In Marzahn-Hellersdorf entstehen derzeit zahlreiche neue Wohnungen — von kleineren Lückenbebauungen bis hin zu großmaßstäblichen Quartiersentwicklungen. Insgesamt zeigen sieben aktuelle Projekte, wie stark der Wohnungsbau im Bezirk an Fahrt aufgenommen hat und welche Dimensionen die Entwicklung inzwischen erreicht.
Georg Knorr Park
Teterower Ring
Cecilien Carré
Am Theaterplatz
Heller 78
Jan Petersen Straße
Schwarzwurzelstraße
© Titelbild: ioo Architekten
Marzahn-Hellersdorf zählt mit rund 283.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den größten Bezirken Berlins und übernimmt zunehmend eine wichtige Rolle bei der Schaffung neuen Wohnraums. Während der Bezirk lange durch Großsiedlungen und Einfamilienhausgebiete geprägt war, entstehen heute in vielen Ortsteilen neue Quartiere, Nachverdichtungen und gemischt genutzte Projekte.
Gleichzeitig profitiert der Standort von vergleichsweise verfügbaren Flächen und einer guten Anbindung an die Innenstadt. Der Wohnungsbau entwickelt sich damit zu einem zentralen Treiber für die städtebauliche Transformation des Berliner Ostens.
Georg Knorr Park in Marzahn: „Konnekt Berlin“ bringt 1600 neue Wohnungen und Gewerbefläche
Im Georg-Knorr-Park in Marzahn entsteht mit „Konnekt Berlin“ ein großes Neubauquartier mit rund 1.600 Wohnungen sowie etwa 22.000 Quadratmetern Gewerbefläche. Der Baustart für den ersten Abschnitt erfolgte im Oktober 2025, aktuell laufen die Arbeiten planmäßig weiter. Rund die Hälfte der Wohnungen soll gefördert oder preisgedämpft sein, ergänzt wird das Quartier durch eine Kita, soziale Infrastruktur und die Umnutzung historischer Bestandsgebäude.
Kaulsdorf Nord: berlinovo baut 360 barrierefreie Seniorenwohnungen am Teterower Ring
Am Teterower Ring in Kaulsdorf-Nord entstehen derzeit 360 barrierefreie Seniorenwohnungen in zwei Gebäudekomplexen mit bis zu sieben Geschossen. Das Projekt der landeseigenen berlinovo umfasst überwiegend Ein- und Zweizimmerwohnungen sowie Gemeinschaftsflächen und drei Gewerbeeinheiten. Der Bau ist bereits weit fortgeschritten, Teile des Projekts befinden sich im Innenausbau.
Cecilien Carré in Marzahn-Hellersdorf: 144 neue Mietwohnungen von GESOBAU im Bau
Im Wohnquartier Cecilien-Carré in Marzahn-Hellersdorf entstehen 144 weitere Mietwohnungen, die von der landeseigenen GESOBAU übernommen werden. Der Baustart erfolgte Ende 2025, die Fertigstellung ist ab 2027 geplant. Insgesamt wächst der GESOBAU-Bestand im Quartier damit auf 272 Wohnungen, von denen rund die Hälfte gefördert und teilweise barrierefrei ausgeführt wird.
Hellersdorf: Am Theaterplatz entstehen 167 neue Mietwohnungen bis 2026
Am Theaterplatz in Hellersdorf entstehen derzeit 167 neue Mietwohnungen auf einem rund 5.300 Quadratmeter großen Grundstück. Der Bau begann Ende 2024, die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Rund die Hälfte der Wohnungen ist gefördert, das Projekt wird in modularer Bauweise umgesetzt und durch erneuerbare Energien versorgt.
„Heller 78“: 374 neue Wohnungen an der U Bahn Kaulsdorf Nord geplant
An der Hellersdorfer Straße nahe der U-Bahn-Station Kaulsdorf-Nord entsteht mit „Heller 78“ ein Neubauprojekt mit 374 Wohnungen und Gewerbeflächen. Dafür wird ein ehemaliges Postbank-Gebäude ab 2026 zurückgebaut, die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Die beiden Gebäude mit bis zu zwölf Geschossen umfassen rund 18.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und sollen durch eine Tiefgarage ergänzt werden.
In der Jan Petersen Straße entstehen 444 neue Mietwohnungen bis 2028
In der Jan-Petersen-Straße in Marzahn planen Greystar und Ten Brinke den Bau von 444 Mietwohnungen auf einem rund 8.000 Quadratmeter großen Grundstück. Ergänzt wird das Projekt durch Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss, der Baustart ist für 2026 vorgesehen, die Fertigstellung bis 2028. Geplant sind Wohnungen unterschiedlicher Größen in einem Hochhaus und einem weiteren Gebäude, insbesondere für Haushalte mit mittlerem Einkommen.
Marzahn Nord: Neubau mit 28 Wohnungen neben Ärztehaus in der Schwarzwurzelstraße geplant
In der Schwarzwurzelstraße in Marzahn-Nord ist ein Mehrfamilienhaus mit 28 Wohnungen geplant. Der Bau wurde Anfang 2026 genehmigt und soll als viergeschossiges Gebäude mit Staffelgeschoss realisiert werden. Für das Projekt entfallen bestehende Stellplätze, zudem sind Baumfällungen vorgesehen, die durch Ersatzpflanzungen teilweise ausgeglichen werden sollen.
Quellen: Abgeordnetenhaus von Berlin, Kondor Wessels, HOWOGE, Laborgh Investment, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Berlinovo, Laborgh, Goldbeck, Ten Brinke, Greystar, Periskop, Cosimo Investment Group
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3 Kommentare
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Bis auf eine Ausnahme langweiliges Zeugs…Marzahn eben.
Es sind bei allen Projekten k e i ne Strukturen für Kultur und Begegnung vorgesehen. Kitas oder Schulen, Erholungsflächen müssten doch parallel dazu geplant und zeitnah geschaffen werden ?
Meine Frage. Was entsteht fichtelbergstr 2 ?? Wogegen noch protest lief?