Am Innsbrucker Platz steht der Rohbau von „The Friedenauer“. Beim Richtfest zeigt sich, wie weit der Büro- und Gewerbeneubau bereits fortgeschritten ist.

Mit dem Richtkranz wurde am 8. September 2026 die Fertigstellung des Rohbaus von „The Friedenauer“ gefeiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Über dem Innsbrucker Platz hat „The Friedenauer“ seine endgültige Höhe erreicht. Beim Richtfest am 8. September 2026 wurde deutlich, wie schnell der Neubau zuletzt gewachsen ist. Hinter Gerüsten und Beton beginnt zugleich bereits der Innenausbau.
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Projekt: The Friedenauer
- Lage: Hauptstraße / Innsbrucker Platz, Berlin
- Höhe: 47,5 Meter
- Geschosse: sieben bis elf
- Nutzung: Büro, Einzelhandel und Gastronomie
- Baubeginn: 2025
- Fertigstellung: Mitte 2027 geplant

Projektbeteiligte und Gäste treffen sich zum Richtfest auf dem Dach von „The Friedenauer“. Der Rohbau wurde früher als ursprünglich geplant fertig. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Dienstagvormittag herrscht auf dem Dach des Neubaus am Innsbrucker Platz Baustellenbetrieb. Baumaterial liegt bereit, an Teilen des Gebäudes stehen Gerüste, und auf der Dachfläche laufen bereits weitere Arbeiten. Gleichzeitig bietet sich von hier oben ein weiter Blick über Schöneberg und Friedenau. Der Rohbau hat seine endgültige Höhe erreicht. Das Richtfest markiert damit den nächsten großen Schritt für das Projekt.
Richtfest für „The Friedenauer“: Rohbau schneller fertig als geplant
Bemerkenswert ist das Tempo. Noch im Juli hatte Projektentwickler OFB berichtet, dass der Rohbau ungefähr im Rhythmus von einem Geschoss innerhalb von zwei Wochen wuchs. Beim Richtfest wurde nun klar: Der Rohbau wurde früher fertig als ursprünglich vorgesehen.
Wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind, zeigt sich nicht nur auf dem Dach. In den oberen Geschossen sind die großen Büroflächen bereits klar ablesbar. Betonstützen gliedern die offenen Etagen, während die großflächigen Fensteröffnungen noch von Gerüsten begleitet werden. In anderen Bereichen stehen bereits Innenwände. Leitungen, Deckeninstallationen und weitere Ausbauten folgen schrittweise.

In Teilen des Gebäudes sind bereits Innenwände und Fenster eingebaut. Bis Mitte 2027 soll „The Friedenauer“ fertiggestellt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Elf Geschosse direkt an der Ringbahn: Innenausbau läuft
Der Neubau von „The Friedenauer“ erreicht bis zu elf Geschosse und 47,5 Meter Höhe. Insgesamt entstehen rund 21.000 Quadratmeter Mietfläche auf einem etwa 8.700 Quadratmeter großen Grundstück.
Der heutige Eindruck ist allerdings nur eine Zwischenstufe. Derzeit schließen die Bauunternehmen die Gebäudehülle. Vorgesehen ist eine Aluminiumfassade, die das spätere Erscheinungsbild deutlich stärker bestimmen wird als der aktuell sichtbare Beton. Nach Angaben des Architekten soll das leichte Material zugleich die Lasten für den Rohbau reduzieren. Zudem sei Aluminium langlebig und gut wiederverwertbar.
Der Entwurf stammt von Tchoban Voss Architekten. Städtebaulich bildet der Neubau den östlichen Abschluss der Friedenauer Höhe, deren Wohnbebauung inzwischen fertiggestellt ist. Dort entstanden insgesamt 1.064 Wohnungen für rund 2.500 Menschen. Der Gewerbeneubau ergänzt das bislang vor allem vom Wohnen geprägte Quartier nun um Arbeitsplätze, Einzelhandel und Gastronomie.

Große Fensterflächen öffnen die künftigen Büroetagen zur Stadt. Im Inneren von „The Friedenauer“ läuft nun der weitere Ausbau. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„The Friedenauer“: Energie aus dem Abwasserkanal am Innsbrucker Platz
Technisch gehört vor allem die Energieversorgung zu den Besonderheiten des Projekts „The Friedenauer“. Wärme und Kälte sollen aus einem Freispiegel-Mischwasserkanal gewonnen werden. Dafür kombiniert das Energiekonzept Abwasserwärme mit reversiblen Wärmepumpen und Photovoltaik. Auch Abwärme aus dem Serverraum soll in das Heizsystem einfließen.
Hinzu kommt eine moderne Gebäudeautomation. Gerade dieser Bereich ist eng mit dem künftigen Ankermieter Kieback&Peter verbunden. Das Unternehmen hat rund 7.000 Quadratmeter angemietet und will hier seine Berliner Standorte zusammenführen.

Direkt an den Gleisen der Ringbahn erreicht „The Friedenauer“ bis zu elf Geschosse und prägt inzwischen die Ansicht des S-Bahnhofs Innsbrucker Platz. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
EDEKA zieht in „The Friedenauer“ – weitere Büroflächen werden noch vermarktet
Inzwischen steht auch ein weiterer großer Nutzer fest. EDEKA Minden-Hannover wird im Erdgeschoss einen Vollsortimenter eröffnen. Der Markt soll über die Hauptstraße erreichbar sein und Ende 2027 öffnen. Geplant sind unter anderem eine Bäckerei im Vorkassenbereich sowie Frischetheken.
Noch nicht abgeschlossen ist dagegen die Vermietung der übrigen Büroflächen. Diese befinden sich derzeit am Markt. Die Projektentwickler zeigten sich beim Richtfest zuversichtlich, bis zur Fertigstellung Mitte 2027 weitere Nutzer zu gewinnen. Das Investitionsvolumen für diesen Bauteil liegt nach den beim Richtfest genannten Angaben bei rund 160 Millionen Euro.

Auf dem Dach von „The Friedenauer“ am Innsbrucker Platz laufen nach Fertigstellung des Rohbaus bereits die nächsten Arbeiten am Gebäude. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
The Friedenauer am Innsbrucker Platz
Quellen: OFB Projektentwicklung, GASAG-Gruppe, Kieback&Peter, Tchoban Voss Architekten
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3 Kommentare
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Super, noch mehr büroflächen in einer stadt die diese nicht mehr benötigt. Eine sbahnstation weiter am s schöneberg stehen massig büroflächen in modernen gebäuden leer.
Es ist,wie der vorherige Kommentator schrieb: es gibt genug leerstehende Büros,wir brauchen bezahlbaren Wohnraum! An den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei geplant.
Noch mehr Büros als Abschreibungsobjekte in KI-Zeiten. Wann bauen wir wieder Wohnungen? Wenn Markt und Regierung nicht endlich umsteuern, werden Wahlergebnisse andere Fakten schaffen….oder Wohnungslose werden leerstehende Objekte besetzen…..alles schon mal da gewesen.