Wo entstehen aktuell neue Wohnungen in Tempelhof-Schöneberg? Der Bezirk entwickelt sich weiter, mit neuen Stadtquartieren, Nachverdichtungen und punktuellen Neubauten in bestehenden Kiezen. Fünf aktuelle Beispiele zeigen, wie derzeit zusätzlicher Wohnraum im Bezirk geschaffen wird.

Barbarossastraße
Kurfürstenstraße
Am Mühlenberg
Marienhöfe
Neue Mitte Tempelhof

© Visualisierung Titelbild: ELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus GmbH / Treibhaus Landschaftsarchitektur

 

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Tempelhof-Schöneberg gehört zu den Bezirken Berlins, in denen derzeit besonders viele neue Wohnprojekte und Stadtquartiere entstehen. Zwischen gewachsenen Kiezen, zentralen Lagen und wichtigen Verkehrsachsen wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen — von großflächigen Quartiersentwicklungen bis hin zu kleineren Nachverdichtungen. Dabei zeigt sich, wie unterschiedlich die Strategien zur Schaffung neuer Wohnungen im Bestand und auf bislang ungenutzten Flächen ausfallen können. Ein Überblick über aktuelle Projekte verdeutlicht die Dynamik der Entwicklung im Bezirk.

„Marienhöfe“ bringen rund 900 Wohnungen an die Attilastraße in Tempelhof

Visualisierung Marienhöfe

© Visualisierung: Goldbeck GmbH

Auf dem ehemaligen Gelände des Mariendorfer Güterbahnhofs in Tempelhof entsteht mit den „Marienhöfen“ ein neues Stadtquartier mit rund 900 Wohnungen. Dabei wird das rund zehn Hektar große Areal an der Attilastraße schrittweise in ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnraum, Gewerbe sowie sozialer Infrastruktur entwickelt. Neben frei finanzierten und geförderten Wohnungen sind auch Kitas, ein Ärztehaus sowie Angebote für betreutes Wohnen vorgesehen, wodurch eine sozial durchmischte Nachbarschaft entstehen soll.

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„Neue Mitte Tempelhof“ mit 500 Wohnungen: Baustart im Jahr 2026 geplant

Neue Mitte Tempelhof Visualisierung

© Visualisierung: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus GmbH / Treibhaus Landschaftsarchitektur

Mit der „Neuen Mitte Tempelhof“ entsteht am Rathaus Tempelhof ein zentrales Stadtquartier mit rund 500 neuen Wohnungen. Gleichzeitig umfasst das Projekt zahlreiche öffentliche Einrichtungen, darunter ein neues Stadtbad, ein Kultur- und Bildungshaus sowie zusätzliche Grün- und Freiflächen, wodurch das Gebiet umfassend neu strukturiert werden soll. Nach jahrelanger Planung und politischen Verzögerungen gilt der beschlossene Bebauungsplan nun als Durchbruch, sodass der Baustart ab 2026 erfolgen kann.

Schöneberg: 120 neue Mietwohnungen im Projekt „Am Mühlenberg“ bis 2026

Wohnungen, Berlin, Schöneberg, Baustelle, Mühlenberg

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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In Schöneberg erweitert die landeseigene GEWOBAG die Wohnanlage „Am Mühlenberg“ um drei Neubauten mit insgesamt 120 Mietwohnungen. Dabei entstehen überwiegend geförderte und barrierefreie Wohnungen sowie ergänzende Nutzungen wie Gewerbeeinheiten und eine Kindertagespflegestelle, wodurch das bestehende Quartier gezielt ergänzt wird. Parallel werden die Außenanlagen modernisiert und nachhaltige Energiekonzepte integriert, während die Fertigstellung im Laufe des Jahres 2026 vorgesehen ist.

102 neue Wohneinheiten mit Boardinghouse an der Kurfürstenstraße 134

Visualisierung vom Neubau an der Kurfürstenstraße 134 mit weißer Fassade und rückversetzten Balkonen und Fensterfronten.

© Visualisierung: Jim Knoepfle Architekten

An der Kurfürstenstraße 134 in Schöneberg entsteht ein Neubau mit insgesamt 102 Wohneinheiten, der klassische Wohnungen mit einem Boardinghouse-Konzept kombiniert. Dabei werden neben möblierten Apartments auch Gastronomieflächen, Co-Working-Bereiche und ergänzende Gewerbenutzungen integriert, wodurch ein vielseitig nutzbares Gebäude an der Schnittstelle zu Tiergarten entsteht. Nach Jahren des Stillstands wird das Grundstück neu entwickelt, während die Fertigstellung des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen ist.

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12 neue Wohnungen an der Barbarossastraße durch Nachverdichtung in Schöneberg

Barbarossastraße

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

An der Barbarossastraße in Schöneberg entsteht ein kompaktes Wohnprojekt mit insgesamt zwölf neuen Wohnungen. Dabei wird eine bislang unbebaute Teilfläche zwischen Bestandsgebäuden genutzt, wodurch zusätzlicher Wohnraum im dicht bebauten Kiez geschaffen wird, ohne den Blockrand vollständig zu schließen. Ergänzend ist im Erdgeschoss eine Gewerbeeinheit vorgesehen, sodass das Projekt Wohnen und kleinteilige Nutzung miteinander kombiniert.

 

Quellen: Goldbeck GmbH, Gasag Solution Plus, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, collignonarchitektur, TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus GmbH, Treibhaus Landschaftsarchitektur, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, GEWOBAG, schöningmosca Architekten, LANEA-SKH Familien KG, Bauprojekt UKA GmbH, deluse Architects

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