Mit seiner markanten Silhouette über dem Main war das InterContinental lange eines der bekanntesten Hotels Frankfurts. Nach der Schließung 2021 plant der Eigentümer Aroundtown nun eine umfassende Revitalisierung.

Ein Foto des Hotels InterContinental aus dem Jahr 1970. Das 21-stöckige Hotelhochhaus galt eins als größtes Hotel Deutschlands und soll nach fünf Jahren Leerstand nun umfassend saniert werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Roger Wollstadt, CC BY-SA 2.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Eva K., GFDL 1.2
Direkt südlich des Frankfurter Hauptbahnhofs befindet sich in prominenter Mainuferlage ein Hotel-Riese, der bereits seit 2021 leer steht. Nun soll in die rund 470 Zimmer wieder neues Leben einkehren: das InterContinental soll bis 2028 umfassend saniert werden und als Hotel wiedereröffnet werden.
Das bestätigt die Eigentümerin der Immobilie, die Aroundtown-Gruppe, die die Liegenschaft im Jahr 2018 erwarb gegenüber der FAZ. Für die umfassenden Sanierungsarbeiten, die auch eine komplette Modernisierung der Gebäudetechnik beinhaltet, wird eine Bauzeit von etwa zwei Jahren angesetzt.
21 Stockwerke auf 67 Metern: Was die Revitalisierungspläne des InterContinentals vorsehen?
Die Immobiliengruppe Aroundtown sieht vor, das traditionsreiche Gebäude als Hotel mit Konferenz- und Gastronomiebereich wiederzueröffnen und es an die heutigen Anforderungen des Marktes anzupassen. Die 67 Meter hohe Hotelscheibe umfasst ganze 21 Stockwerke, wer den Betrieb des Hotelhochhauses künftig übernehmen wird, steht noch nicht fest.
Teil der Revitalisierungspläne sind umfassende Modernisierungen der technischen Anlagen sowie Anpassungen an die aktuellen Brandschutzvorgaben. Damit soll das Haus sowohl gestalterisch als auch technisch und sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden und erneut Teil der Frankfurter Hotel- und Veranstaltungslandschaft werden.
Rund 470 Zimmer: InterContinental galt einst als größtes Hotel Deutschlands
Bei seiner Eröffnung 1963 war das InterContinental mit rund 470 Zimmern das größte Hotel Deutschlands. Direkt am Main gelegen, bot es großzügige Veranstaltungsflächen und prägte über Jahrzehnte die Frankfurter Hotellerie. Errichtet wurde es auf dem Gelände der ehemaligen Villa Manskopf nach Plänen des Frankfurter Architekturbüros ABB. Ab 2021 wurde der Hotelbetrieb aus Gründen wie der Corona-Pandemie und dem hohen Modernisierungsbedarf dann eingestellt.
Schon vor der Schließung gab es Spekulationen über Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe, um das Haus technisch und energetisch zu erneuern. Ursprünglich waren weitergehende Umbauten geplant, darunter Wohn- und Büroflächen, Gastronomie, begrünte Dächer und soziale Infrastruktur. Diese Pläne werden aktuell nicht weiterverfolgt. Der Fokus liegt nun voll und ganz auf der Sanierung des bestehenden Hotelgebäudes.
InterContinental im Gutleutviertel: Kann der Hotel-Riese vom Gutleut-Boom profitieren?
Aroundtown befindet sich laut eigenen Angaben derzeit in einer umfangreichen Vorbereitungsphase für die Revitalisierung des InterContinental. Einen Bauantrag oder ähnliche Schritte bei der Stadt Frankfurt gibt es bislang noch nicht. Die Lage könnte für ein Hotel kaum besser sein.
Direkt am Gutleutviertel, das aktuell stark im Wandel ist und Teil des Projekts Produktives Quartier Gutleut-West ist, profitieren zukünftige Gäste von der Nähe zum Hauptbahnhof, zum Bahnhofsviertel und zur Innenstadt. Auch kulturell ist im Gutleutviertel mit dem Interimsstandort des Schauspielhauses bald viel geboten.
Wann genau konkrete Pläne vorgestellt werden und wann Bauarbeiten oder die Wiedereröffnung beginnen, ist noch offen. Ob das InterContinental seine frühere Bedeutung in der Frankfurter Hotellerie zurückgewinnen kann, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
Quellen: FAZ, Skyline Atlas, Frankfurter Rundschau, Wikipedia
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