Beim Hellweg-Baumarkt in Köpenick läuft derzeit der Räumungsverkauf. Lange war unklar, ob der Standort überhaupt eine Zukunft hat. Nun zeichnet sich für das große Handelsareal an der Salvador-Allende-Straße eine konkrete Lösung ab.

Der Hellweg-Baumarkt in Berlin-Köpenick soll nach der geplanten Übernahme durch Hornbach umgebaut und im Frühjahr 2027 neu eröffnet werden. / © Foto: depositphotos.com
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Der große Hellweg-Markt an der Salvador-Allende-Straße gehört seit Jahren zum Einzelhandel in Köpenick. Doch nach der Insolvenz der Baumarktkette stand auch dieser Standort vor einer ungewissen Zukunft. Inzwischen gibt es eine überraschend schnelle Lösung: Ein anderer großer Baumarktbetreiber will das Gelände übernehmen. Ganz abgeschlossen ist das Verfahren allerdings noch nicht.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Salvador-Allende-Straße 115, 12559 Berlin
- Bisheriger Betreiber: Hellweg
- Künftiger Betreiber: Hornbach
- Geplante Übernahme: Anfang Dezember 2026
- Umbau: nach der geplanten Übernahme
- Geplante Neueröffnung: Frühjahr 2027
Beim Hellweg-Baumarkt in Berlin-Köpenick läuft derzeit der Ausverkauf. Seit dem 7. September 2026 werden die Bestände der Berliner Filialen geräumt. Nach Angaben von BayWa Bau & Garten soll der Betrieb spätestens Ende November enden. Sind die Waren vorher verkauft, können einzelne Märkte auch früher schließen. Für Köpenick bedeutet das allerdings nicht das dauerhafte Ende des Baumarkts.
Hornbach übernimmt den Hellweg-Standort in Berlin-Köpenick
Hornbach teilte Mitte September mit, Vereinbarungen zur Übernahme von sechs Hellweg-Standorten getroffen zu haben. Neben Berlin-Köpenick gehören dazu Ahrensfelde, Dortmund-Kley, Essen-Borbeck, Freiberg in Sachsen und St. Augustin. Die Standorte sollen Anfang Dezember 2026 übernommen werden.
Danach will Hornbach die bisherigen Märkte umbauen und an das eigene Konzept anpassen. Das Unternehmen spricht von Bau- und Gartenmärkten mit „voller Projektausrichtung“. Die Eröffnungen sind für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Einen konkreten Eröffnungstermin für Köpenick nennt Hornbach bislang nicht. Auch Umfang und Kosten des geplanten Umbaus wurden in der Pressemitteilung nicht beziffert.
Fest steht die Übernahme dennoch noch nicht vollständig. Nach Angaben von Hornbach muss der Vorgang vom Bundeskartellamt geprüft werden. Zudem steht die gerichtliche Bestätigung des Insolvenzplans noch aus. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Transaktion wie vorgesehen umgesetzt werden.
Salvador-Allende-Straße: Umfeld des Baumarkts verändert sich deutlich
Der Betreiberwechsel fällt in eine Phase, in der sich das Umfeld des Baumarkts stark verändert. Entlang der Salvador-Allende-Straße und der nahen Friedrichshagener Straße entstehen neue Wohnungen und weitere Nutzungen. An der Salvador-Allende-Straße 5 wurde beispielsweise das Degewo-Klimahaus mit 112 Wohnungen fertiggestellt. Wenige Häuser weiter entstanden zudem 77 Genossenschaftswohnungen an der Salvador-Allende-Straße 7 und 9.
Noch größer ist die Entwicklung auf dem früheren Kabelwerk-Areal. Dort entsteht mit „CÖPIUS“ ein neues Quartier mit mehr als 900 geplanten Wohnungen. Das Gelände liegt zwischen Friedrichshagener Straße, Spree und Salvador-Allende-Brücke. Damit wächst in unmittelbarer Umgebung die Zahl der Wohnungen und zugleich verändert sich die frühere Gewerbe- und Industrielandschaft.
Nur wenige hundert Meter entfernt steht der frühere toom-Baumarkt leer
Nur wenige hundert Meter vom Hellweg entfernt zeigt sich zudem, was nach dem Rückzug eines Baumarktbetreibers auch passieren kann. Der frühere toom-Markt an der Friedrichshagener Straße steht seit Jahren leer. Dabei hatte der Bezirk den Standort mit dem 2018 festgesetzten Bebauungsplan 9-65 „Am Bellevuepark“ ausdrücklich als Teil eines Fachmarktzentrums gesichert. Während Hornbach für den bisherigen Hellweg-Markt nun eine schnelle Nachfolge plant, blieb eine vergleichbare Lösung für die große ehemalige toom-Fläche bislang aus.
Hellweg-Baumarkt Köpenick: Künftig Hornbach
Quellen: HORNBACH Baumarkt AG, HELLWEG, rbb
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4 Kommentare
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Der ganze Baumarkt-Schrott sollte endgültig abgerissen werden. Hätte nie dort gebaut werden dürfen, gibt genug davon an der B 1. Braucht kein Mensch und verschandelt nur die Gegend. Gäbe genug sinnvolle Nachnutzung.
An der Gegend dieses Müllgewerbe ist schon ein schlechter Scherz
Da gibt’s weit und breit keinen Baumarkt in der Nähe.
Nähe heißt umgangssprachlich, fußläufig! Bestimmt 50% der Allende Bewohner sind Ü70, da nützt ein Markt an der B1 schon mal gar nix!⚠️
Hornbach war das Beste was Köpenick passieren konnte, um Hellweg tut’s bestimmt den allerwenigsten Köpenickern leid.
Schlechte Beratung, schlechter Service, schlechte Preise!
Köpenick braucht einen eigenen Baumarkt, gerade wenn die umliegenden Gebiete weiter mit Wohnungen zugepflastert werden.
Dafür ist der Standort super, nur Leute mit zu viel Langeweile und Geld wollen bis zur B1 oder zu Obi fahren.
Bisher war Hornbach preislich und Qualitativ immer besser als Hellweg.
Ich drücke den bisherigen Hellweg-Mitarbeitern die Daumen für eine Übernahme zu Hornbach und hoffe die EnBW – Ladesäulen bleiben.