Verschiedene Neubau-Projekte in Treptow-Köpenick schreiten voran. ENTWICKLUNGSSTADT zeigt, wie sich aktuell Wohnen und Baustellen in Adlershof, Altglienicke, Köpenick, Grünau und Schöneweide entwickeln.

Segelflieger Quartier (Adlershof)
Quartier der Vielfalt (Altglienicke)
Am Falkenberg (Grünau)
Am Bahndamm (Köpenick)
Johanna-Tesch-Straße (Schöneweide)

© Titelbild: BAUWERT AG

 

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In Treptow-Köpenick entstehen derzeit zahlreiche Neubauprojekte. Der Bezirk gehört zu den wichtigsten Entwicklungsgebieten für neues Wohnen in Berlin. Vor allem die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften treiben den Ausbau voran. Ein Überblick über fünf aktuelle Projekte und den Stand auf den Baustellen.

Segelflieger Quartier in Adlershof: Großprojekt mit Infrastruktur

Im Ortsteil Adlershof entwickelt die degewo das „Segelflieger Quartier“. Das Projekt umfasst mehrere Bauabschnitte mit insgesamt 546 Wohnungen, davon 440 gefördert. Es entsteht ein großflächiges Wohnquartier. Sechs Gebäude in drei Blöcken sind geplant, die Netto-Kaltmiete soll bei 7 Euro pro Quadratmeter starten.

Ein Turm trägt die Aufschrift "Segelflieger Quartier". Hier entstehen zahlreiche neue Wohungen.

In Adlershof entsteht bis Anfang 2029 das „Segelflieger Quartier“ mit mehreren hundert Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Neben Wohnungen sind auch Kitas sowie Grün- und Aufenthaltsflächen vorgesehen. Der Ansatz ist umfassend, denn Wohnen und Infrastruktur werden gemeinsam geplant. Die Nähe zum Wissenschaftsstandort Adlershof und die vorhandene Verkehrsanbindung machen das Gebiet besonders attraktiv.

Baustart für das Segelflieger Quartier in Adlershof ist für September 2026 geplant, erste vorbereitenden Arbeiten sind aber schon jetzt sichtbar. Bis Anfang 2029 soll das Quartier dann fertig sein.

Quartier der Vielfalt in Altglienicke: Fokus auf soziale Mischung

Ein ähnlich großes Volumen hat das „Quartier der Vielfalt“ am Bohnsdorfer Weg in Altglienicke. Ebenfalls von der degewo geplant, entstehen hier 539 Wohnungen.

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Zwei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern, und ein Gebäude mit sechs Geschossen werden derzeit gebaut. Baustart war 2024, die Fertigstellung ist 2027 geplant.

Die Baustelle und das Bauschild für das "Quartier der Vielfalt" in Altglienicke sind zu sehen.

In Altglienicke entstehen im „Quartier der Vielfalt“ hunderte neue Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Ein erheblicher Teil der Wohnungen (243 Wohnungen) wird gefördert und richtet sich an Haushalte mit geringeren und mittleren Einkommen. Bei den freifinanzierten Wohnungen startet die Netto-Kaltmiete ab 12 Euro pro Quadratmeter.

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Das Projekt verfolgt ein klares Konzept: Es setzt auf soziale Durchmischung, barrierearmes Wohnen und generationenübergreifende Strukturen. 61 Wohnungen werden an einen sozialen Träger für betreutes Wohnungen vermietet – zum Beispiel für Menschen mit chronischer körperlicher Erkrankung oder Lernschwierigkeiten. Außerdem werden 58 Wohnungen für geflüchtete Menschen bereitgestellt.

Ergänzend werden Kitas und öffentliche Grünflächen integriert. Ziel ist ein eigenständiges Quartier mit stabiler Nachbarschaft.

Am Falkenberg in Grünau: Gartenstadt als Vorbild

Auch in Grünau baut die degewo ein großes Quartier. „Am Falkenberg“ in der Bruno-Taut-Straße entstehen viergeschossige Wohnhäuser. Der Rohbau für die 350 1-Zimmer-Wohnungen, 48 2-Zimmer-Wohnungen, 89 3-Zimmer-Wohungen und 41 4-Zimmer-Wohnungen steht bereits. 84 Wohnungen werden geförderte. Zusätzlich entstehen ca. 170 Mini-Appartements.

Die Häuser für zahlreiche neue Wohnungen in Grünau "Am Falkenberg" stehen zum Teil schon.

In Grünau entstehen „Am Falkenberg“ zahlreiche neue Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Im Zentrum des Quartiers entsteht ein großer Park. Er greift das Prinzip der klassischen Gartenstadt auf und übersetzt es in eine moderne Form. Die umliegenden Neubauten rahmen diese grüne Mitte vollständig ein und richten sich bewusst auf sie aus. Dadurch bekommt das Quartier eine klare Struktur und einen eigenen Charakter. Gleichzeitig entsteht ein wohnungsnaher Freiraum, der als Treffpunkt für die Nachbarschaft dient.

Auch architektonisch nimmt das Projekt Bezug auf die Umgebung. Die Sockelbereiche der Gebäude werden mit Klinker gestaltet. Damit knüpft die Gestaltung gezielt an die denkmalgeschützte Bebauung in der Nachbarschaft an.

Am Bahndamm in Köpenick: Fertigstellung Ende 2026 geplant

In Köpenick ist das Projekt „Am Bahndamm 31“ bereits weit fortgeschritten. Die degewo hat hier im Januar das Richtfest gefeiert. Insgesamt entstehen hier 96 bezahlbare, kleine Wohnungen sowie eine Gewerbeeinheit.

Am Bahndamm in Köpenick steht der Rohbau für 96 kleine Wohnungen der degewo.

Der Rohbau der neuen Wohnungen Am Bahndamm 31 in Köpenick steht bereits. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Ergänzt wird es durch Außenanlagen und Grünflächen. Die Nähe zum S-Bahnhof Köpenick sorgt für eine gute Anbindung, was den Standort vor allem für junge Menschen und Pendler interessant macht. Aktuell liegt das Bauvorhaben im Zeitplan, die Fertigstellung ist Ende 2026 geplant.

Johanna-Tesch-Straße in Schöneweide: Bezahlbares Wohnen im Fokus

Ein weiteres Projekt entsteht in Schöneweide in der Johanna-Tesch-Straße. Hier baut die Stadt und Land mehrere Wohngebäude mit dem Schwerpunkt auf bezahlbarem Wohnen.

Der Rohbau für die neuen Wohnungen in der Johanna-Tesch-Straße in Schöneweide steht.

In Schöneweide entstehen in der Johanna-Tesch-Straße derzeit dutzende neue Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Mit dem zweiten Bauabschnitt entstehen hier noch einmal 30 neue Wohnungen. Diese verteilen sich über fünf Häuser mit jeweils vier Geschossen. Die Gebäude fügen sich in die bestehende Quartiersstruktur ein. Zusätzlich entstehen Freiflächen und Aufenthaltsbereiche. Die Lage profitiert von der Nähe zum S-Bahnhof Oberspree.

Die Projekte zeigen, wie sich Treptow-Köpenick entwickelt. Neubau und Wohnen stehen im Mittelpunkt, oft kombiniert mit sozialer Infrastruktur und Freiräumen. Damit bleibt der Bezirk einer der wichtigsten Standorte für Wohnungs-Neubau in Berlin.

Quellen: degewo, Stadt und Land

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