Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg sind am Donnerstagmorgen zwei historische Flutlichtmasten gesprengt worden. Die rund 50 Meter hohen Masten stürzten nach wenigen Sekunden kontrolliert auf das Spielfeld, Sicherheitskräfte sorgten dafür, dass die Umgebung frei blieb.
© Titelbild: KarachoBerlin / Volker Gehrmann
Am Donnerstagvormittag wurden im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark zwei der vier historischen Flutlichtmasten gesprengt. Die Masten, jeweils etwa 50 Meter hoch und rund 39 Tonnen schwer, stürzten innerhalb von fünf Sekunden kontrolliert auf das Spielfeld. Anwohnende und Schaulustige beobachteten das seltene Ereignis aus sicherer Entfernung. Laut den Behörden verlief die Sprengung wie geplant, es gab keine Zwischenfälle.
Für die Arbeiten war ein weiträumiger Sicherheitsbereich eingerichtet worden, der Teile des Mauerparks sowie der Max-Schmeling-Halle zeitweise sperrte. Parkplätze innerhalb der Gefahrenzone waren am Sprengtag gesperrt, akustische Warnsignale kündigten die Sprengung an. Die Verantwortlichen betonten, dass keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in den Masten enthalten seien und die Risiken somit gering blieben.

Die Sprengung erfolgte kontrolliert: Nach dem gezielten Zünden der Sprengladungen stürzten die Masten innerhalb von weniger Sekunden in die zuvor berechnete Richtung auf das Spielfeld. / © Foto: KarachoBerlin / Volker Gehrmann
Jahn-Sportpark: Zwei von vier Flutlichtmasten aus den 1950er Jahren gesprengt
Die Flutlichtmasten stammen aus den 1950er Jahren und gehörten zum Cantianstadion, das in den 1980er Jahren erweitert wurde. Für die Bürgerinitiative vor Ort stellten die Masten nicht nur funktionale Bauwerke dar, sondern prägten das Stadtbild und die kollektive Erinnerung des Quartiers. Zwei der vier Masten blieben jedoch erhalten, um zumindest teilweise an die historische Struktur des Sportparks zu erinnern.
Der Abriss ist Teil eines größeren Neubauprojekts: Auf dem Areal soll ein modernes, inklusives Leichtathletikstadion entstehen. Die Planungen sehen multifunktionale Sportflächen, barrierefreie Zugänge und Angebote für Breiten- und Vereinssport vor. Die Entscheidung war nach einer mehr als zehn Jahre andauernden Debatte gefallen, in der Anwohnende, Natur- und Denkmalschützer sowie Projektverantwortliche erbittert über die Zukunft des Parks gestritten hatten.
So verlief die Sprengung:

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