Die Frankfurter Benchmark Real Estate GmbH steht vor der Insolvenz. Was bedeutet das für laufende Projekte wie die Büroimmobilie „EFEUS“ im Mertonviertel und wie könnte sich die Zukunft des Unternehmens gestalten?

© Titelbild: DepositPhotos

 

Die benchmark.REAL Estate GmbH, ein deutschlandweit tätiger Immobilienentwickler, steht seit dem 25. August 2025 in einem Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Frankfurt hat im Zuge des Insolvenzantrags die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet, um die laufenden Projekte und Geschäfte des Unternehmens zu ordnen.

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Die Benchmark Real Estate wurde 2009 gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung von Büro-, Hotel- und Wohnimmobilien. Es hat seinen Sitz in der Neuen Börsenstraße 6 in Frankfurt und realisierte in den vergangenen Jahren mehrere Projekte in der Rhein-Main-Region sowie in anderen Teilen Deutschlands.

Das Verfahren läuft: Frankfurter Amtsgericht bestellt Insolvenzverwalter

Das Amtsgericht beschließt, dass die benchmark.REAL Estate GmbH finanzielle und rechtliche Entscheidungen ab sofort nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters treffen darf. Die Maßnahme schützt die Insolvenzmasse und verhindert, dass das Unternehmen eigenständig wirtschaftliche Entscheidungen trifft, bis das Verfahren endgültig entschieden ist.

Rechtsanwalt Andreas Kleinschmidt von White & Case Insolvenz GbR übernimmt die Rolle als vorläufiger Insolvenzverwalter. Er soll die wirtschaftliche Lage des Unternehmens prüfen, die Interessen der Gläubiger wahren und die Grundlage für eine mögliche Verfahrenseröffnung schaffen. Die beiden Geschäftsführer der benchmark.REAL Estate GmbH sind Martin Hantel und Götz Hufenbach.

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Das letzte Projekt vor der Benchmark-Insolvenz: Büroimmobilie im Mertonviertel

Benchmark Real Estate arbeitete zuletzt an der Modernisierung einer Büroimmobilie im Frankfurter Mertonviertel. Das Refurbishment „EFEUS“ sollte die Flächen in hochmoderne Büro- und Gewerberäume verwandeln und die Attraktivität des Standorts im Frankfurter Norden steigern. Es bleibt bislang das letzte Projekt des insolventen Immobilienentwicklers.

Der Baubeginn des Projekts war für das erste Quartal 2025 vorgesehen, die Fertigstellung für Herbst 2026. Durch die laufenden Insolvenzverfahren ist nun unklar, wie es mit dem Projekt weitergeht und ob die geplanten Modernisierungen termingerecht abgeschlossen werden können.

Unklare Zukunft durch Entwickler-Pleite: Kann das Projekt „EFEUS“ umgesetzt werden?

Das Projekt „EFEUS“ umfasst die Kernsanierung eines Bestandsgebäudes in der Emil-von-Behring-Straße 2. Die Benchmark Real Estate plant, das Gebäude zunächst bis auf die Tragwerksstruktur zurück zubauen. Anschließend soll das Bauwerk nach neuesten Nachhaltigkeits- und EU-Taxonomie-Standards modernisiert werden. Geplant sind rund 9.500 Quadratmeter Büroflächen, inklusive Co-Working-Zone und Dachterrasse mit Skyline-Blick.

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Die Büroimmobilie soll flexible Arbeitsbereiche, Co-Working-Flächen und etwa 600 m² für spezielle Nutzungen wie Fitnessangebote umfassen. Das Projekt „EFEUS“ soll die ESG-Anforderungen erfüllen, eine DGNB-Platin-Zertifizierung sowie ein WiredScore in Gold sind ebenfalls angestrebt.

Projekt „EFEUS“ steht durch Benchmark-Insolvent auf der Kippe

Ob die laufenden Projekte von Benchmark Real Estate wie „EFEUS“ termingerecht abgeschlossen werden können, bleibt angesichts der Insolvenz offen. Das Unternehmen hat das Frankfurter Stadtbild in der Vergangenheit durch Projekte wie das „HEADQUATER Frankfurt“ und das „Hyatt House“ in Eschborn geprägt.

Wie die laufenden Projekte abgeschlossen oder übernommen werden, ist derzeit unklar. Die geplanten Büro- und Gewerbeflächen im Mertonviertel entsprechen modernen Standards und Nachhaltigkeitsanforderungen. Ob diese Vorhaben tatsächlich vollständig umgesetzt werden, wird sich in den kommenden Monaten unter der Aufsicht des Insolvenzverwalters zeigen.

Quellen: Thomas Daily, Verbraucherschutzforum.Berlin, Benchmark Real Estate, White & Case Insolvenz GbR, 

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