Im Quartier HUGOS in Mariendorf ist aus einer früheren Gewerbe- und Gärtnereifläche längst ein bewohnter Kiez geworden. Zwischen fertigen Straßen, Spielplätzen und begrünten Wohnhöfen laufen jedoch weiterhin Bauarbeiten. Ein Rundgang zeigt, wie nah das Großprojekt inzwischen seinem Abschluss gekommen ist.

Fertige Mehrfamilienhäuser, Straßen und Grünflächen im bewohnten Quartier HUGOS in Mariendorf.

Große Teile des Quartiers HUGOS sind bereits fertiggestellt und bewohnt; Straßen, Grünflächen und Außenanlagen sind angelegt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Wer heute durch das Quartier HUGOS in Berlin-Mariendorf läuft, bewegt sich größtenteils durch ein fertiges Wohngebiet. Viele Häuser sind bezogen, Bäume und Hecken wachsen heran und die Straßen werden längst selbstverständlich genutzt. Doch das Bild ist nicht überall so abgeschlossen: Am Rand des Quartiers stehen noch Bauzäune und Kräne.

  • Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
  • Adresse: An der alten Gärtnerei 1–46, 12109 Berlin-Mariendorf
  • Umfang: 454 Eigentums- und Mietwohnungen einschließlich 45 Reihenhäusern
  • Projektstatus: Weitgehend fertiggestellt und bewohnt, letzte Bauabschnitte laufen
  • Fertigstellung: im März 2027
Eine Baustelle mit Kran und Baugrube neben bereits fertigen Wohnhäusern im Quartier HUGOS.

Am Rand des bewohnten Quartiers läuft die nächste Bauphase: Kräne und Baugruben markieren die noch unfertigen Bereiche. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das Quartier HUGOS auf dem Gelände der früheren Gärtnerei Hugo Schlösser hat sich in den vergangenen Jahren schrittweise gefüllt. Der Kontrast zwischen Baustelle und fertigem Wohngebiet fällt inzwischen besonders auf. In weiten Teilen prägen helle Fassaden, Balkone, Vorgärten, junge Straßenbäume und angelegte Grünflächen das Bild. Autos stehen vor den Häusern, die Wege sind hergestellt und auch der zentrale Spielbereich wird genutzt.

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Ganz abgeschlossen ist das Vorhaben dennoch nicht. Im nördlichen beziehungsweise nordwestlichen Bereich des Quartiers laufen weiterhin Arbeiten an mehreren Gebäuden. Bei einem größeren Mehrfamilienhaus ist der Rohbau längst geschlossen; Fenster und große Teile der Fassade sind vorhanden, das Gebäude bleibt aber eingerüstet. Direkt daneben entstehen weitere Häuser. Dort reichen die Arbeiten teilweise erst bis über das Untergeschoss hinaus.

Neue Wände und Fundamente eines noch im Bau befindlichen Wohnhauses im Quartier HUGOS in Berlin-Mariendorf.

Bei weiteren Wohngebäuden im Quartier HUGOS entstehen derzeit die unteren Geschosse. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quartier HUGOS in Mariendorf: 454 Wohnungen auf ehemaligem Gärtnereigelände

Die Dimension des Projekts wird erst beim Blick auf die Gesamtplanung deutlich. Bonava plante auf dem Gelände 285 Eigentumswohnungen, 124 Mietwohnungen und 45 Reihenhäuser. Damit umfasst HUGOS insgesamt 454 Wohneinheiten. Von den 124 Mietwohnungen sind nach Angaben aus der Projektentwicklung 99 gefördert. Bereits Ende 2021 zogen erste Bewohnerinnen und Bewohner ein.

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Das städtebauliche Konzept nimmt zugleich Bezug auf die frühere Nutzung des Areals. Einst befand sich hier die Gärtnerei Hugo Schlösser, von der sich auch der Name HUGOS ableitet. Als bauliche Erinnerung blieb der historische Heizschlot erhalten. Die Wohngebäude gruppieren sich ringförmig um diesen Mittelpunkt.

Das ovale Nahversorgungszentrum neben einer Baustelle im Quartier HUGOS in Berlin-Mariendorf.

Das ovale Quartierszentrum am Eingang von HUGOS gehört zu den bereits fertiggestellten Teilen des Projekts. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Supermarkt, Kita und therapeutisches Wohnen ergänzen das Wohnquartier

Ein wichtiger Baustein ist bereits seit mehreren Jahren fertig: das auffällige ovale Quartierszentrum am südlichen Eingang. Bonava stellte das Gebäude Mitte 2023 fertig und verkaufte es Anfang 2024 an HANSAINVEST Real Assets. Das Gebäude steht auf einem rund 4.500 Quadratmeter großen Grundstücksteil und bietet etwa 3.800 Quadratmeter vermietete Fläche.

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EDEKA nutzt davon knapp 1.480 Quadratmeter für Supermarkt und Bäckerei. Hinzu kommen die Kita Mary Poppinz mit bis zu 138 Plätzen sowie Flächen für therapeutische Wohngemeinschaften. Außerdem gehören 47 Stellplätze in der Quartiersgarage zum Gebäude. Vier öffentlich nutzbare Carsharing- und E-Stellplätze ergänzen das Angebot. Damit entstand nicht nur Wohnraum, sondern auch ein Versorgungsangebot für das neue Quartier und die angrenzende Nachbarschaft.

Bewohnte Neubauten mit Balkonen, Hecken und jungen Bäumen im Quartier HUGOS in Mariendorf.

Balkone, Hecken und neu gepflanzte Bäume bestimmen das Bild in den bereits fertiggestellten Bereichen von HUGOS. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

HUGOS 2026: Zwischen eingewachsenem Wohngebiet und letzten Neubauten

Auch technisch entstand HUGOS als zusammenhängendes Quartier. GASAG Solution Plus errichtete ein Nahwärmenetz; eine Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk deckt die Grundlast, ein Erdgaskessel die Spitzenlast. In der Tiefgarage des Nahversorgungszentrums wurden zudem Ladepunkte für Elektrofahrzeuge vorgesehen.

Der aktuelle Zustand zeigt nun die letzte Phase einer Entwicklung, die 2020 baulich begann. Auf seiner aktuellen Projektseite nennt Bonava März 2027 als Zeitpunkt der Bezugsfertigkeit für die letzten Häuser. Damit dürfte sich die langjährige Baustelle im kommenden Jahr weiter aus dem Straßenbild zurückziehen.

Quartier HUGOS in Berlin-Mariendorf
Im Quartier HUGOS in Berlin-Mariendorf entstehen insgesamt 454 Eigentums- und Mietwohnungen einschließlich 45 Reihenhäusern. Große Teile des Quartiers sind bereits bewohnt, an den letzten Gebäuden wird noch gearbeitet.

 

Quellen: Bonava Deutschland GmbH, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Patzschke Architekten, GASAG Solution Plus

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