Die Hotelkette Premier Inn hat bekanntgegeben, ein Grundstück „An der Ostbahn“ in Berlin-Friedrichshain erworben zu haben. In unmittelbarer Nähe vom Ostbahnhof soll ein Hotel mit rund 282 Zimmern entstehen. Zusätzlich plant das Unternehmen, im Gebäude „re:o“ am Ostkreuz ein weiteres Haus zu eröffnen.

Premier Inn baut sein Berliner Portfolio aus und eröffnet künftig nicht nur ein Hotel am Ostbahnhof in Friedrichshain, sondern plant auch ein weiteres Haus direkt am Ostkreuz im Büro-Campus „re:o Berlin“. / © Visualisierung: GLUT Berlin
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© Titelbild: Premier Inn
Die britische Hotelkette Premier Inn treibt ihre Expansion in Deutschland weiter voran und hat ein Grundstück „An der Ostbahn“ in Berlin-Friedrichshain erworben. In unmittelbarer Nähe zum Ostbahnhof, der East Side Gallery, der Uber Arena und dem Berghain entsteht ein Hotel mit rund 282 Zimmern.
Das Haus soll sowohl Geschäftsreisenden als auch Touristen eine moderne Unterkunft im lebendigen Stadtteil bieten. Ein konkreter Baustart wurde jedoch noch nicht bekanntgegeben.
Nur wenige Kilometer entfernt: Premier-Inn Hotel bezieht auch Büro-Campus „re:o Berlin“ am Ostkreuz
Erst kürzlich wurde bestätigt, dass auch im Büro-Campus „re:o Berlin“ am Ostkreuz ein Hotel der Marke entstehen soll. Das Projekt „re:o Berlin“ wird von Kintyre als operativem Partner im Auftrag des Fonds IREIT Global entwickelt. Das Areal an der Schreiberhauerstraße soll zu einem multifunktionalen Campus umgestaltet werden, der moderne Arbeitswelten mit Angeboten für Gäste verbindet.
Ein wichtiges Ziel der Umgestaltung ist es, den Gebäudekomplex nach dem LEED-Gold-Standard zertifizieren zu lassen. Dafür sollen emissionsarme Materialien verwendet und energieeffiziente Bauweisen umgesetzt werden. So soll ein nachhaltiger Campus entstehen, der die Anforderungen zukünftiger Generationen berücksichtigt. Neben dem Hotel sollen flexible Büro- und Gewerbeflächen entstehen, die auf Veränderungen im Immobilienmarkt reagieren und den Standort beleben.
Hotelboom vom Ostbahnhof zum Ostkreuz: Hyatt-Hotel eröffnete erst kürzlich an der East Side Gallery
Premier Inn ist seit 2016 auf dem deutschen Markt vertreten und hat seither über 60 Hotels eröffnet. In Berlin betreibt die Kette bereits mehrere Häuser, sodass die Standorte am Ostbahnhof und am Ostkreuz eine Ergänzung im Portfolio darstellen. Für die Hotelgruppe ist die Hauptstadt mit ihrer touristischen Bedeutung und der hohen Nachfrage nach Unterkünften weiterhin ein strategisch wichtiger Markt.
Auch andere Hotelbetreiber investieren aktuell in den östlichen Bezirken Berlins. Erst kürzlich hat das „Me and All Hotel“ an der East Side Gallery eröffnet, und mit 227 Zimmern ein neues Angebot am Spreeufer geschaffen. Am Holzmarkt 25 entsteht mit der „Villa Viva“ zudem ein Hotelprojekt mit Holzfassade und nachhaltiger Bauweise.
Chancen, Risiken, Konflikte: Friedrichshain zwischen Tourismus und Nachbarschaft
Während Befürworter die neuen Hotels als Chance für Wirtschaft und Tourismus begrüßen, befürchten andere, dass das Gleichgewicht zwischen Wohnen, Arbeiten und Nachtleben in Friedrichshain zunehmend gefährdet werden könnte.
So sorgt etwa ein weiteres Vorhaben im Laskerkiez, unweit des Clubs „About Blank“, für Diskussionen über mögliche Nutzungskonflikte. Wie die Pläne für das Hotel auf dem Grundstück „An der Ostbahn“ – nicht zuletzt auch wegen der beworbenen Nähe zum Berghain – aufgenommen werden, bleibt somit vorerst abzuwarten.
Quellen: Premier Inn, re:o.berlin, Tageskarte, immobilienmanager
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2 Kommentare
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Oh, ob das nicht so ein hässlicher Billigkasten a la Meininger Hotel am Hauptbahnhof wird. Sicherlich kann man die Entwicklung des Gebietes nicht stoppen, aber der Metro, dem Baumarkt und Raab Karcher wird doch hoffentlich etwas architektonisch anspruchsvolles entgegengesetzt
Sorry, wieviel Hotels (und Büros) braucht die Stadt denn noch? ? ?
Wir brauchen Wohnungen, keine Eigentumswohnungen, sondern wohnen für alle. Am besten auch mal in schöner einheitlicher Architektur, nicht alles so durcheinander, hässlich und planlos.