - Reply

    Oouuh! Da haben wir ja mal wieder die platte Rasterfassade, die dieser Stadt von berlinhassenden Bauherren und Architekten zugemutet wird. Und die Bauverwaltungen machen mal wieder das, was die Berliner Verwaltung am Besten kann: Nichts!

  2. Hallo 20. September 2026 at 08:07 - Reply

    Noch mehr Büroflächen die dann leer stehen werden! Wohingegen sich der Wohnungsmangel immer weiter zuspitzt…

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