Das Internationale Congress Centrum in Berlin könnte bald eine neue Nutzung erhalten. Am 24. Juni stellt der Senat das Ergebnis des Konzeptverfahrens vor. Dabei präsentiert sich erstmals die Projektpartnerschaft, die das Gebäude künftig entwickeln soll.

Das ICC am Messedamm wurde 1979 eröffnet und steht seit 2014 weitgehend leer. Das Konzeptverfahren soll dem denkmalgeschützten Gebäude nun eine neue Zukunft als Standort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft eröffnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Als das ICC 1979 eröffnete, galt es lange als eines der modernsten Kongresszentren Europas. Die Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte entwarfen den Bau. Mit seiner silbergrauen Aluminiumfassade wurde das Gebäude zu einem Wahrzeichen der City West.
Seit 2014 steht der Komplex jedoch weitgehend leer. Hohe Betriebskosten, ein erheblicher Sanierungsbedarf und veraltete Technik machten den Betrieb unwirtschaftlich. Seither diskutiert die Stadt über die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes.
Konzeptverfahren für die Nutzung des ICC: Seit November 2024
Das Land Berlin startete das Konzeptverfahren im November 2024. Ziel war es, Betreiber zu finden, die ein tragfähiges Nutzungskonzept vorlegen und die Sanierung finanzieren können. Vorgesehen ist ein Erbbaurecht über 99 Jahre. Das Land bleibt damit Eigentümer des Gebäudes.
Der Senat suchte dabei ausdrücklich kein klassisches Kongresszentrum. Vielmehr soll das ICC verschiedene Nutzungen verbinden und sich stärker zur Stadt öffnen. Nach mehreren Zwischenschritten verblieb zuletzt nur noch ein Bewerberkonsortium im Verfahren.
Internationale Congress Centrum Berlin: Vergabeempfehlung liegt vor
Im ICC-Konzeptverfahren liegt seit dem 15. Juni eine offizielle Vergabeempfehlung vor. Sie stammt vom Steuerungsausschuss Konzeptverfahren. Nach Angaben der Berliner Immobilienmanagement GmbH solle das ICC zu einem Standort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft werden. Am 24. Juni informieren Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, BIM-Geschäftsführerin Birgit Möhring und Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler über das Ergebnis.
Die empfohlene Projektpartnerschaft stellt sich an diesem Tag erstmals öffentlich vor. Zugleich präsentiert sie ihre Pläne für die weitere Entwicklung. Medienberichten zufolge solle die MIB AG eine zentrale Rolle übernehmen. Das Unternehmen betreibt in Leipzig ein Kulturquartier in der ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei. Die Leipziger Baumwollspinnerei gilt als Erfolgsgeschichte, denn aus dem Industrieareal entwickelte sich nach 1992 ein international beachtetes Zentrum für zeitgenössische Kunst.
Quellen: Berliner Immobilienmanagement GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Berliner Morgenpost, Der Tagesspiegel, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, MIB AG
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